Rezension zu Ready Player Two von Ernest Cline

Ready Player Two von Ernest Cline

“Einige Tage nachdem er das Easter Egg von James Halliday gefunden und den Wettbewerb um die OASIS für sich entschieden hat, macht Wade Watts eine Entdeckung, die alles verändern könnte. In einem seiner Tresorräume hat Halliday eine Technologie für ihn versteckt, die die OASIS noch wundervoller und suchterzeugender macht, als es sich Wade je hätte träumen lassen.
Doch gleichzeitig wird er vor ein Rätsel gestellt und muss ein weiteres Abenteuer bestehen. Es gilt ein letztes Easter Egg zu finden, das Halliday in der Oasis versteckt hat.
Und diesmal hat Wade einen Konkurrenten, der über Leichen geht. Er merkt bald, dass nicht nur sein eigenes Leben auf dem Spiel steht, sondern das von Millionen anderer Menschen, und vielleicht sogar das Schicksal der gesamten Welt.”
~ Klappentext

Meine Meinung

Ich liebe den ersten Band. Dieses Buch und auch den Film. Gerade den Film habe ich schon mehrfach gesehen. Auch wenn ein großer Unterschied zwischen Film und Buch ist. Ich liebe es trotzdem.
Als ich gelesen habe, dass es einen zweiten Band geben wird, war ich ganz aus dem Häuschen. Gleich nach Bekanntgabe habe ich es vorbestellt und dem Tag entgegengefiebert, es endlich in den Händen halten zu können. Und natürlich endlich lesen zu können.

Wieder in die OASIS eintauchen zu können. Ich bin ein großer Fan von diese Art Computerspielen. Schon immer irgendwie. Deswegen kann ich einfach die Faszination, die dahinter steckt, absolut nachvollziehen. Würde es dieses Spiel wirklich geben, wäre ich wohl eine der ersten Spielerinnen, die es ausprobieren wird. Leider hat mich in diese Richtung das Buch schon enttäuscht. Es war mir einfach viel zu wenig. Hier wurde sich irgendwie auf das Hintergrundwissen der Leser ausgeruht, habe ich den Eindruck. Das ist in meinen Augen falsch gelöst. Es wird auch Leser geben, die ohne Vorkenntnisse das Buch lesen und auch die wollen in die Welt in der OASIS eintauchen können.

“Nachdem ich Hallidays Wettbewerb gewonnen hatte, blieb ich ganze neun Tage lang offline – mein persönlicher Rekord.”
~ Buchbeginn

Was mich auch richtig genervt hat ist der Protagonist Wade. Er ist so ein jammernder Charakter geworden. Nur negativ, nur am jammern und am selbst bemitleiden. Dafür kommen die anderen Charaktere einfach zu kurz und viel zu oberflächlich. Auch wenn sie einbezogen werden in die Geschichte, wird es ihnen einfach nicht gerecht.

Auch die ganze Geschichte konnte mich nicht wirklich abholen. Der Grundgedanke ist mega. Die Umsetzung aber nicht. Es ist alles viel zu oberflächlich. Mir fehlt bei allem die Tiefe. Bei wirklich allem.

Das ganze Buch ist für mich unrund. Der Autor kann es. Er hat es schon bewiesen. Aber in meinen Augen hat er sich mit diesem Buch viel zu viel Druck gemacht. An eine mega Geschichte anzuknüpfen ist hart. Sich dieser Herausforderung zu stellen nicht einfach. Dennoch hätte hier ganz viel mehr draus gemacht werden können.

Leseempfehlung? Ja, schon. Aber bitte erst den ersten Band lesen.

Fazit

Unterm Strich ist es okay, hat mich aber nicht von den Socken gehauen. Habe schon mehr erwartet…
Rezension Sterne
3/5 Sternchen

Die Buchreihe

Band 1 – Ready Player One
Band 2 – Ready Player Two

Ready Player Two

WerbungEckdaten zum Buch
“Ready Player Two” von Ernest Cline
Originaltitel “Ready Player Two”
Science Fiction
Fischer Tor Verlag | erschienen am 24.03.2021
464 Seiten | Band 2 | Klappenbroschur | ISBN 9783596706549 | 16,99 EUR
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Verlag.

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7 Kommentare bei “Rezension zu Ready Player Two von Ernest Cline

  • Liebe Steffi,
    ich bin beeindruckt, dass du das Buch durchgelesen hast. Ich hänge auf S. 75 fest und habe Null Motivation weiter zu lesen. Mir geht es wie dir. Band 1 MEGA, auch der Film. Band 2 ist einfach nur langweilig. Wade nervt und ich komme nicht wieder in die Geschichte rein. Es passiert ja auch nicht wirklich was, zumindest nicht bis Seite 75.
    Hab ein schönes Wochenende
    LG
    Yvonne

  • Hallo,

    Ich bin auch sehr enttäuscht. Die Vorgeschichte bzw. Intro ist viel zu lang und benötigt gefühlt über ein Drittel des Buches bevor man die die eigentlich interessante Geschcihte eintauchen kann. Es fehlt auch etwas an tiefe bei den Umschreibungen der unterschiedlichen Welten durch die Wade und Co. Reisen. Die Idee mit den 7 Scherben finde ich gigantisch aber die Umsetzung war nicht zu Ende gedacht. Man hätte aus der Story glatt 2 Bücher füllen können wenn man die Details der Schebenwuche und der Aufgaben mehr ausgereizt hätte. Das Ende fand ich auch wenig überraschend und etwas abgekupfert von dem Jonny Depp Film Transcendence aus 2014. aber ansonsten Lesenwert wenn man die Fantasybücher- sowie Film-, Musik- und Videospielgeschichte/n liebt.

    Gruß Joel

    • Hey Joel,
      da gebe ich dir absolut recht.
      Es ist wirklich schade, weil der Autor etwas Großes daraus machen könnte. Er kann es ja auch, was er uns mit Band 1 bewiesen hat. Ich glaube, manchmal ist der Druck zu groß und die Motivation zu klein. Wer weiß, was da hinter steckt.

  • Hallöchen Steffi,

    ich habe das Gefühl, es sind sich hier alle einig, was da Buch betrifft. Auch Petrissa von Hundertmorgenwald hat mir geschrieben, dass sie das Buch nicht gut fand. Ich habe Band 1 nicht gelesen, den Film gesehen. Wenn ich also zu lesen beginne, belasse ich es vielleicht dann nur bei dem 1. Band.

    Viele Grüße
    Tina

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