Rezension

Abbruch-Rezension zu Peripherie von William Gibson

Peripherie von William Gibson
“Was wäre, wenn die Zukunft nur eine Möglichkeit der Gegenwart wäre? Getrennt durch die Apokalypse, die einen Großteil der Menschheit ausgelöscht hat, leben Flynne und der PR-Mann Wilf zu unterschiedlichen Zeiten in grundverschiedenen Welten. Als Flynne eines Tages ein düster-futuristisches Spiel testen soll, wird sie Zeugin eines Mordes ohne zu wissen, was sie da sieht. Genauso wenig ahnt sie, dass das »Spiel« keines ist – sondern die Zukunft, in der Wilf lebt. Das Mordopfer war seine Kundin, und da Flynne die einzige Zeugin ist, nimmt er Kontakt zu ihr auf. Doch dadurch wird sich nicht nur Flynnes Welt für immer ändern …”
~ Klappentext

Meine Meinung


Ich gebe Büchern immer 100 Seiten, um mich zu in ihren Bann zu ziehen. Wenn sie es dann nicht tun, dann fange ich an Quer zu lesen. Und das in der Hoffnung, dass es mich doch noch packt. In ganz seltenen Fällen breche ich ein Buch nach den ersten 100 Seiten ab. Leider habe ich dieses Buch schon nach 85 Seiten abgebrochen.

Der Klappentext hat mich mehr als begeistert. Science Fiction, welches über mehrere oder in diesem Fall zwei Zeitebenen spielt und das dann noch gepaart mit einem Thriller. Das ist genau mein Beuteschema. Und dann noch eine Art Spiel, welches wohl online als auch über die verschiedenen Zeitebenen läuft. Ich gebe zu, dass das schon sehr verwirrend klingt, aber wenn es gut geschrieben ist, dann sollte es kein Problem sein mitzukommen.


“Sie glaubten, dass Flynnes Bruder keine posttraumatische Störung hatte, sondern dass ihn die Haptics manchmal glitchten.”
~ Buchbeginn


Und da wäre einer der Knackpunkte, warum ich abgebrochen habe. Den Schreibstil des Autors fand ich auf den ersten Seiten irgendwie ganz cool. Er ist nicht alltäglich. Er ist nicht einfach und vollgepackt mit Fachausdrücken. Okay, da es in den ersten Kapiteln hauptsächlich um Onlinewelten und dem Spiel ging, wenn ich es richtig verstanden habe, konnte ich einigermaßen folgen. Aber nach und nach wurde es mir zu blöde, ehrlich gesagt. Ich hatte gehofft, langsam in den Schreibstil zu kommen, aber es wurde immer skurriler.

Und das ist der nächste Punkt. Ich habe leider auf den ersten 85 Seiten so gut wie nichts verstanden, was überhaupt abgelaufen ist. Okay, im Groben schon, aber “im Groben” reicht mir nicht. Bei dieser Anzahl von Seiten sollte dem Leser schon klar sein, was passiert. Wenigstens ein Müh einer Einleitung. Aber ich wurde ins kalter Wasser geschmissen und habe, gefühlt, nur erahnen können, was passiert ist.


“Ich muss tun, was mein Innerstes will, Wilf. Es nicht zu tun wollte mein Innerstes nicht.”
~ S. 22


Es waren wahnsinnig viele Charaktere dabei, schon von Anfang an, die auch nicht unbedingt Alltagsnamen haben. Wilf und Flynne konnte ich mittlerweile zuordnen. Aber bei den meisten anderen Charakteren war es nicht einfach.
Leider sind die Zeitebenen auch nicht zu ersehen. Würde es nicht im Klappentext stehen, hätte ich es auf den ersten Seiten nicht mitbekommen. Ich gehe allerdings davon aus, dass es im weiteren Verlauf des Buches aufgeklärt worden wäre.

Ich habe kein schlechtes Gewissen, dass ich das Buch abgebrochen habe. Das schlechte Gewissen kommt sonst direkt nach dem Weglegen.
Es ist einfach nicht mein Autor und mein Buch. Was völlig in Ordnung ist.
Aber von mir gibt es keine Empfehlung für das Buch.


Das Cover


Das Cover ist so großartig. Das hat mich sofort in den Bann gezogen, als ich es gesehen habe.

Peripherie von William Gibson


Fazit


Viele Gründe haben mich das Buch abbrechen lassen. Es war einfach nicht meins. Und ausnahmsweise verzichte ich hier auf meine Sternebewertung.

Notizen


Weitere Blogger-Meinungen zu dem Buch
Booknapping

Zum Buch
Science Fiction / Thriller | Droemer Knaur | 608 Seiten | Taschenbuch
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Verlag.
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsbuch. ♡


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4 thoughts on “Abbruch-Rezension zu Peripherie von William Gibson”

  1. Hi – und danke fürs Verlinken :-)
    “Peripherie” ist ein ungewöhnliches Buch und ich habe es zunächst ja auch nach 50 Seiten erst einmal zur Seite gelegt. Nach ein paar Monaten Pause habe ich neu angesetzt und war dann im Sog des Textes. Ein irrer Tripp ist “Peripherie” auf jeden Fall, im Gesamten auch ein besonderes und bei mir Spuren hinterlassendes Buch. Dies aber abzubrechen, kann ich nachvollziehen. Nicht jedes Buch muss einem gefallen und Gibson macht es uns Leser_innen auch wirklich nicht leicht.
    LG,
    Sandra

    1. Hey Sandra,
      das habe ich sehr gerne gemacht. :)
      Irre kann man es wirklich nennen. :D Ich freue mich, dass es dich packen konnte. Ich wollte unbedingt noch eine Rezension verlinken, die das Buch lobt. Es hat es einfach verdient.

  2. Ich hatte es auch im Visier, wollte aber erst erste Meinungen abwarten. Ich glaube ich warte noch ein wenig, bis ich mich an diese Lektüre heranvage. Denn da muss man wirklich offen für sein!
    Kann also auch nachvollziehen, dass du es abgebrochen hast :)

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