Rezension zu Overworld von Dan Wells

Rezension zu Overworld von Dan Wells

9. Juli 2018 2 Von Steffi
“Los Angeles im Jahr 2050: Overworld ist das beliebteste Virtual-Reality-Spiel der Welt. Als Marisa Carneseca die Einladung erhält, an dem exklusiven Overworld-Turnier Forward Motion teilzunehmen, ist sie begeistert. Für Marisa ist dies die einmalige Chance, sich als professionelle Spielerin zu etablieren und ihrer Familie finanziell unter die Arme zu greifen. Doch Forward Motion hat auch eine dunkle Seite – und die ist gefährlicher, als Marisa es sich vorgestellt hat. Das Turnier wird beherrscht von Machtkämpfen und Korruption. Als Marisa dem mysteriösen Untergrundkämpfer Alain begegnet, wird ihr klar: Die einzige Möglichkeit, lebend aus diesem Spiel herauszukommen, ist, es zu gewinnen …”
~ Klappentext

Meine Meinung


Für jemand der gerne im Internet unterwegs ist, ist eine Welt, die online spielt, sehr reizvoll. Kein Gerät mehr in der Hand, sondern alles direkt im Kopf. Wie gesagt, sehr reizvoll. Aber auf der anderen Seite gruselig. Sehr gruselig sogar.
In der heutigen Zeit, durch das Smartphone, ist jeder angreifbar. Wenn dann alles direkt im Kopf sitzt und man Sicherheitsvorkehrungen treffen muss, damit niemand den eigenen Kopf hacken kann. Das ist schon wieder eine ganz andere Nummer.
Ganz genau um dieses Thema geht es in diesem Buch. Mit den sogenannten Dshinnis lässt sich alles machen. Im Prinzip alles, was man in der heutigen Internetwelt kennt. Nur dass alles vor den eigenen Augen abspielt. Eine Textnachricht von der Freundin / dem Freund ploppt genau vor den Augen auf und mit Hilfe der eigenen Gedanken wird eine Nachricht zurückgeschickt. Alles geht schneller und einfacher.
Ich finde das Online-Spiel, dass die Charaktere spielen sehr cool. Es ist auch wirklich unheimlich gut durchdacht. Man merkt, dass der Autor sich mit diese Art von Spielen auskennt. Es ist sehr komplex, aber für mich sehr interessant. Würde es das geben, würde ich mir es auf jeden Fall mal genauer anschauen. Es müsste nur eben auf dem Handy oder PC spielbar sein. Einen Chip im Kopf finde ich nicht sehr reizvoll.
Diese ganze Welt, die der Autor erschafft, finde ich genial. Sehr beängstigend, aber (für mich) auch sehr reizvoll.


“Mari, wo steckst du? Wir werden überrannt!”
~ Buchbeginn


Dan Wells ist ein Autor, dessen Bücher ich wirklich gerne lese. Er hat schon mehrfach bewiesen, dass er verschiedene Genre schreiben kann. Mit diesem Jugendbuch-Science Fiction-Mix kann er mich immer wieder locken.
Ich habe allerdings diesmal das Problem gehabt, dass ich nicht richtig in die Geschichte gekommen bin. Das ist ganz ungewohnt bei Dan Wells. Eigentlich zieht er mich immer direkt in sein Buch.
Er schmeißt auch leider viel mit Fremdwörtern um sich. Einerseits Fachbegriffe aus der Computer- bzw. Internetsprache, andererseits ganze spanische Sätze. Die Protagonistin kommt ursprünglich aus Mexiko und unterhält sich ab und zu auf Spanisch. Aus dem Kontext kann man sich zusammenreimen was sie meinen. Aber nicht immer.
Mit dem Spanisch hatte ich dann meine Probleme. Es ist ja nett gemacht, aber wenn man nichts versteht doch irgendwie etwas blöde.


“So sei es beschlossen und programmiert, bekräftigt Anja. Im Namen des großen Hauptprozessors im Himmel.”
~ S. 23


Ich mag Lexi und ihre Freunde als Charaktere unheimlich gerne. Gerade dieser Zusammenhalt, der trotz der prägnanten Internetwelt herrscht. Jeder ist für jeden da und jeder hilft den Anderen, wo er kann. Eigentlich heißt es im Internet ja oft, dass jeder für sich selber kämpft. Die Mädchen zeigen aber, dass es auch anders geht. Ich fühle mich in der Umgebung aller Charaktere total wohl und keiner, auch unter den etwas “böseren” Charakteren, ging mir auf die Nerven. Das ist schon mal einiges wert.

Auch wenn das ein zweiter Band ist, kann er gut und gerne alleine gelesen werden. Es wird zwar erwähnt, was im ersten Band passiert und es könnte eventuell ein paar Fragen offen sein. Aber dennoch steht die Hauptgeschichte für sich alleine.

Eine Leseempfehlung möchte ich nur an diejenigen aussprechen, die das Thema Internet generell interessiert. Wenn man mit der Welt online nichts anfangen kann, für den ist dieses Buch einfach nichts.


Das Cover


Ich liebe einfach dieses Cover. Es steht für den Cyber oder für die Internetwelt.

Overworld von Dan Wells


Fazit


Ich mag den Autor einfach gerne. Mit Mirador hat er eine Welt erschaffen, die gleichzeitig beängstigend und interessant ist. Ich habe mich an der Seite von Marisa sehr wohl gefühlt.

4/5 Sternchen
(ganz gut)

Die Buchreihe


Band 1 – Bluescreen
Band 2 – Overworld


Notizen


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Uwes-Leselounge | Buchwelten

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Zum Buch
Science Fiction / Jugendbuch | Piper Verlag | 432 Seiten | Band 2 | Broschur
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Verlag.
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsbuch. ♡


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