Rezension

Rezension zu Maschinenengel von Dominik A. Meier

Maschinenengel von Dominik A. Meier
“Es gibt keine Helden. Wenn die Dunkelheit über die Menschheit hereinbricht, gibt es keine strahlenden Ritter in der Finsternis und keine Tapferkeit, die Licht in die Nacht bringt, kein Leuchtfeuer der Hoffnung. Dann gibt es nur noch uns. Wir sind der Orden des Weißen Raben, die Milites Ordinis. Mit Feuer und Stahl stellen wir uns den Schrecken, die aus der Hybris der Menschheit geboren wurden. Wir stellen uns Fleisch gewordener Angst und Albträumen, die auf der Erde wandeln. Mein Name ist Rah sechs-sechs-sieben. Diese Bezeichnung ist alles, was ich habe. Mein Leben ist vorgezeichnet und mein Tod steht außer Frage. Ich hatte mich damit abgefunden – bis jetzt. Denn jetzt gibt es Ira in meinem Leben. Eine Adeptin. Ein Maschinenengel.”
~ Klappentext

Meine Meinung


Dass ich “Machinenengel” lesen musste, war mir recht schnell klar, nachdem mir “Tumor” richtig gut gefallen hat.

Ich finde das Konzept dahinter auch sehr gut. Die Bücher gehören zwar zusammen, sind aber eigenständig. Sie erzählen eine fortlaufende Geschichte, die aber in sich abschließt. Soweit die Aussage vom Autor. Die Aussage unterstütze ich aber nicht komplett. Denn es werden immer wieder Querverweise zum vorherigen Band getätigt. Immer wieder wird erwähnt, was früher passiert ist und warum das jetzt so gehandhabt wird. Okay, man kann ohne das Hintergrundwissen leben, aber ich mag das nicht so gerne. Ich bin da ganz glücklich, dass ich weiß wovon die Charaktere da reden.


“Ich fragte mich manchmal, warum der Mensch ein Bewusstsein besaß.”
~ Buchbeginn


Mir gefällt nach wie vor, dass der Autor die Genre so geschickt mixt. Science Fiction mit Thriller. Im Gegensatz zum vorherigen Band fehlt hier aber der Horror- und Mystery-Anteil. Das Dystopie wird jetzt langsam zur Utopie. Obwohl, wer weiß. Es war mir stellenweise auch schon zu langweilig und zu lang. Letzendlich würde ich sogar sagen, dass ein paar Szenen unnötigen gewesen wären. Sie haben mit dem Verlauf der Geschichte sehr wenig zu tun. Das hat beim Lesen für unnötige Längen gesorgt.

Zwischendurch hatte ich das Gefühl, dass der Autor seinen roten Faden verloren hatte. Die Geschichte driftete in eine Richtung ab, mit der ich erstens nicht gerechnete habe und zweitens für mich überhaupt nicht in den Verlauf gepasst hat. Hier bin ich allerdings froh, dass ich weitergelesen habe, denn letztendlich war es wieder logisch und schloss in sich ab.
Das Ende hat mich allerdings sehr überrascht, da es nicht zum Rest der Geschichte passte. Es ist ein unglaublich krasses und zerschmetterndes Ende. Ich kann es mir gut denken, wie es im 3. Band weitergeht und ich bin gespannt drauf. Ich finde es aber irgendwie merkwürdig, dass Buch so enden zu lassen. Die Geschichte hat mich als Leser nicht auf das Ende vorbereitet.


“Wir sind nur winzige Sandkörnchen in der Brandung des Schicksals. Genieß den Augenblick. Genieß dein Leben.”
~ S. 30


Der rote Faden war an sich der Protagonist, der ziemlich wilden Kram erlebt. Allerdings zieht hier der Autor nicht unbedingt Neues an. Ich hätte mir hier viel mehr Fantasy gewünscht, wie er auch schon vorher bewiesen hat. Aber diese Richtung, die er mit dem Protagonisten geht ist ausgelutscht. Das ist so schade!
Leider erfahren wir auch recht wenig über die Charaktere. Zwei der Damen wurden aus dem vorherigen Band übernommen und die kannte ich schon einigermaßen. Aber leider fehlte von dem Rest ein wenig.

Der Autor schreibt wirklich sehr gut. Er hat es auf jeden Fall wieder geschafft, dass ich das Buch sehr gerne gelesen habe.
Etwas Struktur und eine klare Linie wären nicht verkehrt, aber ich gehe davon aus, dass es bei diesem Buch einfach gewollt ist. Er nimmt allerdings kein Blatt vor den und. Gerade bei grausamen Szenen wird es wirklich bildlich beschrieben.


“”Verdammt. Ich lachte. Mir waren gerade zwei Flügel, zwei richtige Flügel aus dem Rücken gewachsen und hatte mich endgültig zu einem Dämon gemacht und ich ärgere mich, dass ich nicht mehr auf dem Rücken schlafen konnte.”
~ S. 343


Letzendlich muss ich sagen, dass ich bei diesem Buch sehr zwiegespalten bin. Einerseits hat es wirklich Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Und ich bin auch wirklich begeistert. Es muss ja nicht immer nach dem gleichen Schema ablaufen. Aber, ich fand die Geschichte einfach zu durcheinander.
Ich bin unheimlich gespannt, wie es im nächsten Band weitergeht. Welche zwei Charaktere weiter dabei sein werden, ist ja schon klar.


Das Cover


Ich finde das Cover richtig genial. Vor allem die Flügel, die ich jetzt zu ordnen kann, wo ich die Geschichte kenne.

Maschinenengel von Dominik A. Meier


Fazit


Auch wenn ich etwas hin und her gerissen bin, finde ich das Buch ganz okay. Es hat Spaß gemacht zu lesen.

3/5 Sternchen
(okay)

Die Buchreihe

Band 1 – Tumor
Band 2 – Maschinenengel


Notizen


Weitere Blogger-Meinungen zu dem Buch
libramorum

Zum Buch
Thriller / Dystopie / Science Fiction | Selfpublished | 478 Seiten | Taschenbuch
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Autor.
Vielen Dank an den Autor für das Rezensionsbuch. ♡


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