Rezension | Reue von Sascha Berst-Frediani

Rezension | Reue von Sascha Berst-Frediani

13. März 2018 4 Von Steffi
„Ein Dorf in Deutschland. Sie – jung, hübsch und beruflich erfolgreich, ihr Ehemann – derb und eher schlicht. Dass er nur am Wochenende zu Hause ist, stört sie nicht. Eigentlich wäre alles perfekt, wenn dieser Untermieter nicht wäre. Am Anfang spielt sie nur mit ihm. Aber die Versuchung ist zu groß. Und plötzlich ist es ernst. Doch als sie beschließt, die Karten auf den Tisch zu legen, ist einer tot und für die Wahrheit ist es zu spät.”
~ Klappentext

Meine Meinung


“Schnell, einfach, hart” Ich glaube, dass diese drei Wörter das Buch sehr gut beschreiben. Warum sollte man sich mit Kleinkram auseinander setzen, wenn man schnell und knackig die Geschichte erzählen kann.
Ich muss ehrlich zugeben, dass es mal ganz erfrischend war nicht so viel drum herum zu lesen, sondern einfach die harten Fakten. Wie es dazu kam, was passiert ist und wie es endet. Punkt. Gefällt mir tatsächlich mal wirklich gut! Ich bin sonst eher der Fan davon, dass eine Geschichte weiter in die Tiefe geht. Trotzdem muss das in diesen Buch wirklich nicht sein.
Die Geschichte ist eine, wie sie vorkommen kann. Wer weiß! Der Autor scheint sie aus dem Leben gegriffen zu haben. Er schreibt, sie sei erfunden… Aber wer weiß.

Wie auch die Geschichte, sind die Charaktere oberflächlich gehalten. Wieso auch hier Kleinkram, wenn die so oder so für die Geschichte zweitrangig wären. Und das wären sie tatsächlich.
Dennoch sind die einzelnen Charaktere durchdacht und jede hat ihre Eigenarten, die sie glaubwürdig erscheinen lassen. Ich kaufe jeden einzelnen Charakter ab.
Eine Kleinigkeit, die mich persönlich stört, sind geschriebene Dialekte. Die stören mich im Lesefluss wirklich sehr.


“Ghosting – manche Menschen waren nicht in der Lage, ihrem Partner zu sagen, dass es vorbei ist, konnten einfach nicht Schluss machen, wie es sich gehörte.”
~ S. 516


Die Kapitel sind teilweise sehr kurz gehalten (manchmal nur zwei Seiten) und die Sichtweisen wechseln ensprechend oft. Könnte etwas verwirrend werden, aber mich hat es nicht gestört. Der Vorteil ist hier natürlich, dass man immer gut nach einem Kapitel das Buch zur Seite legen kann.

Das Setting ist sehr gut gewählt. Ein kleines Dorf, in dem jeder über jeden redet. Man hat keine Chance etwas zu tun, was die Anderen nicht sofort erfahren. Da werden Erinnerungen bei mir wach!

Der Schreibstil des Autors ist genauso wie der Rest. Sehr einfach gehalten. Er lässt während man liest keine Fragen offen und schreibt einfach nieder, was gerade passiert.
Allerdings übertreibt er es bei einem Charakter ein wenig. Ist schon sehr brutal, was da passiert. Da wäre, meiner Meinung nach, weniger mehr gewesen.

Alles in allem hat mir der Psychokrimi wirklich gut gefallen. Diese Art von Buch habe ich bisher wirklich selten gelesen, aber es konnte mich begeistern. Ich habe das Buch innerhalb sehr kurzer Zeit durchgelesen, was schon viel heißt.
Deswegen gibt es von mir auch eine Leseempfehlung.

 

“Dinge, wie sie hier erzählt werden, geschehen. Trotzdem ist diese Geschichte erfunden.”
~ Anmerkung des Autors


Das Cover


Es ist schlicht und es ist einfach. Diese Art vom gebundenen Buch habe ich vorher noch nie gesehen. Finde ich auch ehrlich gesagt nicht so schön.

Reue von Sascha Berst-Frediani


Fazit


Dieses Buch ist schnell durchgelesen, einfach gehalten und trifft mit voller Härte. Ich fand es wirklich richtig gut.
 
4/5 Sternchen
(ganz gut)

Notizen


Weitere Blogger-Meinungen zu dem Buch
Seehases Lesewelt | nichtohnebuch | Lesefreude

Zum Buch
Psychokrimi | Gmeiner Verlag | 247 Seiten | Gebunden
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Verlag.
Vielen Dank an den Autor und dem Verlag für das Rezensionbuch. ♡


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