Rezension zu Tumor – Totgeburt von Dominik A. Meier

Tumor - Totgeburt von Dominik A. Meier

“Erst wenige Wochen ist es her, seit der Kontakt zu einem geheimen Forschungsinstitut am Ende der Welt abgebrochen ist. Es gibt kaum mehr als Gerüchte über eine Katastrophe, die sich in den Tiefen des gewaltigen Komplexes ereignet haben soll, doch weder Regierung noch Militär haben Interesse daran, dass auch nur ein Wort an die Öffentlichkeit gelangt. Und so erreichen nach und nach jene Menschen das Institut, die das Schweigen nicht akzeptieren wollen. Ein paar wenige, darunter ein Mann, der von allen nur Maske genannt wird, unternehmen einen gewagten Vorstoß in die Dunkelheit des Instituts. Ein Vorstoß, der Ereignisse ins Rollen bringt, die die Erde für alle Zeiten verändern werden, und der Dinge zu Tage fördert, die für immer hätten verloren bleiben sollen.”
~ Klappentext

Meine Meinung

Ich mag die “Tumor”-Reihe richtig gerne. Ganz am Anfang, den ersten Band, denn der hat mich ins “Tumor”-Reich hineingezogen und irgendwie auch nicht wieder raus gelassen. Dieses geheime Forschungslabor, wo viel passiert ist und nach wie vor passiert. Schon sehr cool. Vor allem hat die Geschichte extrem viel Potential und ja, das nutzt der Autor auch aus.
Am Ende des letzten Bandes der “Tumor”-Reihe kamen dann allerdings ein paar Fragen bei mir auf, da schon ein paar Löcher in der Geschichte sind. Deswegen war ich hocherfreut, dass es ein Prequel gibt. Und ja, auch dieses Buch habe ich wieder verschlungen, allerdings sind immer noch viele Fragen offen. Ich hoffe sehr, dass der Autor hier noch ein bisschen Erbarmen hat und die offenen Lücken schließt.

Es ist mega, dass man das Buch bzw. eigentlich die ganze Reihe in keine Genre-Schublade stecken kann. Es ist Thriller, Science Fiction, Dystopie mit etwas Horror. Es ist einfach großartig, wenn ein Autor sich nicht an Schema-F hält, sondern einfach drauf los schreibt. Ganz egal, ob es Grenzen gibt oder nicht.

“Das monotone Dröhnen des Motors begleitet mich wie ein Schatten.”
~ Buchbeginn

Dass der Autor seine “Tumor”-Reihe liebt, merkt man sehr. Ich habe schon andere Bücher von ihm gelesen, die nicht unbedingt zu meinen Favoriten gehören. Bei dieser Reihe merkt man schon, dass er sie sehr mag und die Welt, die er da erschaffen hat. Und wo ich oben schon von Grenzen schreibe… Ich habe den Eindruck, dass sich der Autor von Buch zu Buch mehr traut. Er wird sicherer was das “Böse” angeht. Er setzt sich selber neue Grenzen und überschreitet diese. Hier ist z.B. etwas was ihn selber sicherlich viel Überwindung gekostet hat. Was es genau ist, das musst du allerdings selber lesen. Ich denke, dann kannst du verstehen was ich meine.

Dass der Titel “Tumor” nichts mit einer Krankheit zu tun hat, sondern eine andere Bedeutung hat, ist auf dem ersten Blick schwer zu ersehen. Nur der Insider weiß, dass mit Tumor eine ganz andere Gewalt gemeint ist als die Krankheit. Wobei ich denke, ich kann verraten, dass das Institut mit Tumor gemeint ist. Auch hier musst du dir den Rest selber erlesen.

“Weil es Dinge im Leben gibt, vor denen man nicht weglaufen sollte. Das Institut gehört dazu. Was hier geschehen ist, wird eines Tages Auswirkungen auf die gesamte Welt haben.”
~ S. 31

Sehr cool ist allerdings, dass man ein wenig Hintergrundwissen von Charakteren bekommt, die man durch mehrere Bücher begleitet hat. Die einen schon irgendwie ans Herz gewachsen sind. Einen ganz besonderen Charakter meine ich damit. Irgendwie ist gerade dieser Charakter immer wieder dabei und das ist so schön. Irgendwie schon ein kleiner roter Faden, der sich durch die Reihe schlängelt. Ich finde es großartig, dass ich noch ein wenig mehr von den Charakteren zu lesen, die ich mag.

Während ich das Buch gelesen habe, habe ich immer wieder überlegt, wie dieses Prequel zum ersten Band anschließen soll. Denn es ist ja ein “Wie alles begann”. Und dann kam das Ende des Buches und ich war immer noch nicht schlauer, denn das hat mich absolut verwirrt. Aber dann habe ich es einfach mal sacken lassen und schon war mir einiges klar. Einerseits mag ich es, wenn ich ein wenig mitdenken muss, aber andererseits hätte das gerne etwas direkter klar gestellt werden können.
Man muss schon den 1 Band noch grob im Kopf haben, um den Zusammenhang zu sehen.

Schwierig finde ich es eben, wenn man dieses Buch liest ohne wenigstens den ersten Band der “Tumor”-Reihe zu kennen. Es kann natürlich passieren, dass erst dieses Buch gelesen wird, bevor zur Hauptreihe gegriffen wird. Ich fürchte, dass in diesem Prequel nicht genügend Infos zum Hintergrund gibt. Ich kann es verstehen, dass es schwierig ist eine Vorgeschichte zu einer vorhandenen Geschichte zu schreiben und alle Fakten noch mal zu erwähnen. Man hat ja noch die Hauptgeschichte im Kopf… Für den Leser, der erst zu diesem Buch greift bevor er mit “Tumor” startet, könnte es abschreckend wirken.

“Die Kreaturen die über uns herfallen konnten, griffen nicht nur von vorn oder hinten an.”
~ S. 290

Ich kenne aber die “Tumor”-Reihe und ich mag sie unheimlich gerne. Deswegen gibt es von mir eine Lesempfehlung für die Vorgeschichte.

Das Cover

Das Cover sagt eigentlich alles aus, was im Inhalt steckt. Trotzdem sehr verstörend in der Kombi mit dem Titel…

Tumor - Totgeburt von Dominik A. Meier

Fazit

Ein mega Prequel, auch wenn es hier und da ein paar Kleinigkeiten gibt, die nicht ganz perfekt sind.

Rezension Sterne
4/5 Sternchen
(ganz gut)

Die Buchreihe

Band 1 – Tumor
Band 2 – Maschinenengel
Band 3 – Project No_Face
Band 4 – Glutwelt
Prequel – Tumor – Totgeburt

Tumor - Totgeburt

WerbungZum Buch
“Tumor – Totgeburt” von Dominik A. Meier
Thriller, Dystopie, Science Fiction
Selfpublish | erschienen am 18.11.2019
375 Seiten | Taschenbuch | Prequel | ISBN 9781709246920 | 14,99 EUR
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Autor.
Vielen Dank an den Autor für das Rezensionsbuch. ♡

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