Wie ich jetzt Bücher mit anderen Augen sehe

Wie ich jetzt Bücher mit anderen Augen sehe

8. Oktober 2017 22 Von Steffi
Eigentlich kann der Titel auch heißen “Was ich als Buchbloggerin gelernt habe” oder “Wie sich meine Wahrnehmung, seit ich über Bücher blogge, geändert hat”. Okay, das Letzte wäre zu lang geworden. Aber ich glaube, ich habe klar gemacht, was ich mit diesem Beitrag überhaupt sagen möchte.

Aber wieso ist das jetzt anders?


In den ersten Monaten, als ich vom privaten Blogger zum reinen Buchblogger wurde habe ich das noch gar nicht gemerkt. Ich lese immer noch die gleichen Bücher wie vorher und in der gleichen Geschwindigkeit. Da hat sich nichts geändert.
Aber ich lese Bücher mittlerweile wirklich mit anderen Augen. Die einen oder anderen Buchblogger werden mir vielleicht zustimmen können. Und vielleicht kann ich den einen oder anderen Leser dazu begeistern die Bücher mal mit anderen Augen anzuschauen.
Ich meine jetzt aber nicht das chronische Sammeln von Büchern. Oder dass auf gar keinen Fall Leserillen in den Buchrücken der Taschenbücher kommen dürfen. Das ist ja ein alter Hut und in der Allgemeinheit bekannt.
 

Hat das Buch einen Hintergrund?


Als “normaler Leser” liest man ein Buch. Okay, das ist jetzt nichts besonders. Aber wenn man es durchgelesen hat, dann ist es in der Regel ins Regal. Oder gibt es weg oder man schmeißt es weg. Ja, sowas gibt es auch. Wollen wir mal nicht die Augen verschließen. Auch wenn mein Buchherz blutet, aber es ist so.
Seit ich über Bücher blogge, suche ich nach Fakten über die Bücher. Ich schreibe die Fakten gerne in die Rezension rein. Zum Einen, weil es mich selber wahnsinnig interessiert, aber auch weil ich darüber informieren möchte. Ich habe gerne alle Fakten, die mich interessieren auch einem Blick.
Gerade bei Büchern wie z.B. “I´ll push you” von Justin Skeesuck und Patrick Gray kann ich das Buch nicht abschließen, wenn ich es zu klappe. Ich habe mich mit den Autoren noch weiter beschäftigt und auch mit dem Verlag ein wenig darüber geschrieben.

“Einfach so lesen” ist nicht mehr


Bevor ich Buchbloggerin wurde, hatte ich überhaupt kein Problem damit eine Buchreihe in der Mitte anzufangen. So nach dem Motto “Was ich verpasst habe, kann ich ja nachholen”. Da auch ich lernfähig bin, habe ich mittlerweile gemerkt, dass es unschlau ist so zu denken und vor allem zu lesen. Oft machen die Charaktere eine Wandlung durch, die man nicht nachvollziehen kann, wenn man nicht von vorne liest.
Okay, ich mache nach wie vor noch Fehler in dieser Richtung, aber hey, wer ist schon fehlerfrei!?
Ich versuche aber immer die Reihen von vorne zu lesen oder wenigstens meinen Wissensstand zu aktualisieren. Schnell zu aktualisieren.
 

Die Unterschiede der Genre und deren Unterkategorien


Krimi, Fantasy, Thriller, Liebesgeschichten, Horror, Frauenbücher und Comedy. Das waren so die Hauptgenre, die ich kannte. Irgendwie habe ich alles in diese Genre gestopft. Das es diverse Unterkategorien gibt, wusste ich vorher nicht. Die liebe Weltenwanderin hat da mal vor Jahren eine Liste gemacht, auf die ich sehr gerne zurückgreife. Es ist so vielfältig und super interessant, was es da überhaupt gibt. Aber keine Sorge, ich kann mir die immer noch nicht merken, werde ich wohl auch nie können.
 

Die Sache mit den alten Büchern


Früher fand ich alte Bücher immer grottenhässlich und wollte solche niemals haben. Niemals! Heute würde ich gerne eine riesige Bibliothek haben, wo viele dieser alten Bücher stehen. Ledergebundene mit einer alten Schrift auf dem Buchrücken und die schon so muffig riechen.
Wie das ganze jetzt mit dem Buchbloggen zu tun hat? Nichts! Aber ich glaube meine Sicht zu diesen Büchern hat sich einfach geändert, weil ich meine Sicht generell geändert habe, was Bücher angeht. Ich liebe es, wenn gelesene Bücher auch gelesen aussehen. Ich sage lieber, dass sie wie geliebt aussehen. Dazu zählen diese alten Bücher, die schon an den Kanten auseinander gehen. So sich die Seiten langsam lösen… Ich habe alte Bücher im Regal stehen, die auf Altdeutsch sind. Alte Märchenbücher. Die sollten weggeworfen werden und ich habe sie gerettet. Das hätte ich vor einigen Jahren noch nicht getan.
 

Autoren sind auch nur Menschen und bei den Verlagen arbeiten tatsächlich auch welche


Man sieht das fertige Produkt. Also das Buch. Welch Arbeit von dem ersten Gedanken des Autors bis zum fertigen Buch dahinter steckt. Darüber macht sich ein “normaler” Leser weniger einen Kopf. Okay, einige Buchblogger machen das tatsächlich immer noch nicht, aber ich rede ja nur von mir.
Aber da ist es wieder mit dem “sich mehr mit Büchern beschäftigen”. Da lernt man Autoren persönlich kennen oder schreibt mit denen online. Oder man besucht einen Verlag und schaut sich dort ein wenig rum. Schon merkt man, dass von dem Startschuss eines Buches bis zum Ende viele Menschen und noch viel mehr Arbeit stecken. Und ja, es können tatsächlich auch in Büchern Fehler passieren. Und sei es nur ein Rechtschreibfehler. Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler.

Und wie ist es bei dir?
Was sagst du dazu?

Loading Likes...