Rezension | Sturm von Uwe Laub

Rezension | Sturm von Uwe Laub

2. März 2018 18 Von Steffi
„Weltweit häufen sich scheinbar unerklärliche Wetterphänomene. Australien: Extreme Wasserverdampfung bringt Ökosysteme zum Einsturz. Sibirien: Nach einem signifikanten Temperaturanstieg taut der Permafrostboden. Gebäude sacken zusammen, Straßen und Städte werden zerstört. Deutschland: Das Olympiastadion in Berlin wird von einem Tornado verwüstet, in weiten Teilen Hannovers wüten Hagelstürme. Zahllose Tote und Verletzte werden geborgen, die Nation ist im Schockzustand. Es beginnt der Kampf gegen einen Feind, der uns alle umgibt …”
~ Klappentext

Meine Meinung


Ich bin ein absoluter Fan von allem was mit dem Wetter zu tun hat. Ob es Filme sind oder Bücher, die auf der Grundlage von Wetter-Katastrophen bestehen. Deswegen konnte ich einfach nicht anders, als dieses Buch lesen. Der Klappentext hörte sich nämlich direkt nach einem Buch für mich an. Zum Inhalt braucht man eigentlich auch nicht mehr zu sagen, außer dass es sich noch in eine andere Richtung entwickelt. Ich bin mit dieser Wendung ziemlich überrascht worden. Denn mit dem “Feind” ist im Prinzip nicht das Wetter gemeint. Wer genau, musst du aber selber lesen.

Dennoch ist die Wendung unheimlich spannend, aber auch beängstigend zu gleich. Es gibt immer wieder Verschwörungstheorien, aber auch schon wissenschaftliche Bestätigungen. Obwohl das Buch zum größten Teil Fiktion ist, finde ich es unglaublich schade, dass der Autor sich diesen Verschwörungstheorien bedient. Ich finde, dass das Buch das nicht nötig gehabt hätte. Mir hat es auf jeden Fall ein Augenrollen entlockt. Es ist dieser Mix aus “Es könnte ja sein” und “Fiktion”, der bei mir ein merkwürdiges Gefühl auslöst. Einerseits ganz interessant, aber andererseits ein “Muss das sein?”. Dafür ist es wissenschaftlich wahnsinnig interessant.


“Mark Twain hat gesagt: Jeder redet über das Wetter, aber keiner tut was dagegen.”
~ S. 56


Dafür finde ich die Szenarien der einzelnen Katastrophen gut durchdacht und detailliert beschrieben. Es ist wirklich richtig gruselig zu lesen, was passieren könnte. Ich habe jede einzelne Szene abgekauft und im Kopf miterlebt.
Der Schreibstil des Autors gefällt mir auch wahnsinnig gut. Er hat mich auf den ersten Seiten eingefangen und nicht mehr losgelassen.

Es kristallisieren sich im Laufe des Buches Charaktere raus, die bis zum Ende bleiben und praktisch das Buch durchleben. Zu Beginn des Buches wird zwischen mehreren Ländern und Charakteren gesprungen, so dass ich leicht den Überblick verloren hatte. Die einzelnen Kapitel wechselten mit den Ländern recht schnell, aber das legte sich nach und nach. Je mehr die einzelnen Geschichten zusammen liefen, umso einfacher war es dann auch.
Die Charaktere waren okay. Es waren jetzt leider keine, die sich in den Kopf brennen und die man wiederlesen mag, aber das finde ich in diesem Buch zweitrangig.

Ich möchte eine dicke Empfehlung aussprechen für alle Leser, die auch gerne Wetter-Katastrophen lesen mögen.
Aber Achtung, es gibt eine Kindesentführung in dem Buch. Wer so etwas nicht lesen mag: Finger weg!

 

“Konfuzius sagt, der Mensch hat dreierlei Wege, klug zu handeln. Durch Nachdenken ist die edelste, durch Nachahmen der einfachste, durch Erfahrung der bitterste.”
~ S. 90

 

Das Cover


Ich mag das Cover unheimlich gerne. Es sind nur wenig Farben, aber die harmonieren so wunderschön miteinander.

 

Fazit


Sehr spannend geschrieben und die Katastrophen-Szenarien sind wirklich gut durchdacht. Allerdings gefallen mir die Erwähnung von Verschwörungstheorien nicht gut. Das hätte das Buch nicht nötig gehabt.
 
4/5 Sternchen
(ganz gut)
 

Notizen


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Zum Buch
Thriller | Heyne Verlag | 400 Seiten | Broschur
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Verlag.
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsbuch. ♡


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