Rezension zu Unsterbliches Vermächtnis von Amanda Godebronn

Unsterbliches Vermächtnis – Das Hirsch-Erbe von Amanda Godebronn

“Das unbeschwerte Teenagerleben der siebzehnjährigen Liz nimmt eine dramatische Wendung, als sie das alte Familienanwesen erbt, wo sich ihr ein ungeheuerliches Geheimnis um ihre Abstammung aus der Familie Hirsch enthüllt. Inmitten der alltäglichen modernen Welt begegnet sie Wesen wie aus fantastischen Legenden und wird in eine uralte Fehde rivalisierender Sippen von Vampiren und Werwölfen verstrickt. Eine rätselhafte Prophezeiung aus grauer Vorzeit weist ihr den Weg zu ihrer besonderen Bestimmung, die sich als Vermächtnis und als Fluch zugleich entpuppt. Es scheint, als besitze sie, ohne es zu wissen, den Schlüssel zum endgültigen Sieg über ihre Feinde. Bald schon entwickelt sich Liz von einem naiven Mädchen zu einer entschlossenen Kämpferin und gerät in höchste Gefahr. Wird sie das schreckliche Schicksal, das ihr droht, noch abwenden können?”
~ Klappentext

Meine Meinung

Dieses Buch ist das Debüt einer jungen Autorin. Ich freue mich immer sehr, wenn ich ein Debüt lesen darf. Ist ja schon irgendwie was Besonderes. Und ich versuche auch nicht ganz so streng zu sein bei meiner Rezension. Dieses Debüt ist auch gleich der Auftakt in eine neue Reihe.

Werwölfe gegen Vampire. Nichts Neues, aber gerne mal neu erzählt. Ich lasse mich da gerne überraschen, was es Neues in der Fantasywelt gibt und ob der Autor bzw. die Autorin mich wieder in die Welt ziehen kann.
In die Welt gezogen hat die Autorin mich auf jeden Fall. Sie ist ganz weit in die Vergangenheit gegangen und hat bei Bram Stoker angesetzt, was ich sehr interessant finde. Das habe ich selten in Fantasy bzw. Jugendbüchern gelesen, dass so weit ausgeholt wird.

“Der Schriftsteller und Vampirjäger Bram Stoker zog sich sein Jackett über, bevor er schnellen Schrittes sein Anwesen verließ.”
~ Buchbeginn

Ich fand den Schreibstil der Autorin am Anfang sehr interessant. Er passt perfekt zu dem Rückblick mit dem das Buch beginnt. Der Schreibstil der Autorin passt nämlich perfekt in historische Romane. Aber nach und nach fand ich ihn leider zu anstrengend. Es war als würde ich einen offiziellen Brief lesen. Ich hoffe, die paar Zitate können unterstreichen, was ich meine.

Es gibt Stellen in dem Buch, die sind zu viel beschrieben, wie z.B. das Aussehen einzelner Charaktere. Mir als Leser ist es egal, ob jemand schulterlange, gelockte Haare hat oder ob jemand anders übergewichtig ist. Wenn es für die Szene keine Relevanz hat, ist es unnötig.
Andererseits gibt es wieder rum Stellen, die gerne etwas mehr hätten haben können. Die einzelnen Settings zum Beispiel, wie z.B. das Haus von der Großmutter.
Das Feingefühl fehlt der jungen Autorin noch, aber ich bin absolut überzeugt, dass sie das hinbekommen wird.

“Meine Großmutter hatte früher immer gesagt, dass ein Tag ohne Lächeln ein verlorener Tag sei. Nur wer in jedem Tag etwas Gutes sehe, kenne die Bedeutung des wahren Glücks.”
~ S. 54

Die ganze Geschichte ist zu perfekt und zu einfach. Jede Szene läuft entweder direkt rund oder sie wird schnell wieder gut. Alle sind nett zu einander und haben sich lieb. Liebesbeziehungen sind zu schnell da und genauso schnell wieder vorbei. Auch wenn es ein Fantasybuch ist, es spielt in der realen Welt und das ist absolut krass so. Ich möchte hier auch nicht zu viel verraten. Der Plot gefällt mir wahnsinnig gut, kann aber definitiv noch mehr Höhen und Tiefen ab. Es ist zu gradlinig für meinen Geschmack.
Leider sind auch ein paar kleine Logikfehler vorhanden. Ich habe lange überlegt, ob es vielleicht anders gemeint war, als es da steht. Aber nein, eigentlich kann man es nicht anders verstehen.

Ja, es kommen auch böse Charaktere vor, aber denen kaufe ich es leider nicht ab, dass sie böse sind.
Im Klappentext heißt es “…Liz von einem naiven Mädchen zu einer entschlossenen Kämpferin…”. Leider nein. Liz bleibt naiv bis zum Ende, was mich wirklich etwas nervt. Denn sie hat in ihren jungen Jahren schon viel durchgemacht und hätte eigentlich in einigen Situationen anders handeln müssen. Alleine schon aus ihrer Erfahrung heraus.
Anders kann ich es leider nicht sagen. Ich hoffe sehr für sie, dass sie sich im zweiten Band zu einer Kämpferin entwickelt.
Liz wirkt teilweise nicht nur naiv, sondern auch sehr arrogant. Ich weiß allerdings nicht, ob ich das auf den Schreibstil schieben möchte und der sie nur arrogant wirken lässt.

“Und so konzentrierten Steffi und ich uns auf ganz andere Themen wie die Schule. Während des Vortrags erwiesen wir uns als eingespieltes Team und bekamen sogar eine Eins.”
~ S. 149

Ich finde es schwierig dieses Buch zu bewerten, denn es ist ein Debüt der Autorin und ich möchte ihr Buch nicht kaputt machen. Das Buch ist nicht perfekt, aber es steckt sehr viel Potential da drin und ich gehe davon aus, dass die Autorin das nutzen wird.
Das Ende des Buches ist sehr offen und ja, sogar spannend. Ich freue mich schon darauf zu erfahren, wie es weiter geht.

Das Cover

Das Cover ist leider so dunkel. “Hirsch” ist im Übrigen der Nachname der Familie und nicht das Tier. Ich war da auch erst etwas verwirrt.

Rezension Unsterbliches Vermächtnis – Das Hirsch-Erbe von Amanda Godebronn

Fazit

Für ein Debüt ist es okay. Das Buch hat viel ungenutztes Potential und ein paar Ecken und Kanten. Es ist nicht perfekt, aber es hat Spaß gemacht das Buch zu lesen.

3/5 Sternchen
(okay)
Rezension Unsterbliches Vermächtnis – Das Hirsch-Erbe von Amanda Godebronn

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“Unsterbliches Vermächtnis – Das Hirsch-Erbe” von Amanda Godebronn
Fantasy, Jugendbuch
Selfpublish, Books on Demond | erschienen am 14. Juni 2019
208 Seiten | Band 1 | Paperback | ISBN 9783738606102 | 8,99 EUR
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen von der Autorin.
Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsbuch. ♡

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