Zurück zum Anfang – oder wie rette ich meinen Blog

Bücherregal
Heute wird es persönlich. Okay, persönlicher als sonst.
Vorne weg, ich möchte hier niemanden angreifen. Es ist meine persönliche Erfahrung und irgendwie auch ein kleiner Seelen-Striptease.

In den letzten Wochen war ich im Urlaub, so dass ich nicht an den PC konnte. Ich habe mehr gelesen als am Blog zu machen. Danach hatte ich Handwerker im Haus und musste meinen PC abbauen, so dass ich wieder nicht an den Blog konnte.

Die Zeit, diese freie Zeit, hat mich zum Nachdenken gebracht. Weil ich diese Zeit, ohne Blog, absolut genieße. Ich habe gemerkt, dass mir mein Blog und alles drum herum über den Kopf gewachsen ist. Dass ich mehr am PC hänge, als zu lesen.
Ich hänge ständig am Handy, weil ich entweder eMails beantworte oder Anfragen. Immer erreichbar. Immer für Autoren und Autorinnen ansprechbar.

Dass ich unheimlich gerne Kontakt zu Autoren und Autorinnen habe, ist kein Geheimnis. Mir ist es ja egal, ob ein Buch von einem Verlag verlegt wurde oder ob es Selfpublishing ist. Hauptsache der Inhalt stimmt.

Ich weiss, dass es zum Bloggen dazu gehört, dass Rezensionsanfragen irgendwann ankommen. Irgendwann ist man in der Bloggerwelt an einem Punkt, wo die Anfragen von alleine ankommen. Jeder neuer Blogger träumt von diesem Punkt. Habe ich ja auch! Das möchte ich gar nicht abstreiten. Die ersten Anfragen sind auch noch total schön. Man fühlt sich bestätigt. Die Autoren und Autorinnen scheinen den Blog und die Rezensionen ja zu mögen. Japp, so naiv ist man leider. Ich war es doch auch.

Gerade in der letzten Zeit habe ich viele, viele Rezensionsanfragen bekommen. Zur Höchstzeit bis zu 3 Stück am Tag. Und genau da geht der Stress los. Jedenfalls für mich. Ich bin jemand, der andere Menschen respektiert. Ich beantworte jede Nachricht. Jede Anfrage nehme ich ernst. Lese mir dkr Leseprobe durch und beschäftige mich mit dem Buch. Ja, auch wenn ich merke, dass der Autor oder die Autorin sich überhaupt nicht mit meinem Blog beschäftigt haben. Irgendwie habe ich da einfach einen Anspruch an mich selber.
Ganz nebenbei: ich habe einen 40-Stunden-Job, Haus, Mann und auch noch ein Offline-Leben. Im Nachhinein hätte mir selber klar sein müssen, dass das irgendwann explodieren wird.
Ich weiß. Ich weiß. Die Autoren und Autorinnen können ja nicht wissen, dass ich so viele Anfragen bekomme. Woher auch!?
Gut 90% der Anfragen passen aber nicht zu mir. Ich habe hier im Blog eine Seite, die schnell zu finden ist, wo steht was ich überhaupt lese. Die Seite wird in der Regel gekonnt ignoriert.
Und hier ärgere ich mich das erste Mal. Ich soll mir die Zeit nehmen das Buch zu lesen, aber es wird sich nicht mal die Zeit genommen, mein Blog zu lesen…

Was mich aber am Meisten nervt ist diese Einseitigkeit. Ich lese das Buch, schreibe eine Rezension (wo ich echt lange dran sitze – andere Blogger nicken hier jetzt wissend). Für mich ist es nach der Rezension noch nicht vorbei. Ich liebe Bücher und ich möchte es zeigen.
Von dem Autor bzw. der Autorin höre ich leider zu oft dann gar nichts mehr. Es wird weder ein Bild im Social Media verteilt oder die Rezension irgendwo erwähnt. Auch hier lasse ich die Aktionen mal außen vor, da ist es noch seltener… Ich habe ja mein “Soll” erfüllt. Denn ich habe die Werbeplattform gespielt. Hier gibt es natürlich Ausnahmen, denn es gibt auch großartige Menschen unter den Autoren und Autorinnen. Die möchte ich wirklich nicht missen.

Ich weiss, dass ich als Bloggerin als Werbeplattform angesehen werde, aber es ist in meinen Augen absolut falsch! Ich kann gar nicht sagen, warum sich das so gewandelt hat. Vermutlich in der Zeit, wo Selfpublishing zum Boomen angefangen hat.
Und vielleicht bin ich da auch einfach anders. Mein Blog und ich sind keine Werbeplattform. Ich muss definitiv nicht jedes Buch abgreifen und lese, das mir angeboten wird.

Der Anfang

Ich habe meinen Blog “angeltearz liest” online geschickt, weil ich dir zeigen wollte, welche Bücher ich gelesen habe. Wie ich sie fand. Darüber auszutauschen und vielleicht etwas empfehlen zu können. Ich möchte mich mit anderen Lesern austauschen, schwärmen, herziehen und einfach nur reden. Gleichgesinnte haben, die die Bücher genauso lieben, wie ich.

Und das alles ohne Druck und ohne Zwang. Ich liebe das Lesen und das möchte ich hier im Blog zeigen.
Es war nie mein Ziel Bücher ohne Ende abzugreifen, zu horten oder mich daran zu bereichern. Und irgendwie, habe ich jedenfalls das Gefühl, dass genau das zum allgemeinen Tenor geworden ist. Und ja, ich bin in diese Spirale gerutscht.

Ich möchte wieder zurück zu meinem Anfang. Deswegen ziehe ich mit diesem Blogbeitrag die Handbremse an.

Wie geht es mit “angeltearz liest” weiter?

Ich war in den letzten Wochen, also Urlaub und Handwerker-Zeit, sehr angetan davon, dass ich nicht an den PC muss.
Nachrichten und eMails habe ich vom Handy beantwortet. Rezensionsanfragen alle direkt abgesagt. Ich habe niemanden eine Chance gegeben, dass ich mich über irgendwas ärgern könnte. Ich habe mich in der freien Zeit tatsächlich nur ums Lesen gekümmert. Und es tat so unendlich gut.

Tja, und ich war mehrfach soweit, dass ich sage, ich mache hier dicht. Rezensionen kann ich bei Lovelybooks einstellen. Dort bin ich schon länger angemeldet, als es meinen Blog gibt. Und Instagram behalte ich auch.
Mittlerweile habe ich mich anders entschieden. Der Blog bleibt. Vorerst.
Es wird sich aber einiges ändern. Twitter bleibt weg. Facebook-Seite wird wohl auch wieder weichen. Das war eine dumme Idee das wieder zu erwecken.
Mit dieser Entscheidung geht es mir aktuell gut.

Ich werde keine Rezensionsexemplare mehr annehmen von Autoren und Autorinnen, die ich nicht kenne. Anfragen lohnt sich also gar nicht mehr. Ich werde mir die Bücher auch nicht mehr anschauen, sondern gleich absagen. Der bestehende Kontakt zu Autoren und Autorinnen bleibt natürlich.
Verlage dürfen mir gerne ihr Programm schicken, aber ich entscheide selber.
Wenn ich etwas rezensieren möchte, frage ich selber an.

Von den Aktionen, wie die Interviews oder meine neue Aktion “Buchvorstellung meets Buchzitat” rede ich jetzt nicht. Ich werde sie natürlich weiterhin behalten. Allerdings werde ich hier abspecken und nicht mehr beides in einer Woche online schicken. So kann ich etwas Ruhe reinbringen. Die jeweiligen Autoren und Autorinnen müssen einfach die Geduld haben. Wenn ich hier schon “Werbung” kostenlos mache, dann muss Geduld mitgebracht werden.

Bis vor Kurzem war ich noch Mitglied der Bloggerlounge vom Selfpublishing Verband. Das bin ich nicht mehr. Ich möchte mich in Zukunft an nix und niemanden binden.
Ich würde gerne wieder eine der Blogger-Aktionen mitmachen. Die haben mir immer sehr viel Spass gemacht. Mal sehen, welche es wird.

Joah, ich denke das wäre es im Groben. Feinheiten werden sich ergeben.
Ich gebe mir jetzt Zeit bis Ende des Jahres. Sollte es sich für mich nicht beruhigt haben, werde ich noch malndeüber nachdenken, ob der Blog geschlossen wird.

Signatur angeltearz liest

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18 Kommentare bei “Zurück zum Anfang – oder wie rette ich meinen Blog

  • Finde ich gut. Ich will auch wieder mehr für mich lesen, bloggen wenn ich die Lust habe, nicht mehr als Litfaßsäule dienen. Ich weiß wo das endet, nämlich in der Unlust der letzten 2 Jahre. Selbst die letzte Buchmesse hat mir keinen Spaß mehr gemacht, da es nur noch um werben und gesehen werden ging. Kaum noch richtig schöne Blogger-Verlag/Autoren treffen.
    Anfragen hab ich immer öfter abgelehnt, weil sie eben, wie bei dir, sich null mit dem Blog Beschäftigten. Warum soll ich dann Werbung machen?
    mal sehen wie das klappt. Ich bleib nur noch auf instagram. Twitter für Messen, da geht’s schneller, fb lass ich denke ich auch einfach fallen, brauch kein Mensch.

  • Hey Steffi,

    Ich hoffe, du findest den richtigen Weg für dich und deinen Blog. Es wäre auf jeden Fall schade, wenn dein Blog verschwinden würde.
    Dein Beitrag hat mich auch selber ein bisschen zum Nachdenken gebracht. Dass ich Einiges vllt auch richtig mache, auch wenn ich nicht der super erfolgreiche Blog bin. Anfragen bekomme ich auch und ich beantworte meist auch alle, aber ich war schon immer so, dass ich nichts annehme, was mich nicht irgendwie anspricht. Natürlich wäre es manchmal schön, mehr Follower und Interaktion zu haben, aber bin ich dafür wirklich bereit mich so zu stressen, dass das Lesen mir am Ende womöglich keinen Spaß mehr macht. Das wäre schade, wie ich finde. Von daher danke von meiner Seite für deine Worte hier, auch wenn du eher dich selber reflektiert hast. Mir hat es auf jeden Fall gezeigt, dass man sehr genau darauf achten sollte, wann genau der Punkt erreicht ist, an dem es vllt zu viel wird und ich bin im Grunde zufrieden damit, so wie es ist. Kleinere Veränderungen darf es natürlich immer wieder mal geben, aber ich werde drauf achten, dass ich mich damit wohlfühle.

    LG, Moni

  • Schönen guten Morgen Steffi,

    ja, das Bloggen hat sich ganz schön gewandelt – ich bin ja jetzt seit sieben Jahren dabei und da merkt man die Veränderungen schon sehr…

    Die Freude über die ersten Anfragen, an die kann ich mich auch noch erinnern :) Dass das ganze dann so überhand nimmt hätte ich auch nicht gedacht, allerdings hab ich da von Anfang an eine Grenze gezogen, weils einfach zeitlich nie gegangen wäre,alles zu beantworten. Vor allem Anfragen, bei denen ich direkt merke, dass das Standard-Mails sind und mein Blog überhaupt nicht angeschaut wurde und das Genre sowieso überhaupt nicht passt, beantworte ich nicht (mehr), das hab ich zu Beginn auch selten gemacht.
    Auf meiner Blogseite steht auch dass ich zurzeit keine Rezensionsanfragen annehme -trotzdem trudeln immer wieder welche ein.
    Auch dass dann nichts mehr weitergeteilt wird, übrigens auch von den Verlagen, finde ich echt schade …

    Bei manchen wenigen Bloggerinnen lese ich, dass sie jedes Buch annehmen, da es ja gut sein könnte und sie den/die Autoren nicht enttäuschen wollen – so hab ich noch nie gedacht. Es ist MEINE Lesezeit und mit welchen Büchern ich die verbringe, bleibt schon mir überlassen ^^

    Das Problem, immer und überall erreichbar sein “zu müssen” ist ja ein allgemeines Phänomen, das mir schon, seit es aufgetaucht ist, nicht behagt. Ich antworte, wenn ich Zeit und Lust dazu habe. Ich mag mich da nicht stressen lassen, Stress hat man sonst ja schon genug ;)

    Schön dass du uns trotzdem erhalten bleibst, vorerst! Ina hat ja vor zwei Tagen leider angekündigt, ihren Blog zu schließen, aus ähnlichen Gründen …
    Ich hab mir ja auch schon seit längerem etwas Luft gemacht. Anfangs kam jeden Tag ein Beitrag online, das hab ich jetzt etwas reduziert, wie auch, wie schon erwähnt, die Rezensionsexemplare und Anfragen rutschen nur selten durch – und ja, das befreit tatsächlich ungemein und bringt wieder etwas Ruhe rein :)

    Ich hoffe sehr, dass das bei dir auch klappen wird, denn es wäre mega schade!

    Liebste Grüße, Aleshanee

  • Liebe Steffi,

    Genau so und nicht anders habe ich es vor 3 Jahren für mich schon entschieden. Ich bin aus sämtlichen Autoren-Blogger Teams raus, denn es war mir zu viel und auch die Rezianfragen sage ich zu 99% inzwischen ab und ja am Anfang hat man noch ein schlechtes Gewissen, aber nun geht es mir damit besser.
    Eine Facebookseite zum Blog habe ich seit ebenfalls 3-4 Jahren nicht mehr und ich vermisse absolut nichts, die private Seite auf FB reicht mir völlig aus.
    Du wirst schon das richtige für dich finden, da bin ich mir sehr sicher.
    Alles Liebe für dich und wir lesen uns

    Herzlich Sheena

  • Liebe Steffi!
    Du hast vollkommen recht, das Bloggen und vor allem das Lesen soll Spaß machen. Und wenn das nicht mehr so ist, muss man die Bremse ziehen. Anscheinend wurde es bei dir wirklich sehr viel und das alles noch zum “normalen” Leben dazu.
    Schön, dass du die letzten Wochen genutzt hast, um dir darüber klar zu werden, wie du weitermachen willst. Ich wünsche dir, dass das so klappt und du die richtige Relation findest.
    Auch ich bekomme schon Rezi-Anfragen. Zwar noch nicht so viele – mein Blog ist ja noch nciht so groß, aber doch immer wieder. Da schaue ich mir die Bücher aber immer genau an, ob sie etwas für mich sein könnten. Wenn mich etwas nicht interessiert, sage ich direkt ab.
    Ich kann gut nachvollziehen, wie es dir geht. Auch ich hab manchmal eigentlich so gar keine Lust, etwas am Blog zu schreiben. Muss mich aber dazu überwinden, weil ich Rezis schreiben “muss” (Rezi-Exemplare) oder trotz allem mit dem Blog am Laufenden bleiben möchte. Längst habe ich aber den Anspruch begraben, dass ich jedes gelesene Buch rezensieren muss, das würde ich gar nicht mehr schaffen, dazu sind es zu viele. Zum Glück geht diese Unlust auch wieder vorbei ;)
    Wie schon vorher geschrieben, ich wünsche dir, dass du für dich die richtige Relation findest und dich mit deinem Leben, dem Blog und dem Lesen wohlfühlst!
    Liebe Grüße,
    Caro

  • Hallo liebe Steffi,

    alles was du ansprichst, praktiziere ich schon etwas länger. Ich bin mittlerweile eiskalt, was Rezensionsanfragen betrifft. 99,9 % wandern unbeantwortet in den digitalen Papierkorb. Mein Blog, meine Regeln! Mir ist dabei vollkommen wurscht, was die AutorInnen denken. Wer sich nicht einmal die Mühe macht, zu erkennen, welches Konzept mein Blog mittlerweile verfolgt, der hat auch keine nette Antwort verdient. Hart, aber für mich sehr zeitsparend und befreiend.

    Ganz liebe Grüße
    Karin

  • Hi!

    Ich habe vor einiger Zeit bei mir schon bei “Kontakt” dazu geschrieben, dass ich nur antworte, wenn ich Interesse an dem Buch habe. Erspart einiges an Stress meiner Meinung nach.
    Ansonsten kann ich nur sagen: Blogpausen sind nicht verwerflich. Finde ich völlig legitim, wenn man auch mal “Urlaub” vom Bloggen nimmt, um sich um andere Dinge zu kümmern. Ist ja schließlich kein Brötchen-Job, sondern eine Freizeitbeschäftigung (zumindest für die meisten von uns).

    Liebe Grüße
    Ascari

  • Huhu Steffi,

    ich glaub du schreibst hier einigen aus der Seele. An die Anfänge und die Freude über die ersten Anfragen kann ich mich auch gut erinnern. Aber wie du schon gesagt hast, irgendwann kommt der Stress:
    Die eigenen vllt. hohen Erwartungen, die vielen Anfragen, Aktionen die plant, … alles dreht sich nur noch um den Blog und eben nicht mehr ums Lesen und um den Ursprung beim Bloggen.

    Irgendwann muss man dann für sich entscheiden, wie es weiter gehen soll. An dem Punkt stand ich vor einigen Jahren auch. Wobei bei mir damals auch viel privates dazu geführt hat, dass ich einfach weniger Zeit hatte. Somit hatte ich gefühlt auch mehr Stress mit dem Blog. Bloggen sollte wieder Spaß machen und kein “Muss” sein.
    Ich freue mich aber, dass es deinen Blog erstmal noch weiter geben wird. Denn ich besuche den echt gerne. Im Moment wächst es einigen über den Kopf und die hören auf. ( Zumindest empfinde ich das gerade so).
    LG Chia

  • Liebe Steffi,

    ich kann mich meinen VorrednerInnen nur anschließen und hege selbst nach gerade mal 2 1/2 Jahren den Gedanken kürzer zu treten als so schon. Mein Offline-Leben ist mir sehr wichtig und ich möchte mehr Leserin als Bloggerin sein. Doch das ist, wie du sehr passend beschrieben hast, nicht einfach.
    Es gehört einfach mehr dazu als ne Rezension runter zu schreiben. Ich nenne es meinem Freund gegenüber gern Community-“Arbeit”. Und schon allein das ist das falsche Wort.
    Ich mag meine Bubble und es soll so bleiben, jedoch werde ich weiterhin versuchen kürzer zu treten. Es ist wie es ist und das ist gut so.

    Liebe Grüße
    Tina

  • Hallo,
    bei mir überwiegt die Freude an meinem Blog noch aber ich war wohl von Anfang auch sehr konsequent. Wenn ich mehr als zwei Rezensionsexemplare im Haus habe, lehne ich allen weiteren ab, egal, ob mich das Buch anspricht oder nicht. Ich habe auch vielen von Anfang an immer kurz und knapp geschrieben, dass die Anfrage nicht zu meinem Blog passt und auch hier abgelehnt. Ich hatte jetzt aber endlich mal eine Autorin, die sich tatsächlich mit meinem Blog beschäfigt hat und mir ein wunderbares Buch geschickt hat. Das baut einen auf. Und ich muss ehrlich sagen, die meisten SPlerInnen teilen meine Rezensionen zu ihrem Buch. Twitter meide ich mittlerweile auch, da geht es echt schlimm zu.
    Ansonsten geht es mir so wie Dir. Ich möchte meine Leidenschaft für Bücher teilen, der Blog ist in erster Linie für mich und die Leser, nicht für die Autoren. Ich habe keine Zeit für Blogtouren, Verlosungen, Interviews etc. und werde daher auch nie einen Bekannheitsgrad erreichen aber das ist doch egal. Hauptsache, es macht immer noch Spaß. Vielleicht bin ich zu spät eingestiegen und hatte schon mitbekommen, wie viel Druck sich aufbaut, dass ich von vorneweg diesem Druck entgangen bin und mich anders verhalten habe. Ich wünsche Dir, dass Dir der Blog wieder Freude macht und Du wieder Spaß daran hast. LG Petra

  • Hey liebe Steffi.
    ich hatte über 2 Jahre keine Lust mehr auf bloggen und konnte es auch aus gesundheitlichen Gründen nicht. Ich habs aber auch gar nicht vermisst. Es ist immer “anstrengend” wenn Autoren Dir Rezensionsexemplare anbieten, die man eigentlich gar nicht möchte, aber es trotzdem tut.
    Aber es ist schön, dass Du wieder da bist.
    Bis bald und bleib gesund
    Beate

  • Hi Steffi,
    auch von mir noch: Ich finde deine Entscheidung gut. Bloggen sollte Spaß machen und nicht zur Verpflichtung werden. Merke ich bei mir auch immer mal wieder. Sich dann zurückzunehmen ist überhaupt nicht schlimm. :)
    Daher mach einfach das, woran du Freude hast und lass dich nicht unter Druck setzen! Ich folge deinem Blog weiterhin gerne (auch wenn ich nicht immer alles kommentiere, was ich gelesen habe…). :)

    Liebe Grüße
    Alica

  • Hallo liebe Steffi,

    ich kann deine Gedanken und Gefühle sehr gut nachvollziehen. Als ich vor 6 Jahren begonnen habe, wollte ich einfach meine Eindrücke und Empfindungen der von mir gelesenen Bücher schriftlich festhalten. Da in meinem Freundeskreis einige ebenfalls einen Blog hatten, war dies meine erste Wahl und habe dies bis heute nicht bereut. Natürlich bedeutet dies, neben dem Alltag und Offline-Leben, eine menge Zeit, was viele gar nicht sehen oder anerkennen. Durch die Messen und Kontakte mit den Verlagen, wuchs natürlich auch der Stapel an zu lesenden Büchern und damit einhergehend auch die Arbeit. Facebook, Twitter und Instagram Profile mussten erstellt und zusätzlich zum Blog gepflegt werden, was weitere Zeit gebunden hat und noch immer bindet. Trotzdem macht es mir weiterhin sehr viel Spaß, auch wenn ich mittlerweile kaum noch auf FB und Twitter bin.

    Da mich mein neuer Job noch mehr fordert bzw. ich unter der Woche so gut wie gar keine Zeit mehr finde, für den Blog etwas zu tun, schiebt sich das natürlich auf das WE. Dies freut den PartnerIN ebenfalls nicht wirklich und sind wir mal ehrlich, neben dem Hobby Lesen, haben wir in der Regel noch weitere Interessen (Sport, Serien etc.), die bedient werden wollen :)

    Was die Anfrage von Autorinnen und Autoren angeht, die eine Standardmessage versenden, ohne sich vorher den Blog des potentiellen Lesers angesehen zu haben und sich dann über eine evtl. Absage wundern, davon kann ich auch ein Lied singen. Wir sollen uns Mühe geben, zeitnah lesen und rezensieren und danach kommt kaum oder gar kein Feedback zurück – dafür stelle ich mich und meinen Blog schon lange nicht mehr zur Verfügung. Klingt vielleicht hart und eigensinnig, aber es ist meine Entscheidung. Zudem habe ich auch schon die eine oder andere negative Erfahrung zu viel gemacht! Hier würde ich mir ein Umdenken bei den verantwortlichen Autorinnen/Autoren wünschen und wieder mehr ein Miteinander.

    Lange Rede, kurzer Sinn, ich kann sehr gut nachvollziehen, weshalb du eher ein paar Schritte zurück gegangen bist und das Ganze für dich reflektiert hast. Ich hoffe nur, dass du deinen Blog weiterführen wirst.

    Liebe Grüße,
    Uwe

  • Moin Steffi,
    ich kann dich so gut verstehen!
    Mir ist auch alles über den Kopf gewachsen, mit dem Blog, die Reziexemplare (obwohl ich die nie gehortet habe) und dem realen Leben. Nichts passte mehr unter einem Hut und deswegen lag mein Blog jetzt auch zwei Jahre rum, ohne das ich mich drum gekümmert habe. Ich hatte zwar nie vor ihn zu schließen, aber habe dann eben doch einen Cut gezogen.
    Nun kommt er langsam aus seinem Dornröschenschlaf wieder raus, aber nur so wie ICH es will und garantiert ohne Stress.
    Das Lesen macht wieder Spaß und ich muss nicht jedes Buch vorstellen und bewerten. Einfach nur lesen, ohne eine Rezi im Hinterkopf zu haben – da kann man sich so ganz und gar ins Buch fallen lassen!
    Wäre schade, wenn es deinen Blog nicht mehr geben würde, aber das musst ganz alleine DU entscheiden.
    Ich wünsche dir ganz viel Lesezeit!

    Liebe Grüße vom Jadebusen,
    Su

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