Rezension

Rezension zu Was Alice wusste von T.A. Cotterell

Was Alice wusste von T.A. Cotterell
“Die erfolgreiche Malerin Alice Sheahan lebt mit ihrem Mann Ed, einem angesehenen Arzt, in Bristol. Sie ist stolz auf das nahezu perfekte Leben, das sie führen, bis ihre Welt auseinanderbricht: Ed gerät nach einer durchzechten Nacht in den Verdacht, eine junge Frau ermordet zu haben. Doch obwohl Alice ein blaues Seidenhalsband in seiner Jacketttasche entdeckt, beteuert Ed seine Unschuld. Dann taucht plötzlich Marianne auf, eine ehemalige Freundin von Alice, zu der sie keinen Kontakt mehr hatte. Sie zeigt Alice ein Foto, das Eds Version der Mordnacht als Unwahrheit entlarvt. Und Alice wird zerrissen in einem gefährlichen psychologischen Spiel, das sie schließlich einen fatalen Fehler begehen lässt …”
~ Klappentext

Meine Meinung


Mit diesem Buch hat der Autor sein Debüt erscheinen lassen. Ich finde es mutig, dass er sich direkt an einem Psychothriller versucht. Ich lese viele Thriller und freue mich immer, wenn ich einen neuen Autor entdecke. Wenn dann mich dann noch sein Buch regelrecht anlockt. Perfekt! So war das auch bei diesem Buch.
Der Klappentext hat mich wirklich sehr angezogen. Dann noch der Titel dazu und es versprach ein wirklich guter Thriller zu werden. Leider verrät der Klappentext so ziemlich alles, was in diesem Buch passiert. Außer das Ende.

Entsprechend bin ich mit höheren Erwartungen an das Buch gegangen. Ich hatte gehofft, dass Alice einiges weiß, was sie nicht verrät. Dass ich eine starke Frau begleite, die ihre Geheimnisse hat. Die vielleicht nur wir Leser mit ihr Teilen. Ja, nee. Leider nicht. Alice ist eine sehr emotionale Frau, der es schwer fällt ihre Wahrheit zu finden. Aus diesem Grund hat mich das Ende des Buches zwar überrascht, aber ich kann es nachvollziehen.


“Ein Porträt ist das Streben nach der Wahrheit.”
~ Buchbeginn


Der Psycho-Part kommt in diesem Buch leider viel zu kurz. Dadurch, dass Alice sehr emotional ist, lässt es wenig Spielraum. Ich muss auch ehrlich gestehen, dass ich kein sehr sensibler Mensch bin. Es ist schwierig für mich die Geschichte bzw. “den Psycho” in der Geschichte nachzuvollziehen.
Die Geschichte um Marianne empfinde ich als überflüssig. Ich habe das Gefühl, dass sie reingeschrieben wurde, um ein wenig Fülle in das Buch zu bekommen. Hier hätte ich mir aber vielleicht ein wenig mehr über das Opfer bzw. der durchzechten Nacht gewünscht. Etwas mehr, was mit der eigentlichen Geschichte zu tun hat.

Der Schreibstil des Autors ist schwierig zu lesen. Es hat ein wenig gedauert, bis ich drin war und ihm folgen konnte. Genervt haben mich die Seitenhiebe, die er ständig ausgeteilt hat, wie z.B. auf Seite 28 “Die Wolken zogen lustlos über den Himmel, wie ein Teenager in Kapuzenpullis, die Luft war schwülwarm.” Solche Stellen kommen öfters im Buch vor. Ich habe den Eindruck, dass der Autor sich hier Luft machen möchte, bei allem, was ihn auf dieser Welt annervt. Das hat aber, meiner Meinung nach, nichts in dem Buch zu suchen. Sei es seine politischen Ansichten oder ob er Jugendliche in Kapuzenpullis nicht mag.
Und obwohl Alice ein so emotionaler Mensch ist, ist der Schreibstil des Autors an sich leider sehr monoton. Hier kann sehr gerne noch mehr gespielt werden. Gerade beim Psychothriller darf sich gerne mal gegruselt werden.

Leseempfehlung möchte ich an die Leser aussprechen, die gerne mal einen Psychothriller lesen möchten, sich aber nicht richtig trauen.


Das Cover


Das Cover finde ich richtig genial. Es ist ein typisches Thriller-Cover.

Was Alice wusste von T.A. Cotterell


Fazit


Ein sehr leichter Psychothriller, der weniger spannend ist. Viele Kleinigkeiten, die nicht passten.

2/5 Sternchen
(naja)

Notizen


Weitere Blogger-Meinungen zu dem Buch
Papier und Tintenwelten

Zum Buch
Psychothriller | Goldmann Verlag | 320 Seiten | Broschur
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Verlag.
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsbuch. ♡


Loading Likes...

6 thoughts on “Rezension zu Was Alice wusste von T.A. Cotterell”

  1. Oh, das klingt ja jetzt nicht so sehr begeistert. Hihi. Aber ist auch schön, wenn du mich sozusagen vorwarnst. Ich hab nämlich schon oft gedacht, dass ich mich auf deine Tipps gut verlassen kann. :) Ich lese so gern bei dir!
    Viele Grüße, Lisa

  2. Ich feier deinen Satz!! :D (“Ja, nee. Leider nicht.”) und leider hatte ich genau das schon erwartet, was du hier schilderst! Und ein Debüt mit einem Psychothriller ist wirklich gewagt, denn besonders das Genre benötigt so viele Aspekte die passen müssen! Ich liebe solche Bücher, aber leider leider können die wenigsten am Ende überzeugen – zu mindestens in der letzten Zeit. Hast du “The Ending” schon gelesen? Vielleicht wäre das ja eines das dir ebenso wie mir gefällt (=

    Sonnige Grüße meine Feine!

    1. Gewagt ist es schon, aber es haben schon viele Autoren bewiesen, dass es machbar ist. ;)
      Nein, das Buch kenne ich nicht. Ich schaue es mir mal an. :)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Beim Kommentieren werden dein Name, E-Mail, Kommentar sowie deine IP-Adresse und den Zeitstempel deines Kommentars gespeichert werden, um die Übersicht über Kommentare zu behalten und Missbrauch zu verhindern. Du kannst deinen Kommentar jederzeit wieder löschen. Mein Blog nutzt Gravatar, um dein Avatar beim Kommentar anzuzuzeigen. Deine verschlüsselte und für den Empfänger nicht reproduzierbare E-Mail-Adresse wird an Auttomatic geschickt, damit dein hinterlegtes Profilbild gegebenenfalls angezeigt werden kann. Detaillierte Informationen findest du in meiner Datenschutzerklärung.