Rezension

Rezension zu Wir kaufen einen Zoo von Benjamin Mee

Rezension zu Wir kaufen einen Zoo von Benjamin Mee
“Vor die Wahl gestellt, unter der Sonne Südfrankreichs fünfe gerade sein zu lassen oder aber einen heruntergewirtschafteten Zoo mitsamt Tieren vor dem sicheren Untergang zu bewahren, kann sich nur ein verrückter Engländer für Letzteres entscheiden. Benjamin Mee fackelte nicht lange – und zauberte aus den Ruinen des Tierparks Dartmoor eine blühende Zoolandschaft, die heute zu den beliebtesten Attraktionen Englands zählt. Vom Leben mit Tieren – im eigenen Zoo!”
~ Klappentext

Meine Meinung


Der Film “Wir kaufen einen Zoo” gehört zu meinen Lieblingsfilmen. Ich finde die Idee, dass eine kleine Familie ganz ungeplant einen Zoo kauft total genial. Selbstverständlich ist klar, dass es niemals so einfach gehen kann, wie es im Film dargestellt wird.
Deswegen wollte ich das Originalbuch schon lange lesen.

Zuerst muss ich sagen, dass der Film und das Buch schon sehr unterscheiden. Ich finde es sogar erstaunlich, dass aus diesem Buch dieser Film gemacht wurde. Es bedarf wirklich sehr viel Fantasy.


“Es war gegen sehr Uhr am Abend des 20. Oktober 2006, als Mum und ich den Dartmoor Wildlife Park in Devon zum ersten Mal als die neuen Besitzer betraten.”
~ Buchbeginn


Benjamin Mee, der wohl selber das Buch geschrieben hat, ist ein Journalist. Ich gehe jetzt davon aus, dass Journalisten in der Regel schreiben können. Das kann er auch, aber er hat es nicht geschafft mich in seinen Bann zu ziehen. Er versucht immer wieder witzig zu sein, was bei mir aber eher wie ein Versuch ankommt. Das macht das Lesen etwas anstregend.
Er erlebt, während den Behördengängen und auch dem Renovieren des kompletten Zoos einen schweren Schicksalsschlag. Er ist absolut krass und niemand möchte das erleben. Aber man merkt immer wieder beim Lesen eine Art Verbitterung. Einerseits kann ich es verstehen, aber andererseits möchte ich seine Erfahrung mit dem Zoo lesen.

Er erklärt wahnsinnig viel. Über die Tiere, die Pflanzen, seine Familie. Mir fehlt die Geschichte, die ich als Leser lesen möchte. Ich möchte keine Erklärung wie es alles war und woher der Affe kommt. Welche Tiere vom Aussterben bedroht sind. Ich möchte von dem Gelände lesen, wie es den Tieren geht. Was er erlebt hat und wie er sich eingelebt hat. Hier merkt man schon den Unterschied zwischen Journalist und Autor.


“Auch Riesenhornissen summten sich wie kleine, bösartige Kampfhubschrauber in unser Leben”
~ S. 28


Ich hatte gehofft, dass mir das Buch ein Setting in den Kopf setzt. Mit den Tieren und ihren schönen Gehegen. Praktisch vom ganzen Zoo. So, dass ich während des Lesens mit durch den Park gehe. Neben einem Handwerker stehe, der gerade ein Gehege repariert. Aber das ist leider so gar nicht passiert. Ein paar Kleinigkeiten sind etwas besser beschrieben, wie z.B. das neue Restaurant. Das kann ich mir gut vorstellen, wie es jetzt aussieht.

Ich habe den Eindruck, dass es so viel mehr zu erzählen gibt. Auch so viel mehr, was ich als Leser wissen möchte. Aber der Autor hält sich mit Fakten auf, die uninteressant sind. Für mich als Leserin, die einfach ein schönes Buch lesen möchte, ist es einfach zu unrund.


“Es war harte Arbeit, aber es kommt mir nicht vor wie Arbeit. Für mich ist es eine Berufung.”
~ S. 320


Leider hat mich das Buch enttäuscht. Ich weiß nicht, wie es mir gefallen hätte, wenn ich den Film nicht kennen würde. Wenn ich es mit mehr Abstand betrachte, dann hätte es mich wohl trotzdem nicht in seinen Bann gezogen. Dafür fand ich es leider zu langweilig. So schade!


Das Cover


Mein Buch ist die Filmausgabe. Ich mag die Schauspieler total gerne und deswegen passt es. Filmausgaben generell finde ich okay, wobei mir Originale immer besser gefallen.

Wir kaufen einen Zoo von Benjamin Mee


Fazit


Es hätte wirklich toll sein können, ist es aber leider nicht. Man merkt beim Lesen, dass der Autor eigentlich ein Journalist ist.

3/5 Sternchen
(okay)

Notizen


Weitere Blogger-Meinungen zu dem Buch
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Zum Buch
Erzählung / Gegenwartsliteratur | blanvalet | 320 Seiten | Taschenbuch
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Verlag.


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