Rezension zu Obsession von Simon Beckett

Rezension zu Obsession von Simon Beckett

23. Mai 2018 24 Von Steffi
“Ein Kind, das schweigt. Ein Geheimnis, das tötet.
Als seine Frau unvermutet stirbt, ist Ben am Boden zerstört. Allein Jacob, Sarahs autistischer Sohn, spendet ihm Trost.
Doch während Ben die gemeinsame Wohnung aufräumt, macht er eine ungeheuerliche Entdeckung: Jacob war gar nicht Sarahs leibliches Kind. Offenbar hatte sie den Jungen entführt, als der
noch ein Baby war. Fassungslos engagiert Ben einen Privatdetektiv, der Jacobs leiblichen Vater schnell ermittelt. Keiner ahnt, dass damit eine Lawine tödlicher Obsessionen ins Rollen gebracht wird.”
~ Klappentext

Meine Meinung


Simon Beckett ist ein Autor, der von Krimi- und Thrillerleser eigentlich durchweg gemocht wird. Er schreibt unheimlich gut und gerade seine Hunter-Reihe wird in den Himmel gelobt. Dass er auch Einzelbände kann, hat er, meiner Meinung nach, auf jeden Fall bewiesen. Ich mag seinen ruhigen Schreibstil, der im nächsten Moment eine Bombe platzen kann und das Buch damit unglaublich spannend macht. Aber auch in der Spannungsphase hat er einen ruhigen Schreibstil. Ich mag es unheimlich gerne lesen.

Die Geschichte beginnt recht ruhig. Man merkt schon, dass es Ecken und Kanten gibt, die eine gewisse Spannung erzeuge, aber die “Lawine der tödlichen Obsession” bleibt erst mal aus. Diese “Obsession” würde ich tatsächlich auch eher einem anderen Charakter und dessen Tun zuschreiben. Die ist zwar gewalttätig und psychopathisch, aber nicht unbedingt tödlich. Blutig ist dieser Thriller nicht wirklich und ich würde ihn auch eher in die Psychothriller-Schiene schieben.

Das Ende war für mich allerdings vorhersehbar. Genauso wie es ablief, dachte ich es mir auch schon. Aber ich finde es gut, dass es so abgelaufen ist. Anderes wäre auch unlogisch geworden und hätte nicht mehr gepasst. Wobei Überraschungen ja immer gut sind.

Die Charaktere sind wirklich gut gemacht. Man merkt, dass der Autor sich über diese Gedanken gemacht hat. Er scheint viel über die Krankheit von Jacob recherchiert zu haben. Und auch sein leiblicher Vater kommt in seiner Art glaubwürdig rüber. Ich stelle es mir schwer vor, solche psychischen Eigenarten glaubhaft hinzubekommen. Aber ich kaufe ihm seine Figuren komplett ab.
Ebenso das Setting, dass er erschafft. Das Setting ist ein wichtiger Bestandteil der Geschichte.

Für Thriller-Leser eine absolute Empfehlung von mir. Und auch für Thriller-Einsteiger möchte ich das Buch empfehlen.


Das Cover


Es ist so schlicht und so einfach. Ich liebe es!

Obsession von Simon Beckett


Fazit


Es ist ein recht ruhiger Psychothriller, der mich aber wirklich überzeugt hat. Simon Beckett sollte man nicht über seine Hunter-Reihe definieren, denn mit diesem Buch hat er bewiesen, dass er Einzelbände auch kann.

5/5 Sternchen
(genial)

Notizen


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Zum Buch
Thriller | Rowohlt | 416 Seiten | Taschenbuch
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Verlag.


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