Rezension zu Sakaya von Roland Simm

Sakaya von Roland Simm

“Der Journalist Thos vom Planeten Sakaya träumt von einer gerechteren Welt. Lange hat er gegen Korruption und Machtmissbrauch in seinem Land angeschrieben. Damit hat er sich nun ausgerechnet Naron, seinen Präsidenten, zum Feind gemacht.
Da verliebt sich Thos in eine Außerirdische vom Planeten T’Va. Doch ihr Glück ist nur von kurzer Dauer: Plötzlich ist sie verschwunden, obwohl ihr Körper dringend eine Regeneration benötigt. Hat Präsident Naron damit zu tun? Thos fasst den folgenreichen Entschluss, belastendes Material gegen den Regierungschef zu sammeln…”
~ Klappentext

Meine Meinung

216 Seiten umfasst dieses Buch. Mehr nicht. Und das Ganze aufgeteilt in 3 Kapitel.
216 Seiten klingt an sich nicht viel, aber ich habe leider wirklich sehr gekämpft mit dem Buch. Jedenfalls mit dem Anfang. Ich habe ewig gebraucht, um überhaupt in die Geschichte rein zu kommen. Bei Seite 130 ungefähr ging es dann langsam und ich habe den Rest in einem Rutsch durchgelesen. Wäre das Buch nicht so kurz gewesen, hätte ich wohl abgebrochen. Deswegen ist es wohl gar nicht so verkehrt, dass es nur 216 Seiten hat. Jedenfalls für mich.

Leider hatte ich auch Schwierigkeiten mit dem Schreibstil des Autors. Teilweise sind die Sätze sehr abgehackt, was mich in meinem Lesefluss sehr gestört hat. Normalerweise bin ich da nicht so, aber ich bin immer wieder ins Stocken geraten und immer wieder gestolpert. Kennst du das, wenn du gerade im Fluss bist und dann der Satz einfach endet. Es ist schwierig zu beschreiben, aber irgendwie hat es mich total gestört.

“Alles online, Pilot 7, wir warten auf Ihre Daten.”
~ Buchbeginn

Leider ist es auch – in meinen Augen – etwas unglücklich gewählt, dass es nur 3 Kapitel sind. Ich bin eine Kapitelleserin durch und durch. Das bedeutet, dass ich am Liebsten von Kapitel zu Kapitel lese. Mitten im Kapitel zu pausieren ist für mich, als würde man einen Film in der Mitte unterbrechen und dann später weiter schauen. Man möchte doch wissen, wie es weiter geht. Deswegen ist ein Kapitelende für mich immer ein guter Pause-Grund. Ja, wer das liest denkt jetzt vielleicht, dass man ja einfach weiter lesen kann. Aber jeder Mensch hat auch noch ein privates Leben, neben dem Lesen. Kapitel sind großartig! Lieber Autoren und Autorinnen, macht bitte viele davon.

Die Charaktere fand ich sehr interessant gewählt, wie auch das Setting. Fremde Welten, fremde Kulturen sind unglaublich spannend. Wenn es dann auf Aliens übertragen wird, warum nicht. Diese Bewohner von verschiedenen Welten waren alle sehr menschlich gehalten. Was mich zuerst irritiert hat, aber im Laufe des Buches immer logischer wurde. Ich glaube, der Autor möchte mit diesem Buch etwas sagen und hat da mal zu einer anderen Art gegriffen. Ich muss nur leider sagen, dass die Charaktere nicht so meins waren.

“Vor ungefähr 15 eurer Sonnenumläufe wurden die Ressourcen knapp, und eine größere Gruppe der Bewohner wolle sich nicht mit den Sparplänen der Regierung abfinden.”
~ S. 110

Denn der Autor zieht Parallelen zu uns. Politik, Wirtschaft, Natur… Alles, was in unserer Welt in den letzten Jahren quer liegt wird aufgegriffen. Teilweise in den Raum geworfen, teilweise positioniert sich der Autor auch. Ich habe schon öfters in Rezensionen geschrieben, dass ich persönlich es nicht mag, wenn ein Autor sich positioniert. Das kann er gerne privat in den Social Medien tun, aber nicht in seinen Büchern. Dafür ist die breite Masse einfach nicht gemacht und ich finde Bücher sind dafür einfach nicht geeignet.

Dennoch finde ich es sehr interessant, wie der Autor unsere Welt in die Welt seines Buches überträgt. Sogar weiter denkt, was passieren könnte. Wenn die Welt nicht weiter macht und was danach sein könnte. Ein Hauch von Utopie ist auf jeden Fall auch gegeben.

Die Geschichte an sich fing recht ruhig an und hatte leider nichts, was mich fesseln konnte. Politik ist nicht unbedingt mein Thema und dann Dinge zu lesen, die ich im realen Leben schon meide, machte es nicht gerade besser. Aber dann wurde es immer spannender und ich war dann dann auch im Buch drin.

Ich bin hin und her gerissen, ob ich das Buch empfehlen möchte. Aber vielleicht machst du dir einfach selber ein Bild.

Sakaya von Roland Simm

Fazit

Ich habe ein paar kleine Kritikpunkte, aber es war doch ganz nett unterm Strich. Ich freue mich sehr, dass ich es lesen durfte.
Rezension Sterne
3/5 Sternchen
(okay)
Sakaya

WerbungZum Buch
“Sakaya” von Roland Simm
Science Fiction
Selfpublish | erschienen am 09.08.2017
216 Seiten | Taschenbuch | ISBN 9783745009934 | 9,49 EUR
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Autor.
Vielen Dank an den Autor für das Rezensionsbuch. ♡

Weitere Blogger-Meinungen zu dem Buch
KeJasWortrausch

Signatur Buchblog angeltearz liest

Diesen Beitrag teilen und liken
Loading Likes...
Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.



* Beim Abschicken deines Kommentares akzeptierst du, dass deine Daten auf angeltearz-liest.de gespeichert und verarbeitet werden. Detaillierte Informationen findest du in meiner Datenschutzerklärung.