Rezension zu Pandemie von A. G. Riddle

Pandemie von A.G. Riddle

“Mandera, im Nordosten Kenias: Die X1-Mandera-Pandemie breitet sich wie ein Flächenbrand aus – und ist kein biologisch-evolutionärer Zufall.

Berlin: Ein Mann erwacht in seinem Zimmer im Concord Hotel und hat das Gedächtnis verloren. Mit ihm im Raum befinden sich die Leiche eines ihm unbekannten Mannes sowie ein Zettel mit einem seltsamen Code darauf.

Atlanta: Peyton Shaw wird von den kenianischen Behörden kontaktiert, um sich der mysteriösen Seuche anzunehmen. Vor Ort findet sie heraus, dass ein ganzes Kartell geheimnisvoller Firmen, Institutionen und Organisationen die Pandemie mit einer finsteren Absicht steuert: Die Menschheit scheint vor dem Aus zu stehen.”
~ Klappentext


Meine Meinung

Ein Buch hatte ich schon von dem Autor gelesen und zwar “Departure”. Das Buch hatte mich damals schon unheimlich begeistert.

Als ich gelesen habe, dass genau dieser Autor eine neu Buchreihe geschrieben hat bzw. schreibt, musste ich einfach sein neuestes Werk lesen. Auch die 800 Seiten haben mich überhaupt nicht abgeschreckt. Eher im Gegenteil. Ein erster Band einer Reihe und dann gleich 800 Seiten.
Und er hat mich nicht enttäuscht! Wie ich erwartet hatte. Er schreibt immer noch unglaublich spannend und fesselnd. Ich habe gar nicht gemerkt, wie schnell die Seiten nur so dahin geflogen sind und wie schnell ich nachher schon durch war.

“Das Schiff der US-Küstenwache hatte seit drei Monaten den Arktischen Ozean durchkämmt, ohne dass die Crew wusste, wonach genau sie suchten.”
~ Buchbeginn

Die Geschichte ich von vorne bis hinten komplett durchdacht. Ich finde das Thema Viren sehr, sehr spannend. Dass so was Kleines so viel Schaden anrichten kann. Wenn der Autor das gut macht, dann kann das unglaublich interessant, lehrreich und spannend sein. Man merkt, dass sich der Autor in das Thema eingefühlt hat. Dass er sehr viel recherchiert hat und sein Wissen mit seinen Lesern teilen will. Teilweise sind Abschnitte dabei, wo er von den vorherigen Pandemien schreibt. Kann langweilig sein für einige Leser, aber ich finde das extrem interessant.

Im Klappentext liest man schon, dass es mit zwei Geschichten startet. Nach und nach finden die zwei Geschichten zusammen. Und es deckt immer mehr Geheimnisse auf. Gerade das finde ich sehr gelungen. Durch Rückblicke lernt man die Charaktere kennen und gleichzeitig werden offene Fragen aufgeklärt. Sehr cool, wenn man das als Leser zusammen mit den Charakteren erleben darf.

“Im Leben gibt es keine Sicherheit; letztendlich kontrollieren wir nur eines: unsere eigenen Gedanken.”
~ S. 153

Die Geschichte hat immer wieder Wendungen, mit denen ich überhaupt nicht gerechnet habe. Auch wandeln sich einige Charaktere in der Geschichte sehr. Zwischendurch weiß man gar nicht mehr, wen man noch vertrauen kann und wer die Wahrheit sagt. Es sind sehr viele Überraschungsmomente da. In der Geschichte und bei den Charakteren.

Die Charaktere sind generell auch sehr durchdacht. Man hat das Gefühl, dass der Autor mit den Charakteren was vor hat. Ein roter Faden zieht sich nicht nur durch die Geschichte, sondern jeder Charakter hat diesen roten Faden. Mal läuft alles parallel und mal nicht. Mir eine richtige Meinung zu jeden einzelnen Charakter zu bilden, fällt mir sehr schwer. Sie haben alle ihre Päckchen zu tragen und sind definitiv nicht glatt. Aber genau das gefällt mir sehr gut, auch wenn sie charakteristisch nicht die Nettesten sind. Dennoch ist es unglaublich gut, dass so zu lesen. Diese Art gefällt mir sehr gut.

“Hüte dich davor, zu hoch zu steigen, sonst wird die Sonne deine Flügel schmelzen, und flieg nicht zu tief übers Meer, damit die Feuchtigkeit dich nicht hinabzieht.”
~ S. 498

Die los getretene Geschichte an sich schließt schon ab am Ende des Buches, aber es eröffnet wieder was neues. Das Ende ist offen und ich bin so gespannt, wie es weiter geht. Und ob der Autor mich genauso begeistern kann, wie er es mit den Auftakt in diese Reihe geschafft hat.

Das Buch in ein Genre einzuordnen ist schwierig, aber ich würde es pauschal in Thriller einordnen. Wer also Thriller mag, die in die medizinische Ebene mag, sollte das Buch auf jeden Fall lesen. Und nicht von den 800 Seiten abschrecken lassen! Sie lohnen sich!


Das Cover

Das Cover hat mich direkt angesprochen. Noch bevor ich gelesen habe, worum es geht. Es passt einfach perfekt!

Pandemie von A.G. Riddle


Fazit

Das Buch ist unglaublich spannend und fesselnd. Der Autor schreibt einfach genial, wie er wieder mal bewiesen hat.

5/5 Sternchen
(genial)

Die Buchreihe

Band 1 – Pandemie
Band 2 – ???


Notizen

Weitere Blogger-Meinungen zu dem Buch
Monis Zeitreise

Weitere Rezensionen zu Bücher des Autors
Departure

Zum Buch
Thriller | Heyne Verlag | 800 Seiten | Band 1 | Taschenbuch
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Verlag.
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsbuch. ♡


Diesen Beitrag teilen oder liken
Loading Likes...

6 thoughts on “Rezension zu Pandemie von A. G. Riddle

  • Hey Steffi,

    wir hatten ja schon geschrieben, aber es ist jetzt dennoch nochmal interessant, deine Rezension zum Buch zu lesen. Es ist schon spannend wie unterschiedlich man ein Buch empfinden kann. Wir sind uns immerhin einig, dass einen 800 Seiten nicht abschrecken sollten und das die Informationen über andere Pandemien interessant sind. Ich fand auch alles sehr interessant, was mit dem CDC zu tun hat und ich bin mir sicher, dass der Autor hier sehr gut recherchiert hat.
    Mich hingegen hat tatsächlich nicht so viel überrascht und den roten Faden, den du erwähnst, kann ich erkennen, aber mir persönlich waren es definitiv zu viele Zufälle, so dass das ganze teilweise etwas unglaubwürdig für mich wurde. Meine Rezension zum Buch geht nächsten Samstag online und ich werde dich dort verlinken.

    LG, Moni

    • Hey Moni,
      ja genau, das hatten wir ja schon. :D
      Die Zufälle haben mich eher überrascht und nicht gestört. Ich finde es großartig, wie unterschiedlich das wahr genommen wird.
      Ich freue mich sehr. Vielen Dank! Ich verlinke dich dann auch noch nachträglich.

  • Hallöchen,
    das klingt so gut! Von der Art her scheint es der “Die Brut”-Reihe von Ezekiel Boone zu ähneln, die ich sehr, sehr gerne verfolgt habe. Also vielen Dank für den Buchtipp. Ich habe gerade so Lust auf diese Geschichte!
    Liebste Grüße, Kate

  • Wow, das klingt ja gut.
    Die Hör-Version habe ich schon auf meiner Merkliste und nach Deiner Rezension freue ich mich noch viel mehr darauf, in diese Reihe zu starten. Auch wenn 800 Seiten umgewandelt in ein ungekürztes Hörbuch schon eine echte Aufgabe sind.
    LG Gabi

    • Hey Gabi,
      wie viele Stunden sind denn das? Wir das überhaupt ungekürzt angeboten? Das wäre ja mal echt heftig.
      Ich bin gespannt, wie es dir gefällt, wenn du es gehört hast. :)

Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.



* Beim Abschicken deines Kommentares akzeptierst du, dass deine Daten auf angeltearz-liest.de gespeichert und verarbeitet werden. Detaillierte Informationen findest du in meiner Datenschutzerklärung.