Rezension zu Nachtblau der See von Gabriela Kasperski

Nachtblau der See von Gabriela Kasperski

“Kurz vor der Premiere eines Freilicht-Theaterstücks bei Schloss Greifensee stürzt eine junge Schauspielerin von der Tribüne in den Tod. Sie hätte in der Shakespeare-Komödie die Hauptrolle gespielt. War es ein Unfall – oder hat jemand nachgeholfen? Werner Meier übernimmt den Fall, während Zita Schnyder ihre eigenen Interessen verfolgt und verdeckt ermittelt. Sie stösst auf ein System voller Intrigen, Korruption und Gewalt, doch die Zeit läuft ihr davon. Denn bald wird sich der Vorhang heben …”
~ Klappentext

Meine Meinung

Puh, schwere Kost. In jeglicher Hinsicht. Ich versuche mal nicht viel zu spoilern, möglichst gar nicht.

Der Klappentext verrät so gar nichts. Dass es um einen Mordfall im Theater geht wird verraten. Eigentlich ist es im Groben auch das, womit die Geschichte startet, aber nicht unbedingt endet. Das Theaterstück ist in meinen Augen zwar ein Ursprung, hätte aber durch alles möglich ersetzt werden können.
Wer den ersten Satz des Buches liest, der kann sofort erahnen, worum es überhaupt geht. Was der Hintergrund ist für dieses Buch bzw. was dieses Buch aussagen möchte. Es ist ein wichtiges Thema, das kein Tabu-Thema sein sollte, aber leider ist. Okay, darauf möchte ich hier und heute nicht weiter eingehen. Das ist ein Thema für sich.

“”Für diese Titten würde ich killen”, sagte der bärtige Karohemdträger zu seinen Nachbarn.”
~ Buchbeginn

Und das ist der erste Part, den ich als schwere Kost ansehe. Das Thema ist wirklich schwer und das so zu verpackten ist auch schwer. Das macht die Autorin okay. Es überzeugt mich leider nicht ganz. Mir fehlt an einigen Stellen die Logik. Warum passiert das Eine oder Andere? Ich kann das einfach nicht nachvollziehen. Und das meine ich jetzt ganz egal, ob bei den männlichen oder weiblichen Charakter.

Und Charakter gibt es viele. Viel zu viele. Meier ist der Ermittler und dann kommt da seine Frau. Dann noch weitere Ermittler, Freunde und die Leute vom Theater. Es sind einfach viel zu viele und ich bin einfach nicht mehr durchgestiegen wer wer ist. Oft ist es ja so, dass man zum Ende des Buches wenigstens einen gewissen Durchblick hat, aber dieser Durchblick stellte sich bei mir nicht ein. Zum Erschwernis kam dann noch, dass mal der Vorname und mal der Nachname genannt wurde. Das macht das Ganze nicht unbedingt einfacher.
Leider waren die Charaktere auch durchweg oberflächlich.

“Die Kommentare liessen nicht auf sich warten, unglaublich, wie viele Menschen schon um fünf Uhr früh ihre Meinung in die Welt posaunten.”
~ S. 84

Interessant finde ich, dass das Internet bzw. Instagram mit einbezogen wurde. Allerdings extrem überspitzt. Ich war selber viele Jahre auf Instagram und kann es nachvollziehen, wie die Autorin damit umgeht. Und auch wenn die Autorin es hier gerne in den Vordergrund rücken möchte, macht sie es nicht glaubhaft. Dieses “gefährliche Halbwissen”. So kommt es bei mir jedenfalls an.

Dann die nächste schwere Kost ist der Schreibstil. Leider packt mich der Schreibstil gar nicht bzw. ist mir auch tatsächlich zu schwer. Ja, es ist kein einfaches Thema, das sich die Autorin ausgesucht hat. Der schwere Schreibstil macht es nicht einfacher das Buch zu lesen. Unglaublich schade.

“Meier verstand den Online-Kosmos nicht. Er war ein Mann des gedruckten Wortes, von Zelluloid und Fotopapier, von Zeit.”
~ S. 276

Ich muss ehrlich sagen, dass ich froh war, als ich das Buch schließen konnte. Ich hatte immer noch die Hoffnung, dass es mich packen könnte. Aber auch das Ende hat mich nicht überzeugt. Es wird zwar schon aufgelöst, aber für mich waren mehr Fragezeichen da als am Anfang.

Nein, leider kann ich für dieses Buch keine Leseempfehlung gehen.

Das Cover

Das Cover ist schon sehr auffällig. Zum Inhalt passt er nur leider gar nicht.

Nachtblau der See von Gabriela Kasperski

Fazit

Es ist nicht mein Buch. Viele Dinge, die mich nicht begeistern konnten.
Rezension Sterne
2/5 Sternchen
(naja)
Nachtblau der See

WerbungZum Buch
“Nachtblau der See” von Gabriela Kasperski
Kriminalroman
emons Verlag | erschienen am 23.09.2019
336 Seiten | Klappenbroschur | ISBN 9783740806422 | 11,99 EUR
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Verlag.
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsbuch. ♡

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Signatur Buchblog angeltearz liest

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2 Kommentare bei “Rezension zu Nachtblau der See von Gabriela Kasperski

  • Guten Morgen Steffi!
    Die Autorin ist mir bei einem Kinderbuch bereits begegnet und was mir am meisten hängen geblieben ist, und du hier auch wieder aufgreifst, waren die viel zu vielen Charaktere, die alle ihren oberflächlichen Auftritt hatten. Scheint, als gehöre das zu dem Stil der Autorin – mein Fall war es jedenfalls auch nicht.

    Liebe Grüße!
    Gabriela

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