Rezension zu China 2052 von Dominik A. Meier

China 2052 von Dominik A. Meier

“Die Wege der Railroad sind anstrengend, gefährlich und oft genug tödlich, doch wer sie übersteht, den erwartet die Freiheit. Das Untergrundnetzwerk schmuggelt Menschen aus China in den Westen, unterstützt von unzähligen Helfern. Joshua Reynolds ist einer von ihnen. Seine Arbeit ist riskant, aber erfolgreich. Doch als er eines Tages keine Überlebenden auffindet und das Tattoo eines roten Lotus seine einzige Spur ist, begibt er sich auf eine Suche entgegen der Railroad. Er muss das nahezu unsichtbare Netzwerk infiltrieren. Bald schon gerät er in einen Schattenkrieg, der nicht nur die Railroad, sondern die ganze Welt betrifft – und über allem steht der rote Lotus.”
~ Klappentext

Meine Meinung

Der rote Lotus… Irgendwie verrückt, was so eine wunderschöne Blume so ausrichten kann. Ja okay, es geht nicht um die Blume im physischen Sinne, sondern um ein Tattoo, welches wirklich besonders ist. Auch die Trägerin ist sehr besonders. Dazu werde ich aber nicht viel schreiben, denn das musst du selber herausfinden.

Ich finde den Grund der Geschichte richtig krass. Ein Untergrundnetzwerk, welches Menschen aus China herausschmuggelt. Ich gehe schwer davon aus, dass es so etwas in der realen Welt auch gibt. Und es macht mich traurig, dass es sowas gibt. Dass es diese Plattform überhaupt gibt und Menschen so verzweifelt sind, diese auch zu nutzen. Was geht in einen Menschen vor, dass man so verzweifelt ist, dass man sich schmuggeln lassen muss. Das ist ein Thema, welches immer aktuell ist und auch bleiben wird. Welche Hintergründe auf den jeweiligen Seiten stehen, kann ich als Außenstehende nicht sagen. Ich finde es allerdings unglaublich mutig von dem Autor, dass er sich dem angenommen hat.

“Wie viele sind es diesmal?”
~ Buchbeginn

Naja, nicht nur angenommen sondern auch noch einen Thriller daraus gebaut hat. Dass der Autor Thriller schreiben kann, dass er hat er schon öfters bewiesen. Seine Thriller sind nicht unbedingt sehr blutig. Es spritzt kein Blut und es gibt keinen Serienkiller, der sein Unwesen treibt. Die Thriller von dem Autor haben eine Geschichte, die oft ins Fiktive geht. Oder eben auch nicht, wie er in diesem Buch beschreibt. Auf jeden Fall ist ein Thriller von diesem Autor immer spannend und ja, dieses Buch ist durchweg spannend. Ich konnte es einfach nicht mehr weglegen, als ich einmal damit angefangen habe zu lesen.

Dass nicht nur die Railroad wichtig in diesem Buch ist, ist nachzuvollziehen. Es gibt eine Geschichte, die die Railroad schon fast in den Hintergrund drängt. Mit dieser Geschichte bzw. dieser Wendung habe ich so gar nicht gerechnet. Und ich finde es richtig genial. Von Anfang an war mir gar nicht klar, wie wichtig der Lotus noch werden wird.

“Ganze Völker ziehen immer wieder in den Krieg für Dinge und Menschen, die sie nie gesehen oder auch nicht verstanden haben. Es ist nicht an uns, zu entscheiden, was es wert ist, dafür zu kämpfen.”
~ S. 122

Einziger Kritikpunkt ist für mich der Protagonist, den ich einfach nicht einschätzen kann. Einerseits tut er den harten Kerl, dem man nichts vormachen kann. Und dann andererseits ist es der Charakter, der als erstes weinend zusammenbricht. Mir fehlt hier ein wenig die rote Linie. Die Konstante im Buch, wo doch die Geschichte sich in eine andere Ecke wandelt. Schwierigkeiten hat es mir auch gemacht, dass mal der Nachname und mal der Vorname der Charaktere genannt werden. Für mich ist es schwierig, dann diesen Charakter zuzuordnen. Es gab eh nicht so viele in der Geschichte, aber dieses hin und her hat es mir nicht gerade einfach gemacht einen Charakter zuzuordnen.

Auch das Ende des Buches hat mich überrascht. Ich habe damit so überhaupt nicht gerechnet. Aber ich finde es großartig, dass das Ende so gekommen ist. Es macht die Geschichte für mich rund.

“Ein Mensch, der so intelligent ist wie du, der so viel verloren hat un deinen solchen Zorn in sich trägt, überwindet seinen Schmerz. Du lässt dich nicht von Emotionen treiben.”
~ S. 331

Von mir gibt es eine Leseempfehlung für das Buch.

Das Cover

Ich mag das Cover richtig gerne. Auch wenn rot so gar nicht meine Farbe ist, passt es einfach perfekt zum Inhalt und das zählt.

China 2052 von Dominik A. Meier

Fazit

Eine geniale und unglaublich spannende Geschichte. Der Protagonist ist nicht ganz meins gewesen. Dennoch ist das Buch rund und es hat Spaß gemacht zu lesen.
Rezension Sterne
4/5 Sternchen
(ganz gut)
Das schwarze Mal

WerbungZum Buch
“China 2052” von Dominik A. Meier
Thriller
Selfpublish | erschienen am 07.10.2019
341 Seiten | Taschenbuch | ISBN 9781698310619 | 14,99 EUR
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Autor.
Vielen Dank an den Autor für das Rezensionsbuch. ♡

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3 Kommentare bei “Rezension zu China 2052 von Dominik A. Meier

  • Liebe Steffi,

    wie du schon selbst geschrieben hast, es ist hart, dass Menschen geschmuggelt werden. es ist hart, dass damit gehandelt wird…
    Allerdings ist die Thematisierung und Ansprache wichtig, wenn auch in einem gut verpackten Thriller. plottechnisch scheint es gut zu sein, schade, dass der Prota nicht so ganz rund war.

    Liebe Grüße
    Tina

    • Hey Tina,
      wichtig ist es auf jeden Fall und China ist sicherlich nicht das einzige Land, dass es macht. ;)
      Die Welt werden wir nicht mehr ändern können, auch wenn es immer wieder thematisiert und angesprochen wird. Jedenfalls nicht in unserer Generation. Aber das ist eine Grundsatzdiskussion, die nichts mit dem Buch zu tun und bei mir auf dem Blog zu suchen hat. :)

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