Rezension

Rezension zu Zerrissene Erde von N.K. Jemisin

Zerrissene Erde von N.K. Jemisin
“Inmitten einer sterbenden Welt hat die verzweifelte Essun nur ein Ziel: ihre Tochter aus den Händen eines Mörders zu befreien, den sie nur zu gut kennt.
Seit sich im Herzen des Landes Sansia ein gewaltiger Riss voll brodelnder Lava aufgetan hat, dessen Asche den Himmel verdüstert, scheinen immer mehr Menschen dem Wahnsinn zu verfallen. So lässt der Herrscher seine eigenen Bürger ermorden. Doch nicht Soldaten haben Essuns kleinen Sohn erschlagen und ihre Tochter entführt – sondern ihr eigener Ehemann! Essun folgt den beiden durch ein Land, das zur Todesfalle geworden ist. Und der Krieg ums nackte Überleben steht erst noch bevor.”
~ Klappentext

Meine Meinung


Endzeit ist aktuell ein recht großes Thema, denn irgendwie erscheinen immer mehr Bücher darüber. Habe ich so das Gefühl. Aber ich mag das Thema wirklich gerne, weil es ja doch präsent ist. Ich finde es interessant, wenn die Autoren aktuelles aufgreifen und weiterdenken. Was könnte passieren? Wie würde es mit unsere Welt weitergehen, wenn das oder das passiert.
Okay, hier ist es etwas sehr weit hergeholt und es wird eine große Portion Fantasy in die Geschichte gemixt. Ein Endzeit-Fantasy-Buch fand ich von Anfang an sehr spannend, weswegen ich es auch unbedingt lesen wollte.

Ich bin kein Mensch, der sich sehr an Rechtschreib- und Grammatik-Fehler hochzieht. Fehler passieren, wo Menschen arbeiten. Aber in diesem Buch ist ein Fehler, über den ich einerseits gelacht und andererseits etwas die Stirn gerunzelt habe. Mit so einen groben Fehler hätte ich bei einem Verlagsbuch nicht gerechnet. Aber das beweist doch, dass niemand perfekt ist. Ich werde das nicht in die Bewertung von dem Buch fließen lassen, wollte es aber trotzdem erwähnen.


“Beginnen wir mit dem Ende der Welt, ja?”
~ Buchbeginn


Das Buch ist unheimlich düster und bedrückend. Die Stimmung, die beim Lesen überbracht wird, ist nicht unbedingt negativ, aber auch nicht positiv. Es ist als würde nie wieder die Sonne scheinen. Es passt aber zu der Geschichte.
Der Schreibstil der Autorin ist auch entsprechend düster und teilweise nicht einfach. Aber auch hier passt es wirklich sehr gut dazu. Sie nennt das Kind beim Namen und nichts wird verschönt. Das mag ich bei Autoren sehr gerne, wenn das Buch sowieso schon so ernst ist.

Interessant finde ich, dass wir hier 3 Sichtweisen haben. Zwei Sichtweisen sind in der üblichen Draufsicht geschrieben. Eine ist im “Du”. Du bist der Charakter und der Charakter ist du. Es war ungewohnt das so zu lesen und sich wieder darauf einzulassen. Aber ich fand es großartig, weil ich es so noch nie gelesen habe.
Ohne Spoilern zu wollen, kann ich leider nicht mehr viel sagen. Die drei Sichtweisen scheinen zum Ende des Buches anders zu sein, als zu Anfang gedacht. Sehr genial gemacht.

Dass es ein 1. Band ist, von einer Trilogie scheinbar, habe ich auch erst recht spät erfahren. Eigentlich erst, als ich die Rezension geschrieben habe. Mich hat es gewundert, dass das Buch abgeschlossen ist, aber unheimlich viel offen bleibt. Gerade der Hauptgrund der einen Sichtweise bleibt komplett offen, was mich irgendwie nervt. Hier hätte ich mir wenigstens einen Hauch von Aufklärung gewünscht. Auch einige andere Dinge bleiben unausgesprochen. Da sie aber mit dem Buch abschließen, denke ich nicht, dass sie im nächsten Band wieder aufgerollt werden. Wenn es aber doch so wäre, wäre es cool.


“Die Erde mag es nicht, wenn sie eingeschränkt ist. Umleiten, nicht aufhalten, ist daher das Motto der Orogenen.”
~ S. 131


Bisauf ein Charakter sind alle anderen Charaktere recht oberflächlich gehalten. Da wären wir wieder bei den unausgesprochenen Dingen. Etwas mehr Tiefe hätte ich hier schon erwartet, gerade bei den Charakteren, die mit der Prota im engen Kontakt steht. Aber auch hier erhoffe ich mir einfach noch ein wenig Aufklärung in den nächsten Bänden.

Die Sache mit der “Zerrissenen Erde” ist immer präsent im Buch. Orogene sind im Übrigen Menschen, die Macht über Gesteine und so weiter haben. Um es einfach auszudrücken. Um diese dreht sich alles hauptsächlich.
Zum in Nachhinein ist das Buch recht wirr, aber am Ende logisch. Es ist schwer in Worte zu fassen.
Dennoch hat es mich sehr gut unterhalten und auch begeistert. Ich bin gespannt, wie es im 2. Band weitergeht.
Auf jeden Fall eine Leseempfehlung von mir.


Das Cover


Das Cover ist ein absoluter Hingucker und es passt einfach perfekt zum Inhalt.

Zerrissene Erde von N.K. Jemisin


Fazit


Ein paar Kleinigkeiten, die mir nicht so gut gefallen haben, aber es hat trotzdem viel Spaß gemacht zu lesen. Es ist dunkel und düster, ein toller Endzeit-Fantasy-Mix.

4/5 Sternchen
(ganz gut)

Die Buchreihe

Band 1 – Zerrissene Erde
Band 2 –
Band 3 –


Notizen


Weitere Blogger-Meinungen zu dem Buch
his and her books

Zum Buch
Fantasy / Utopie | Droemer Knaur | 496 Seiten | Klappenbroschur
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Verlag.
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsbuch. ♡


Loading Likes...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Beim Kommentieren werden dein Name, E-Mail, Kommentar sowie deine IP-Adresse und den Zeitstempel deines Kommentars gespeichert werden, um die Übersicht über Kommentare zu behalten und Missbrauch zu verhindern. Du kannst deinen Kommentar jederzeit wieder löschen. Mein Blog nutzt Gravatar, um dein Avatar beim Kommentar anzuzuzeigen. Deine verschlüsselte und für den Empfänger nicht reproduzierbare E-Mail-Adresse wird an Auttomatic geschickt, damit dein hinterlegtes Profilbild gegebenenfalls angezeigt werden kann. Detaillierte Informationen findest du in meiner Datenschutzerklärung.