Rezension

Rezension zu Neondunkel von Solveig Engel

Neondunkel von Solveig Engel
“Als innerhalb kurzer Zeit zwei ihrer Mentoren sterben und der dritte nur knapp dem Tod entgeht, stößt die Physikerin Dr. Melanie Glanz auf verwirrende Indizien. War es Mord? Aber wer außer ihr hätte ein Motiv? Mel gerät in einen Strudel aus Leistungsdruck, Schuldgefühlen und Angst. Die Schatten einer längst verdrängten Vergangenheit kriechen empor. Sie lauern im flackernden Neonlicht des unterirdischen Labors, durchdringen schwere Stahltüren und meterdicke Betonwände, bis sie niemandem mehr traut, am allerwenigsten sich selbst.”
~ Klappentext

Meine Meinung


Die Autorin Solveig Engel hat mit ihrem Buch “Neondunkel” den “Indie Autor Preis 2018” gewonnen. Und ich möchte behaupten, dass sie den Preis zurecht bekommen hat, denn das Buch ist einfach krass. Man merkt beim Lesen, dass die Autorin vom Fach ist. Man merkt, dass in diesem Buch unglaublich viel Herzblut steckt. Ich mag es wie sie schreibt, auch wenn ich manchmal bei einigen Fachbegriffen oder Erklärungen nicht mitkomme. Ich hätte mir hier etwas leichteres gewünscht oder vielleicht eine kleine Erklärung. Wissenschaft an sich ist schon sehr genial, aber wenn ich nicht mal verstehe, was die da überhaupt erforschen, ist es unschön.
Es ist auch großartig gemacht, dass das Buch aus mindestens zwei Perspektiven erzählt wird. Auch hier war ich zuerst leicht verwirrt, aber es wurde nach und nach immer klarer. Und irgendwann war es so genial, dass ich die Verwirrtheit schon wieder vergessen hatte. Ich finde es großartig, wie die Autorin erst viel Verwirrung stiftet, um es dann nach und nach wieder aufzuklären, um dann wieder zu verwirren.

“Niemand hört das Kratzen des Skalpells, die Musik, die aus dem Fernseher dudelt, oder den Atem er einzigen anwesenden Person.”
~ Buchbeginn

Die Geschichte an sich gefällt mir sehr gut. Es ist mal was anderes. Ein Wissenschaftsthriller habe ich bisher noch nicht so oft in den Händen gehalten. Wahrscheinlich auch, weil es schnell in die entsprechende Fachrichtung gehen kann. Und ein Begleitheft mit den Erklärungen mag ja keiner. Die Geschichte um Mel, die viel arbeitet und nebenbei noch eine Familie hat, die alles andere als einfach ist. Das kann schon zu viel werden… Ich kann hier gar nicht so viel zur Geschichte schreiben ohne zu spoilern. Bis zum Schluss war ich unsicher, wer denn jetzt für alles verantwortlich ist. In der Regel habe ich meistens einen Favoriten, aber hier wurde ich immer wieder auf einen anderen Charakter geschubst, der es vielleicht sein könnte. Der vielleicht mit allem zu tun hat. Und irgendwie habe ich mit dem Ende nicht gerechnet.

Die Charaktere finde ich großartig gemacht. Gerade diesen Zwiespalt, den Mel hat, finde ich sehr gut ausgebaut. Ich weiß allerdings nicht, was ich von Mel halten soll. Ein weiterer Charakter ging mir wahnsinnig auf die Nerven, aber ich glaube, dass das von der Autorin beabsichtigt ist. Auch hier würde ich gerne mehr erzählen, würde aber sehr spoilern. Hier musst du dir unbedingt selber ein Bild machen.
Hier ist die Sache einfach rund. Das Setting und die Charaktere passen einfach perfekt zusammen.

Ich würde diesen Wissenschaftsthriller auch direkt als Psychothriller einstufen, denn das ist er absolut.
Wer Lust hat auf einen Thriller, der den Leser immer wieder verwirrt, aber trotzdem echt gut ist, der muss diese Buch einfach lesen.


Das Cover


Auf dem Cover gibt es was zu entdecken. Etwas, was man erst versteht, wenn man das Buch gelesen hat. Ich mag auch das Neongrün sehr gerne. Es passt ganz gut zusammen.

Neondunkel von Solveig Engel


Fazit


Teilweise fachbezogen, so dass ich nicht alles verstanden habe. Verwirrung, Auflösung, erneute Verwirrung. Sehr genial gemacht!

4/5 Sternchen
(ganz gut)

Notizen


Weitere Blogger-Meinungen zu dem Buch
nichtohnebuch

Zum Buch
Thriller | Selfpublish | 524 Seiten | Taschenbuch
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Verlag.
Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsbuch. ♡


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