Rezension zu Lass mich los von Jane Corry

Lass mich los von Jane Corry

“Als die junge Anwältin Lily Ed heiratet, hofft sie auf einen Neuanfang. Sie möchte die Geheimnisse der Vergangenheit hinter sich lassen. Doch als sie ihren ersten wichtigen Fall annimmt, fühlt sie sich merkwürdig von ihrem Klienten angezogen. Einem Mann, der des Mordes angeklagt ist. Einem Mann, für den sie bald alles riskiert. Doch ist er wirklich unschuldig?”
~ Klappentext

Meine Meinung

Der Klappentext des Buches hat mich magisch angezogen. Das liest sich so spannend und auf dem Cover steht “Psychothriller”. Also eigentlich ist die Kombination schon ein Garant dafür, dass es gut wird. Oder auch nicht.

Ich habe schon lange kein so trockenes Buch gelesen. Ich habe das ganze Buch über das “Psycho” vermisst, denn der Klappentext hat mich in die Richtung geschoben, dass es zwischen Anwältin und Mörder zur Sache geht. Aber nein! Bei Weitem nicht, denn um diesen Part dreht es sich nämlich nicht so viel. Es wird immer mal wieder erwähnt und immer mal wieder wird es heikel zwischen den Beiden, aber es ist nicht der Hauptkern der Geschichte.
Der Hauptkern ist Lilly und ihre Lebensgeschichte. Dazu kommen noch weitere Charaktere, die man zu erst nicht zuordnen kann und man sich fragt, was sie überhaupt damit zu tun haben. Was zum Ende hin aber dann wieder logisch erscheint.

Ich habe noch nie ein Buch gelesen, wo die Autorin dauerhaft die Protagonistin schlecht macht. Sei es nur, dass sie sich selber als fett bezeichnet in Kleidergröße 44. Das ist für mich ein absolutes No-Go. Ich verstehe auch nicht, was für ein Sinn das hat. Es gibt viele Möglichkeiten Negatives in einen Thriller einzubauen, aber sowas funktioniert nicht. Ich muss auch sagen, dass keinen der Charaktere sympathisch finde. Vielleicht ist hier das “Psycho” zu finden, weil alle Charaktere irgendwie ihr Päckchen zu tragen haben.
Der Schreibstil der Autorin reißt das Buch wirklich raus, weil sie leicht schreibt. Es lässt sich wirklich sehr gut lesen.

Schlecht finde ich die Übersetzung des Titels. Im Original heißt das Buch “My Husband’s Wife”. Wäre das so ins Deutsche übersetzt worden, hätte es vielleicht einen anderen oder eher richtigen Eindruck erweckt.

Ich finde es schwierig das Buch zu bewerten. Wenn man von Anfang an weiß, worum es geht, dann kann man sich darauf einstellen. Ich bin mit ganz anderen Erwartungen an das Buch gegangen. Andererseits ist es sonst wirklich gut geschrieben und macht auch in sich Sinn. Wieder andersrum finde ich es frech, wie mit den Charakteren umgegangen wird. Wenn man das Psycho auf die Charaktere schiebt und nicht auf die Geschichte, dann passt das auch wieder.

Für mich war das Buch letztendlich okay. Es hat mich unterhalten und das ist die Hauptsache. Eine Leseempfehlung stelle ich jetzt so in den Raum.

Das Cover

Ich finde das Cover ganz gut. Es passt super zum Thriller.

 

Fazit

Es war okay. Der Klappentext erweckt eine ganz andere Erwartung an das Buch. Leider auch viel Negatives, was mir aufgefallen ist. Trotzdem lässt es sich gut lesen und ich bereue nicht es gelesen zu haben.
3/5 Sternchen
(okay)

Notizen

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Zum Buch
Psychothriller | Diana Verlag | 576 Seiten | Taschenbuch
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Verlag.
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsbuch. ♡

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4 thoughts on “Rezension zu Lass mich los von Jane Corry

  • Hallo,

    vielen Dank für deine REzi, ich habe mit dem Buch schon geliebäugelt, jetzt lasse ich lieber die Finger davon.
    Wenn Titel in die Irre führen mag ich das auch nicht. Was sollen solche Übersetzungen bloß?

    Ich wünsche dir ein schönes Weihnachtsfest und besinnliche Feiertage,
    liebe Grüße Barbara!

    • Hey Barbara,
      ich weiß auch nicht, was das mit der Übersetzung des Titels soll. Meiner Meinung nach passt der deutsche Titel auch eher semigut zum Buch…

  • Huhu Steffi,
    bei diesem Buch wollte ich ein paar Meinungen abwarten und gerade tendiere ich dazu es eher nicht zu lesen. Ich hatte in der letzten Zeit ein paar mittelprächtige Bücher dabei und hätte gerne mal wieder ein Highlight.
    Liebste Grüße, Petra

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