Rezension zu Sag niemals stirb von Tess Gerritsen

Sag niemals stirb von Tess Gerritsen

“Ein brennendes Flugzeug, eine Rauchwolke über dem Dschungeldickicht Vietnam, damit verliert sich jede Spur des Piloten Wild Bill Maitland. Wilone Maitland will sich damit nicht abfinden: Sie muss die Wahrheit über das Schicksal ihres Vaters herausfinden. Doch eine Mauer aus eiskaltem Schweigen und altem Hass machen aus ihrer Suche eine lebensgefährliche Mission: Zeugen werden erschossen, ein Anschlag auf Wilone verübt. Nur dem attraktiven Biologen Guy Barnard, der sie in die grüne Hölle begleitet, vertraut sie. Aber ein mörderischer Widersacher ist ihnen stets einen Schritt voraus.”
~ Klappentext

Meine Meinung

Tess Gerritsen ist eigentlich eine Autorin, auf die man sich verlassen kann, wenn man einen guten Thriller lesen möchte. Eigentlich.
Ich hatte nach diesem Buch gegriffen, weil der vorherige Thriller den ich ich gelesen habe, nicht sehr spannend war. Ich hatte die Hoffnung, dass die Autorin mich aus dem Thrillertief holen kann. Eigentlich hatte ich es sogar erwartet, dass sie mich da rausholt.

Dieses Buch ist allerdings kein typisches Gerritsen-Buch. Es fließt kaum Blut, es gibt verhältnismäßig wenig Leichen.
Aber dafür kann dieses Buch mit etwas anderem Trumpfen, nämlich mit der Geschichte. Ein Pilot, der Dreck am Stecken hatte – vielleicht – und einer Tochter, die diesen besagten Vater finden will. Im Dschungel und dabei gerät sie dann selber in Bedrängnis.
Diese Geschichte hat eine Grundspannung, das ist echt verrückt. Weil eigentlich passiert ja nicht so viel und eigentlich ist die Tiefe der Geschichte nicht wirklich vorhanden. Trotzdem hat es aber was.

“Dreißig Kilometer vor Muong Sam sahen sie die ersten Leuchtspurgeschosse den Himmel durchpflügen.”
~ Buchbeginn

Ich schiebe es auf den Schreibstil der Autorin, denn Tess Gerritsen kann es einfach. Sie ist eine DER Thrillerautorinnen und beweist mit diesem Buch, dass nicht immer viel Blut fließen muss. Obwohl ich etwas anderes erwartet habe, hat mich das Buch echt unterhalten. Die Autorin gehört nach wie vor zu meinen Lieblingsthrillerautorinnen, obwohl mich dieses Buch jetzt nicht ganz überzeugt hat. Sie hat es wieder geschafft mich in ein Buch zu ziehen, so dass ich es einfach nicht weglegen konnte.

Das Setting ist schon sehr interessant gewählt mit dem Dschungel. Ich glaube, in einem anderen Setting hätte diese Geschichte einfach nicht gewirkt. Man hat ja irgendwie immer diese bösen Männer im Dschungel im Kopf. Diese Männer, die es dort wirklich gibt und man weiß einfach wie bösartig diese sind. Okay, die Autorin setzt sich da in ein gemachtes Nest, aber hey. Ich finde das absolut in Ordnung.

“Am liebsten hätte sie ihm ins Gesicht geschlagen und gesagt: Sehen Sie? Das war doch auch nicht so schlimm.”
~ S. 41

Die Charaktere sind typisch Thriller sehr oberflächlich. Bei Wilone kommt ein wenig Hintergrund, weil sie eben ihren Vater sucht. Trotzdem erfahren wir nur das Nötigste über sie. Wie auch von Guy. Etwas merkwürdig fand ich hier, dass sich eine Liebesgeschichte entwickelt. Die ich den beiden Charakteren allerdings nicht abkaufe. Beide haben ihre Päckchen zu tragen und irgendwie passt es einfach nicht. Nicht zu den Charakteren und auch nicht zu der Geschichte. Die Chemie stimmt einfach nicht. Meiner Meinung nach hätte man das auch einfach sein lassen können.

Diese Buch ist ein Einzelband, was ich wirklich begrüße. Ich denke nicht, dass ich einen weiteren Band lesen würde. Es war ganz nett mal zwischendurch, aber mehr auch nicht. Es ist kein Thriller, wo man miträtselt, wer der Mörder ist. Es ist von Anfang an klar, was passiert. Es gibt keine großartigen Überraschungen und keine Wendungen, die man nicht kommen sieht. Aber dennoch, wie oben schon geschrieben, hat der Thriller eine Grundspannung, die einfach Spaß macht.

“Nichts an dem Mann war jemals so, wie es zu sein schien.”
~ S. 218

Ich würde dieses Buch denjenigen empfehlen, die gerne mal ins Genre Thriller fühlen möchten, sich aber noch nicht so recht trauen.
Es kaum Leichen, sehr wenig Blut und wenn dann nur Spannung.

Das Cover

Ein Thriller-Cover. Allerdings kann ich den Titel immer noch nicht einordnen. Der hat mit der Geschichte so gar nichts zu tun.

Rezension Sag niemals stirb von Tess Gerritsen

Fazit

Es war ganz nett, aber kein typischer Thriller von dieser Autorin. Sie kann es eigentlich besser.
Rezension Sterne
3/5 Sternchen
(okay)
Rezension Sag niemals stirb von Tess Gerritsen

WerbungZum Buch
“Sag niemals stirb” von Tess Gerritsen
Originaltitel “Never Say Die”
Thriller
HarperCollins | erschienen am 03.04.2018
304 Seiten | Klappenbroschur | ISBN 9783959671842 | 12,00 EUR
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Verlag.

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