Rezension zu Ready Player One von Ernest Cline

Ready Player One von Ernest Cline

“Im Jahr 2045 ist die Welt ein hässlicher Ort: Die Erdölvorräte sind aufgebraucht, ein Großteil der Bevölkerung lebt in Armut. Einziger Lichtblick ist die OASIS, eine virtuelle Ersatzwelt, in der man leben, arbeiten, zur Schule gehen und spielen kann. Die OASIS ist ein ganzes Universum, es gibt Tausende von Welten, von denen jede ebenso einzigartig wie phantasievoll ist. Und sie hat ein Geheimnis.
Der exzentrische Schöpfer der OASIS hat tief im virtuellen Code einen Schatz vergraben, und wer ihn findet, wird seinen gesamten Besitz erben – zweihundertvierzig Milliarden Dollar. Eine Reihe von Rätseln weist den Weg, doch der Haken ist: Niemand weiß, wo die Fährte beginnt. Bis Wade Watts, ein ganz normaler Junge, der am Stadtrand von Oklahoma City in einem Wohnwagen lebt, den ersten wirklich brauchbaren Hinweis findet. Die Jagd ist eröffnet …”
~ Klappentext

Meine Meinung

Ich liebe den Film zu “Ready Player One” sehr und ich habe mich lange gewehrt das Buch zu lesen. Oft ist es ja leider so, dass man dann eines von beidem nicht mehr mag. So geht mir das jedenfalls. Entweder ist das Buch so genial, dass es den Film schlecht aussehen lässt oder der Buch ist absolut doof, weil es 1:1 mit dem Film ist.
Hier ist es ganz anders und ich kann hemmungslos beides lieben.

Denn das Buch und der Film sind zwei unterschiedliche Dinge. Ja, im Grundprinzip ist es gleich, denn es geht darum, dass der Schöpfer der OASIS einen Erben braucht und nur der Finder des Easter Eggs dieser Erbe sein wird. Das ist im Film, aber auch im Buch gleich. Achja, und ein paar wenige Grunddinge sind auch gleich. Aber der Rest, wie z.B. die einzelnen Aufgaben, sind komplett unterschiedlich. Auch die Charaktere untereinander sind anders, zum Teil komplett anders.
Ich würde aber sagen, dass es auch schwierig geworden wäre das Buch so zu verfilmen, wie es niedergeschrieben ist.

“Jeder in meinem Alter erinnert sich daran, wo er war und was er gerade getan hat, als er zum ersten Mal von dem Wettbewerb hörte.”
~ Buchbeginn

Alleine was ein “Easter Egg” überhaupt ist, weiß nicht jeder. Ich glaube, im Film wird es erklärt – im Buch nicht. Der Autor geht einfach davon aus, dass jeder weiß was ein Easter Egg ist. Außerdem wird im Buch sehr viel zu den Computerspielen erzählt. Kleine Anekdoten oder Hintergründe, die einen Filmzuschauer nur langweilen würden. Für mich als Computerfreak ist das natürlich mega und ich habe jede Erklärung, die ich noch nicht kannte, regelrecht aufgezogen.

Ich mag die ganze Welt der OASIS sehr gerne. Im Buch ist sie anders, als im Film. Wobei ich trotzdem immer die Bilder des Filmes im Kopf hatte. Gepasst haben sie trotzdem selten bis gar nicht. Aber ich mag es sehr, dass der Kreativität im Kopf keine Grenzen gesetzt sind. Die OASIS scheint so groß und gewaltig zu sein, dass mir da das Herz aufgeht. Ich hätte auch gerne eine OASIS. Auch wenn diese nicht durch eine spezielle Brille auf meine Netzhaut projiziert wird. Alleine diese Vorstellung ist schon krass.

“Nur wer feige ist, wird erwischt. Die Mutigen finden einen Ausweg.”
~ S. 95

Ich finde den Hintergrund der Geschichte aber auch sehr genial. Dass eine Welt erschaffen wird, wo jeder sein kann, wie er will und es ist auch völlig egal, wie man ist. Alles wird hingenommen und akzeptiert. Es war erstaunlich wie die Charaktere reagieren, als sie sich dann getroffen haben. Ich denke, das kann ich so schreiben, ohne zu spoilern. Mehr dazu schreibe ich aber nicht, denn das musst du selber lesen oder eben anschauen.
Auf jeden Fall sind die Charaktere extrem gut durchdacht und jeder hat seine Rolle in dem Buch. Selbstverständlich gibt es auch eine kleine Liebesgeschichte, die aber überhaupt nicht im Vordergrund steht. Sie ist sogar recht niedlich.

Den Schreibstil des Autors mag ich sehr gerne. Oft ist es ja so, dass zu viele Erklärungen trocken werden können. Auch wenn man das Thema mag und jede kleine Info interessant ist, kann es trocken werden. Der Autor schafft es aber es so sympathisch zu verpacken, dass es Spaß macht zu lesen.
Ich würde mich von dem Autor noch mehr in diese Richtung wünschen. Im Prinzip wäre da ja auch ein zweiter Teil drin. Das Ende ist schon abgeschlossen, aber es lässt schon ein wenig Spielraum für einen Nachfolger.

“Du weißt doch nur, was ich dir erzähle. Du siehst nur, was ich dir zeige.”
~ S. 271

Für mich ist diese Buch ein sehr gelungenes Buch. Ich bin so froh, dass ich es endlich gelesen habe.
Das Buch bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung.

Ready Player One von Ernest Cline

Fazit

Mega Geschichte, extrem gut erzählt. Ich fand es einfach großartig.
Rezension Sterne
5/5 Sternchen
(genial)
Ready Player One

WerbungZum Buch
“Ready Player One” von Ernest Cline
Originaltitel “Ready Player One”
Science Fiction, Jugendbuch
Fischer Tor Verlag | erschienen am 27.04.2017
544 Seiten | Taschenbuch | ISBN 9783596296590 | 12,00 EUR
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Verlag.

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11 Kommentare bei “Rezension zu Ready Player One von Ernest Cline

  • Hi Steffi!

    Na da ist ja jemand sehr begeistert *g* Freut mich dass es dir so gut gefallen hat!
    Ich fand die Ideen auch klasse und da ich früher auch viel gespielt habe, mochte ich grade im Buch die vielen Details dazu sehr! So ganz mitnehmen insgesamt konnte mich die Geschichte allerdings nicht, allerdings weiß ich im Einzelnen nicht mehr warum. An was ich mich erinnere ist, dass gegen Ende sich mal das erzählte so hinzog, als Wade in dieser Wohnung saß.
    Aber wie schon gesagt: mega Ideen – und hat er im Buch echt nicht erklärt, was ein Easter Egg ist? Ich fand das ergab sich dann schon aus der Handlung? Da lässt mich einfach meine Erinnerung im Stich :D

    Buch und Film zu vergleichen ist meist schwer – aber ich möchte dann eigentlich einfach das Buch in Bildern sehen *g* Dass sie hier so viel verändert haben hat mir nicht so gefallen, ich hatte aber auch das Buch vorher gelesen. Man sollte es eigenständig sehen aber das ist mir schon immer schwer gefallen. Wenn ich ein Buch mag und dann den Film dazu anschaue,möchte ich dieses Gefühl vom Buch nochmal erleben in Filmform. Ich weiß auch nicht, wie ich es anders beschreiben soll … bei manchen gelingt es dann auch :)

    Liebste Grüße, Aleshanee

    • Hey Aleshanee,
      hm okay… Am Ende war Wade aber nicht mehr in der Wohnung. ;) Ich glaube, da hast du was falsches in der Erinnerung. :D
      Klar ergibt es sich in der Erzählung, was ein Easter Egg ist. Ich persönlich finde es immer etwas doof, wenn mir Wörter entgegen geworfen werden, die ich nicht direkt von Anfang an verstehe. Für mich muss immer alles direkt klar sein. Das empfindet aber auch jeder anders. ;)

      Ich weiß was du meinst. :D

      • Ja, am Ende nicht mehr, aber als er sich da drin eingebunkert hat, das hat sich für mich ewig hingezogen – einfach nur mein Lesegefühl ;)

        Und ja, auch mit Begriffen oder Zusammenhängen muss ich nicht immer alles sofort wissen. Ich mag es sogar, wenn was noch nicht offensichtlich ist und sich erst im Laufe der Handlung ergibt. Das finde ich z. B. spannend und lässt mich mehr rätseln.

        • Ah, alles klar. Okay. :)
          Ich finde, da sollte man differenzieren. Einerseits gebe ich dir da total recht. Rätseln ist immer gut.
          Andererseits sollte sowas wie ein “Easter Egg”, was in dem Fall etwas ausschlaggebendes und wichtiges ist, direkt erklärt werden.

  • Hallo,
    auch ich habe das Buch gelesen und sehr gemocht. Den Film fand ich ebenfalls sehr gut umgesetzt und es störte mich in diesem Fall auch nicht, dass er vom Buch abweicht, um die Handlung etwas zu straffen. Ich habe von Cline auch Artemis gelesen und fand es ebenfalls nicht schlecht. Rezensionen zu beiden Büchern findest du auch in meinem Blog.

    Liebe Grüße
    Jay

  • Mir hat das Buch auch super gefallen und ich mochte auch die ganzen Details zu den Computerspielen. Der Film war schon ziemlich anders, aber ich mochte ihn ebenfalls. Allerdings bin ich auch nicht so verbissen, dass Film und Buch möglichst gleich sein sollen. Aber sie sollten ein ähnliches Gefühl aufkommen lassen und das gelingt in diesem Fall.

    Liebe Grüße
    Mona

  • Hallo Steffi,

    den Film habe ich gesehen und der gefiel mir auch ziemlich gut. Das Buch hatte ich bisher nicht im Blickfeld, finde es aber interessant, dass du zuerst den Film gesehen und dann das Buch gelesen hast. Crass, dass die Unterschiede doch so groß sind, andererseits gibt das neue Perspektiven frei.
    Danke für die Empfehlung.

    Liebe Grüße
    Tina

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