Buchnerd

Der Tolino Shine 3 und ich

Wer mich und meinen Blog schon länger verfolgt, der weiß, dass ich ein absoluter Fan von Printbüchern bin. Ich habe mir aber in der letzten Zeit immer wieder darüber Gedanken gemacht, ob ein eBook-Reader was für mich ist. Ob es wirklich Nachhaltig ist, da lässt sich drüber streiten und diese Grundsatzdiskussion möchte ich hier und heute nicht führen.

Hauptsächlich war für mich eher der Gedanke, dass ich viel unterwegs bin und in Zukunft sein werde. Besonders sind einige Reisen geplant. Gerade bei meiner letzten Reise, wo wir mit dem Flugzeug unterwegs waren, wurde mir wieder bewusst, wie schwer Printbücher sind. Ich nehme dann doch irgendwie lieber mehr Klamotten mit als Bücher. Völlig Buchblogger-Untypisch, aber so ist es. Also habe ich mich entschieden es doch mit einem eBook-Reader zu versuchen.

Warum der Tolino?

Die Suche nach meinem eBook-Reader habe ich mir nicht einfach gemacht.
Wichtig war mir eine relativ offene Plattform (möchte selber Bücher raufladen können), viel Speicherplatz und eine lange Akkulaufzeit. Eigentlich nicht viel, was er können muss. Aber bei der Auswahl an Geräten machte es mir die Suche nicht einfach.
Kindle war für mich direkt raus, da sich dort externe Bücher sehr schwierig bis gar nicht raufspielen lassen. Habe ich mir jedenfalls sagen lassen. Also habe ich mich gar nicht weiter damit beschäftigt.
Weiter im Blick hatte ich Pocketbook und den Tolino.
Ausschlaggebend war dann leider doch die Black Week und ein unverschämt gutes Angebot. Also wurde es der “Tolino shine 3”.

Und ich liebe ihn. Wer hätte das gedacht!?
Ich würde hier gerne auf die Vorurteile eingehen, die ich immer hatte.

Ich liebe das Gewicht eines Buches und das Umblättern der Seiten. Das hat man bei einem eBook-Reader nicht.
Stimmt alles natürlich. Der Reader ist handlich und leicht und ein komplettes Gegenteil zu einem Printbuch.
Aber wenn ich lange ein dickes Buch in den Händen halte, dann tut mir irgendwann der linke Daumen weh. Das ist schon länger so und ich weiß, dass es vom Buch halten kommt. Das habe ich natürlich nicht, wenn ich etwas Leichteres halte. Fehlt mir also das Gewicht eines Printbuches? Nicht wirklich.
Umblättern der Seiten… Hier muss ich gerade ein wenig Lachen. Jetzt, wo ich diesen Blogbeitrag schreibe, lese ich aktuell einen Hardcover und irgendwie stört mich das Umblättern etwas. Das klingt jetzt viel negativer, als ich es eigentlich meine. Den Reader stelle ich einfach gegen irgendwas und muss nur gegentippen zum Blättern. Das Hardcover muss ich oft leicht anheben zum Blättern. Ja, das sind “erste Welt”-Probleme. Aber ich möchte ja mit meinen Vorurteilen aufräumen.
Ich habe auch immer meine Handtaschen so ausgewählt, dass mindestens ein Hardcover reinpasst. Da ich immer ein Buch bei mir habe, musste das immer sein. Das bleibt jetzt natürlich aus, denn gefühlt passt der eBook-Reader überall rein.

Ich liebe den Geruch der Druckerschwärze, also der Bücher.
Wenn ich an ein Buch schnuppern möchte, gehe ich zu meinem Buchregal und steck da die Nase rein. Irgendwie doch nur eine faule Ausrede.

Ich möchte keine Datei lesen, sondern ein Buch.
Da stehe ich immer noch hinter. Für mich ist und bleibt es eine Datei, die ich auf einem Reader lese. Herzensbücher werden immer noch als Printausgabe bei mir einziehen. Aber: ich glaube von diesem Vorurteil muss man sich einfach losmachen. Über den Tellerrand schauen und diese Welt so nehmen, wie sie ist. Sie wird digitaler. Ich habe keine Lust und auch keine Kraft mehr da gegen an zu gehen. Deswegen arbeite ich an mir, dieses Vorurteil loszulassen.

Das Feeling vom Buchlesen fehlt total
Nein, das tut es tatsächlich überhaupt nicht. Ich kann mich genauso gut in die Geschichte fallen lassen und in dem Buch versinken. Ich habe schon öfters darüber gelesen, dass es Leser*innen gibt, die sich nicht richtig auf eine Geschichte konzentrieren können, wenn es nicht die Printausgabe ist. Also das kann ich von mir nicht behaupten.

Die Angst davor, dass der Akku nicht lange hält und ich dann ohne Buch dastehe.
Das das absoluter Quatsch ist, habe ich jetzt auch verstanden.

Tolino schläft

Hat sich mein Leseverhalten verändert?

Der Tolino ist noch nicht lange bei mir und dennoch ist er schon voll eingebunden in mein Leseverhalten. Es liegen jetzt bereits einige eBooks drauf, die ich mir aus diversen Portalen zusammengesammelt habe (Gewinnspiele, Punkte eingetauscht, Adventskalender…).

Über Thalia und dem Mitgliedskonto (ist kostenlos) ist mein Reader mit dem Thalia-Shop verbunden. Wenn ich dort ein Buch kaufe, dann ist es innerhalb von Sekunden auf dem Reader. Mein Reader ist mit unserem W-Lan verbunden. Meistens habe ich allerdings den Flugmodus an, denn das W-Lan zieht unfassbar viel Akku-Leistung. Trotzdem ist diese Handhabung mit neuen Büchern unfassbar unkompliziert.
Aber auch externe Bücher auf den Reader zu bekommen ist so einfach. Per Datenkabel vom Computer auf den Reader rüberschieben und drauf ist das Buch.
Ich habe wirklich überhaupt keine Probleme Bücher auf den Reader zu bekommen. Für alle Fälle sind die Bücher auch noch gesichert. In der Cloud von Thalia und die externen Bücher auf meinem PC. Sollte widererwartend irgendwas passieren, ist nichts verloren.

Außerdem werde ich die Onleihe zu nutzen. Mitglied in unserer Bücherei bin ich schon und die Onleihe ist auf meinem Tolino eingerichtet.
Mein Plan ist die Bücher auf meinem SuB, die schon älter sind, dort zu leihen und sie dann auf dem Reader zu lesen. So könnte ich auch immer unterwegs auf meinem SuB zugreifen, wenn möglich. So ist es jedenfalls in der Theorie. Ob das in der Praxis klappt, werde ich dann mal schauen. Ich möchte auf jeden Fall diese Chance nutzen und meinen SuB weiter reduzieren.
Ganz werde ich nie von Printbüchern los kommen und wer weiß, vielleicht dreht es sich bei mir wieder und der Reader liegt irgendwann in der Ecke. Aber aktuell bin ich wirklich sehr begeistert von diesem kleinen Gerät.

Wie ist es bei dir?
Nutzt du auch einen eBook-Reader?

Signatur Buchblog angeltearz liest

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17 thoughts on “Der Tolino Shine 3 und ich

  1. Ich muss gestehen, ich lese momentan auch viel mehr am eReader, da er einfach handlicher ist und zum Beispiel mit einer Hand gehalten werden kann, während die andere das Baby in den Schlaf streichelt. Und grad während der Einschlafbegleitung ist das Smartlight nicht zu unterschätzen. :)

    Viel Spass weiterhin!

  2. Guten Morgen!

    Ich hab meinen Kindle (hab ich letztens festgestellt) jetzt schon seit 13 Jahren – und er läuft immer noch :D Ich lese zwar lange nicht so viele Ebooks wie Taschenbücher etc., aber ich hab den Reader im Laufe der Jahre schon zu schätzen gelernt.
    Gerade bei dicken Büchern ist er natürlich einfacher zu handhaben, zum mitnehmen und auch an Leseplätzen wo man eigentlich Licht bräuchte. Es gibt schon einige Vorteile :)
    Und ich finde auch den Aspekt, dass Ebooks günstiger sind gut :D

    Ich hab heute übrigens das Fazit zur ABC Listen Challenge für euch und möchte mich an dieser Stelle nochmal bedanken, dass du mitgemacht hast!

    Liebste Grüße, Aleshanee

  3. Hallo Steffi,
    ich liebe meinen Tolino und möchte nicht mehr ohne sein. Mein erster eBook Reader (den ich vor etwas mehr als 10 Jahren gekauft habe) hatte noch kein Licht, er funktioniert noch, musste aber irgendwann weichen. Angeschafft hatte ich ihn, weil ich einen langen Arbeitsweg hatte und ständig Rückenschmerzen, weil ich dicke Bücher durch die Gegend getragen habe.
    Jetzt, mit Licht, ist es einfach perfekt. Riesige Buchauswahl dabei, nicht auf Lichtquellen angewiesen, geringes Gewicht, geringer Platz und dank Onleihe auch geringere Kosten. Mein Bücherregal freut sich auch, es ziehen zwar trotzdem hin und wieder Prints ein, aber sehr viel weniger.

    Wenn ich dann doch mal ein Print lese, kommt es vor, dass ich die Seiten antippe, aber sie blättern dann einfach nicht :D

    Viele Grüße
    Anja

    1. Hey Anja,
      das mit dem Antippen ist mir noch nicht passiert. Aber das könnte auch ich sein. :D :D
      Ich gebe dir bei allem absolut recht. <3

  4. Als Buchblogger habe ich natürlich auch Print gerne in der Hand und lese sehr gerne auf gedrucktem Papier als aus der Datei. Aber der Tolino, den ich auch seit über 2 Jahren schon besitze, hat für mich eine handvoll unschlagbarer Vorteile, die ich nicht mehr missen möchte.
    1. Lesen im Bett ist für mich mit dem e-Book-Reader um eine vielfaches angenehmer, da ich ihn mit einer Hand halten kann. Außerdem hilft die Beleuchtung ungemein, sodass ich auch lesen kann, ohne eine Lampe an zu haben
    2. Überall mit hinnehmbar. Okay, ist ein Printbuch auch, aber wie Du es beispielsweise auch beschreibst, in manchen Situationen unpraktisch
    3. Ich mag es sehr, das man die Schriftgröße etwas größer stellen kann, was meinen Augen zugute kommt. Die Schriftgröße im Print ist manchmal schon etwas schwierig für mich und logischerweise nicht anpassbar

  5. Hey Steffi,

    ich habe deinen Beitrag gerade über die Stöberrunde von Weltenwanderer gefunden und finde ihn super aufgezogen. Ich habe im letzten Jahr auch den Ereader wieder für mich entdeckt und mir einen PocketBook Reader zugelegt, wodurch sich mein Leseverhalten in den letzten Monaten ebenfalls deutlich verändert hat.

    Liebe Grüße
    Sophia

    1. Hey Sophia,
      einen Pocketbook hatte ich auch im Blick. Dass Pocketbook mit Koops um sich wirft, hatte ich auch schon gehört.
      Hab ganz viel Spaß mit dem Pocketbook.

  6. Guten Morgen, Steffi,
    ich habe es ausprobiert mit dem EbookReder und festgestellt, ich mag es nicht. Ich kann mich damit nicht anfreunden. Jetzt liegt er im Regal und verstaubt. Okey, weggeben tue ich ihn auch nicht.. ne. Aber ich kann nicht da auf den Bildschirm starren und lesen. Ich bleibt da Old School, auch wenn es inzwischen ein bischen Platzmangel gibt. ABER es gibt ja noch die Regale über die Tür, die man anbringen kann und Nischenregale :-D
    Liebe Grüße
    Anja vom kleinen Bücherzimmer

    1. Hey Anja,
      ich finds vollkommen okay, dass es nichts für dich ist. :) Ich kann es auch vollkommen nachvollziehen. <3
      Jede Ecke wird genutzt. :D Das ist cool.

  7. Hallo Steffi,

    ich glaube, ich habe meinen ersten Reader seit 2016. Der funktioniert noch einwandfrei, durfte aber einen aktuelleren Modell weichen, das ein (wasserfestes) Weihnachtsgeschenk war.

    Alle Vorteile, die du hier beschreibst, bzw. Vorurteile, kann ich so unterschreiben. Ich mag es auch, dass ich die Schriftgröße größer stellen kann, weil das angenehmer für die Augen ist. Und abends beim Lesen im Bett finde ich die Beleuchtung toll, weil die meinen Mann – im Gegensatz zur Nachttischlampe – nicht stört.

    Liebe Grüße
    Nicole

    1. Hey Nicole,
      ja genau, das mit der Nachtischlampe ist ebenfalls ein sehr gutes Argument.
      Es ist absolut praktisch, wenn man die nicht anhaben muss und man stört den Mann nicht beim Schlafen.

  8. Hallo Steffi,
    ich mag zwar auch das haptische Gefühl neuer Bücher und deren Geruch, aber bin ebenfalls begeistert von meinem Tolino, den ich seit über einem Jahr habe und nutze.
    Vor allem deshalb, weil er eben kein aktives Display hat, sondern wirklich fast so ist, wie auf Papier zu lesen, nur eben mit ein paar mehr Features zum Einstellen.
    Viel Spaß weiterhin mit deinem Reader!
    LG Petra

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