Rezension

Rezension zu Oracle Year – Tödliche Wahrheit von Charles Soule

Oracle Year - Tödliche Wahrheit von Charles Soule
“Will Dando erwacht eines Morgens mit dem Gefühl, vielleicht noch zu träumen – denn ihm schwirren Prophezeiungen durch den Kopf. Totaler Quatsch, denkt er, und widmet sich weiter seiner bescheidenen Karriere als Musiker. Doch als erste Visionen sich bewahrheiten, wird Will die Brisanz und der Wert seiner Gabe bewusst. Zusammen mit seinem besten Freund, einem Investmentbanker, beschließt er, mit den Prophezeiungen Geld zu verdienen. Dafür jedoch müssen sie an die Öffentlichkeit gehen – und die Menschen reagieren zutiefst verunsichert. Als erste Unruhen ausbrechen, beginnt Will zu ahnen, wie gefährlich sein Wissen wirklich ist …”
~ Klappentext

Meine Meinung


Die Rezension zu diesem Buch fällt mir etwas schwer, weil ich nicht weiß, ob mir das Buch gefällt oder nicht.
Der Titel “Tödliche Wahrheit” hat mich sehr angelockt. Ich war wirklich arg gespannt, was da auf mich zukommen mag.
Das Wort “Thriller” möchte ich hier aber vorsichtig streichen. Es war schon spannend, aber auch erst zur Mitte des Buches. Als ein paar Wendungen kamen. Wären diese Wendungen nicht gekommen, wäre die Geschichte einfach so hingeplätschert. Also haben diese Wendungen das Buch wieder rum spannend gemacht. Mit diesen Wendungen habe ich so gar nicht gerechnet.


“Alles kann passieren, dachte Will Dando.”
~ Buchbeginn


Ich weiß auch nicht wirklich was ich von der ganzen Geschichte halten soll, da sie für mich ein paar Lücken hat. Warum das Ganze? Welcher Hintergrund steckt dahinter? Woher kommen die Prophezeiungen. Warum Will? Warum handhabt er das alles so? Hat eine Prophezeiung das so gesagt? Ich mag es nicht, wenn man Lücken in der Geschichte lässt. Gerade solche Dinge sollten aufgeklärt werden, meiner Meinung nach. Ich bin ein unheimlich neugieriger Typ. Wenn mich dann ein Buch mit vielen Fragezeichen zurücklässt. Geht gar nicht.
Der Klappentext oben ist eher eine Art Vorgeschichte, denn das eigentliche Buch beginnt später. Der Traum wird zwar immer wieder erwähnt, aber so richtig eingebunden wird er nicht. Hier hätte ich mir zum Beispiel ein wenig mehr gewünscht. Die Idee ist zwar ganz nett, aber warum macht er daraus das, was er macht?! Und warum verdient er damit Geld? Klar, es gibt immer Leute, die für nichts Geld ausgeben, obwohl sie keinerlei Gegenwert bekommen außer das Wort eines Mannes, der etwas in einem Traum gesehen hat.
Die ganze Geschichte ist für mich ganz, ganz weit hergeholt und verdient eher das Siegel Fantasy oder vielleicht sogar Sci-Fi.

Will ist ein ganz merkwürdiger Charakter. Irgendwie nimmt ihn das alles mit, aber andererseits verkauft er seine Prophezeihungen. Auch hier wird leider nicht sehr viel erklärt. Es ist einfach so wie es ist und der Leser hat es schon zu glauben. So wie Will handelt, handelt auch der Autor wie es mir scheint. Ich finde es ja großartig, dass das Autor sein Ding durchzieht, aber mir persönlich gefällt es nicht so gut. Überzeugt hat er mich damit leider nicht. Auch die Charaktere, die immer wieder auftauchen hauen mich nicht vom Hocker. Ich mag die Freunde von Will gerne. Irgendwie sind sie ein echt putziges Paar, aber das ist ja nicht die Hauptsache von dem Buch.


“Schicksal, Bestimmung – das sind Mythen.
Wir sind die Summe unserer Entscheidungen.
Also entscheiden Sie weise.”
~ S. 506


Aber der Schreibstil des Autors gefällt mir sehr gut. Er lässt sich leicht und flüssig lesen. Ich hatte ein wenig Angst, dass auch das langweilig werden könnte, wo die Geschichte mich von Anfang an nicht so gefesselt hat.

Auch unterm Strich, wo ich meine Gedanken in der Rezension einigermaßen ordnen konnte, kann ich immer noch nicht sagen, ob das Buch mir gefällt.
Ich finde die Geschichte an sich gut, aber es ist kein Thriller. Der Thrill, der einfach in ein Thriller gehört fehlt. Okay, das Ende könnte man vielleicht darin einordnen, aber es war mir zu schnell erledigt. Es hat sich für mich einfach keine Spannung aufgebaut. Für mich ist das Buch einfach nichts Ganzes, aber auch nichts Halbes. Es war okay.

Wer mal einen Thriller lesen mag, der auch was für schwache Nerven ist, dem möchte ich dieses Buch empfehlen. Für Thriller-Leser ist das Buch wohl eher nichts.


Das Cover


Ein ganz untypisches Thriller-Cover. Es ist mir auch einfach zu bunt.

Oracle Year - Tödliche Wahrheit von Charles Soule


Fazit


Ein sehr ruhiger Thriller, der für mich kein Thriller ist. Das Thema ist sehr interessant, aber zu lückenhaft umgesetzt. Schade! Es hätte wirklich was tolles draus werden können.

3/5 Sternchen
(okay)

Notizen


Weitere Blogger-Meinungen zu dem Buch
Hast du das Buch rezensiert und möchtest hier verlinkt werden? Melde dich bei mir.

Zum Buch
Thriller | Goldmann Verlag | 512 Seiten | Taschenbuch
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Verlag.
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsbuch. ♡


Loading Likes...

2 thoughts on “Rezension zu Oracle Year – Tödliche Wahrheit von Charles Soule”

  1. Ich finde das Cover toll – genau das hat mich angelockt, weil es wirklich auffällig und bunt ist.
    Deine Rezension hat mich aber wieder ein bisschen ernüchtern lassen. Für mich ist es sehr wichtig, dass auch die Hintergründe, die Entwicklung bis zu dem Punkt, an dem das Buch spielt und die Zusammenhänge und Motivationen gut erklärt und für mich nachvollziehbar sind. Dass dem Buch ein bisschen der Thrill fehlt, wäre für mich zu verschmerzen, wenn die Erzählweise mich trotzdem gut unterhalten kann. Aber fehlende Erklärungen verderben mir meistens nachhaltig den Lesespaß. Ich glaube, ich lasse (erst mal) die Finger von dem Buch.
    Liebe #Litnetzwerk-Grüße
    Gabi

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Beim Kommentieren werden dein Name, E-Mail, Kommentar sowie deine IP-Adresse und den Zeitstempel deines Kommentars gespeichert werden, um die Übersicht über Kommentare zu behalten und Missbrauch zu verhindern. Du kannst deinen Kommentar jederzeit wieder löschen. Mein Blog nutzt Gravatar, um dein Avatar beim Kommentar anzuzuzeigen. Deine verschlüsselte und für den Empfänger nicht reproduzierbare E-Mail-Adresse wird an Auttomatic geschickt, damit dein hinterlegtes Profilbild gegebenenfalls angezeigt werden kann. Detaillierte Informationen findest du in meiner Datenschutzerklärung.