Rezension zu Invisible von Ursula Poznanski und Arno Strobel

Invisible von Ursula Poznanski und Arno Strobel

“Du bist so wütend auf ihn. Du hasst diesen Menschen mehr als alles auf der Welt – obwohl du ihn gar nicht kennst. Und dann schlägst du zu…
Eine Serie von grauenvollen Morden gibt den Hamburger Kriminalkommissaren Nina Salomon und Daniel Buchholz Rätsel auf: Einem Patienten wird während einer OP ins Herz gestochen, ein Mann totgeschlagen, ein anderer niedergemetzelt… Die Täter sind schnell gefasst. Nur ihre Motive sind völlig unbegreiflich, denn keiner von ihnen hat sein Opfer gekannt. Das einzige, was sie verbindet: Die unermessliche Wut auf das Opfer. Und dass sie nicht wussten, was über sie kam.
Kann es sein, dass sie manipuliert wurden? Aber von wem und vor allem: wie?
Was Salomon und Buchholz schließlich aufdecken, wirft ein ganz neues Licht auf die Dinge, die unser Leben so bequem machen…”
~ Klappentext

Meine Meinung

Mein erstes Buch dieses Autoren-Duos und dann fange ich noch mit dem 2. Band an.

Das macht in meinen Augen gar nichts, habe ich gemerkt. Klar, die Charaktere Nina und Daniel kennen sich schon und haben ein Buch lang schon miteinander zu tun gehabt. Ich finde allerdings, dass es nicht schlimm ist, diese Entwicklung (noch) nicht gelesen zu haben. Also ja, man kann dieses Buch gerne lesen, wenn man Band 1 “Anonym” noch nicht gelesen hat. Ich für meinen Teil werde den 1. Band trotzdem noch lesen wollen.
Denn dieses Buch hat mir wirklich sehr gut gefallen.

“Er war schon um halb sieben da gewesen, obwohl er wusste, dass man den Patienten erst um acht Uhr in den OP schieben würde.”
~ Buchbeginn

Ich finde es total genial, dass das Setting in Hamburg ist. In Hamburg spielen so selten Thriller. Es ist cool, wenn ein Straßenname genannt wird, den man kennt und bei dem man gedanklich entlang gehen kann. Zusammen mit den Charakteren. Das macht das Leseerlebnis irgendwie noch realer.

Nina und Daniel sind typische Ermittler und irgendwie habe ich ein Bild von den Beiden im Kopf, das einfach nicht weggehen will. Ich finde das schon ganz cool. Sie haben beide ihre Eigenarten, die wirklich sehr gut raus geschrieben sind. Nina, die Draufgängerin und Daniel, der Korrekte. Zusammen ergänzen sie sich perfekt.

“”Ich bin ein ganz besonderer Mensch, wissen Sie”, sagte er, als wir uns verabschieden.”
~ S. 85

Die Autoren schreiben das Buch im Wechsel. Arno Strobel schriebt den Part von Daniel und Ursula Poznanski den Part von Nina. Und man merkt auch den Unterschied der beiden Autoren. Ich finde es ganz erfrischend. Oft ist es bei Autoren-Duos so, dass die Schreibstile verschwimmen. Dass es ein gemeinsames Buch gibt, aber man nicht wirklich heraus lesen kann, wer was geschrieben hat.

Das Buch liest sich auch entsprechend. Mal aus der Sicht von Nina und mal aus der Sicht von Daniel. So unterschiedlich die Charaktere sind, so unterschiedlich sind auch die Schreibstile der Autoren. Einzeln sehr genial und dennoch ergänzen sie sich perfekt. Ich kann auch gar nicht sagen, wen von den beiden Autoren ich lieber gelesen habe. Beide machen das Buch bzw. die Geschichte rund.

“Als sie aufblickt, sehe ich ihr wahres Wesen, wenn auch nur für einen Bruchteil einer Sekunde.”
~ S. 256

Die Geschichte ist einfach nur krass. Am Anfang hätte ich nicht damit gerechnet, dass es in diese Richtung läuft und solch krasse Hintergründe hinter den Taten steht. Ich war so konzentriert auf die Morde und die Täter, dass mir dieser Hintergrund gar nicht in den Sinn gekommen wäre. Dabei ist der Hintergrund fast noch wichtiger als die Taten selbst. Es verbreitet eine gelassene Spannung. Es ist jetzt nicht so, dass es extrem spannend ist, um man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Trotzdem fängt die Geschichte einen ein und lässt nicht mehr los. Ich wollte einfach wissen warum das alles passiert.

Ich müsste hier eigentlich eine Triggerwarnung aussprechen, aber ich würde spoilern.
Sollten dich schlimme Dinge triggern, die in Richtung Mord gehen könnten, dann lies das Buch nicht. Aber eigentlich solltest du dann generell keine Thriller lesen.

Dass die Autoren mich mit der Geschichte so hinter das Licht geführt haben, rechne ich ihnen hoch an. Absolut genial!
Auf jeden Fall eine dicke Leseempfehlung von mir.

Das Cover

Sehr pink und auf jeden Fall sehr auffallend. Ist Geschmackssache. Mein Geschmack ist es nicht, aber der Inhalt zählt.

Rezension Invisible von Ursula Poznanski und Arno Strobel

Fazit

Die beiden Autoren haben mich mit dem Buch eingefangen und ich muss unbedingt mehr von denen lesen. Die Geschichte ist sehr genial gemacht.
Rezension Sterne
4/5 Sternchen
(ganz gut)

Die Buchreihe

Band 1 – Anonym
Band 2 – Invisible

Rezension Invisible von Ursula Poznanski und Arno Strobel

WerbungZum Buch
“Invisible” von Ursula Poznanski und Arno Strobel
Thriller
Rowohlt Verlag, Wunderlich | erschienen am 27.03.2018
368 Seiten | Band 2 | Paperback | ISBN 9783805200158 | 14,99 EUR
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Verlag.

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10 thoughts on “Rezension zu Invisible von Ursula Poznanski und Arno Strobel

  • Huhu (=

    Kenne Band 1 und 2 und jap, kannst beide unabhängig voneinander lesen oder hören. Mir gefiel der erste Band jedoch um einiges besser und wie schon auf Insta: mich hat Daniel einfach dezent genervt! Und gerade nach dem klar war wer und warum – das “zweite” Ende war mir zu überzogen!
    Kann dir aber nur zustimmen, der Fall selbst ist super – finde es interessant, das sich das Duo wohl intensiv der Thematik verschreibt zusammen, denn auch in Band 1 spielt das Internet eine große Rolle.

    Mukkelige Grüße!

  • Liebe Steffi,
    Wie schön, dass dir der Thriller auch gefallen hat. Mich begeistert an der Reihe auch so sehr, dass er in Hamburg spielt und ich Schauplätze wiederkenne und dann ganz anders vor Augen habe, als in anderen Büchern. Das macht für mich echt viel des Reizes aus. Aber natürlich ist auch der Fall echt spannend.
    Mir persönlich hat der erste Band noch deutlich besser gefallen. Also kann ich dir echt nur empfehlen, den auch noch zu lesen. Und ich persönlich mag es bei Reihen schon immer ganz gern, die in der richtigen Reihenfolge zu lesen, um die Entwicklung der Charaktere und der Hintergrundgeschichte mitverfolgen zu können. Aber halten tue ich mich da auch nicht immer dran. ;D
    Liebe Grüße, Julia

    • Hey Julia,
      du bist nicht die Erste, die mir sagt, dass der 1. Band besser ist. :D Ich werde ihn auf jeden Fall noch lesen.
      Wenn erst der 2. Band erschienen ist, finde ich es nicht schlimm damit anzufangen. Die Charakterentwicklung ist, in der Regel, ja noch nicht so stark.

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