Rezension | Into the Water von Paula Hawkins

Rezension | Into the Water von Paula Hawkins

14. Juni 2017 6 Von Steffi
“»Julia, ich bin’s. Du musst mich anrufen. Bitte, Julia. Es ist wichtig …« In den letzten Tagen vor ihrem Tod rief Nel Abbott ihre Schwester an. Julia nahm nicht ab, ignorierte den Hilferuf. Jetzt ist Nel tot. Sie sei gesprungen, heißt es. Julia kehrt nach Beckford zurück, um sich um ihre Nichte zu kümmern. Doch sie hat Angst. Angst vor diesem Ort, an den sie niemals zurückkehren wollte. Vor lang begrabenen Erinnerungen, vor dem alten Haus am Fluss, vor der Gewissheit, dass Nel niemals gesprungen wäre. Und am meisten fürchtet Julia das Wasser und den Ort, den sie Drowning Pool nennen …”
~ Klappentext

Meine Meinung


Bei “Girl On The Train” hat die Autorin schon bewiesen, dass sie es schafft die Leser zu verwirren. Einen Thriller eigentlich gar nicht wie ein Thriller wirken zu lassen. Sie erzählt eine Geschichte, die dann hier und dann ihre Spannung aufbaut und behält.

Der Schreibstil ist allerdings nach wie vor schwierig. Ich hatte wieder damit zu kämpfen mich einzufinden.
Bei jedem Kapitel springt die Autorin zwischen verschiedene Charaktere hin und her. Leider wechselt sie auch in den Schreibweisen. Mal aus der “ich”-Version, mal spricht der eine Charakter wie in einem Brief mit dem Anderen. Was mich leider oft aus dem Lesefluß gezogen hat.Der Klappentext hat mich sehr angezogen. Das Ganze klingt sehr mystisch und in Verbindung mit einem Psychothriller verspricht es wirklich spannend zu werden.

Ich hatte allerdings das Gefühl, dass die ganze Geschichte eigentlich kurz erzählt ist. Aber so viel drum herum geschrieben wurde, um ein Buch zu füllen. Ich würde das jetzt nicht als Längen bezeichnen, denn so ist es nicht. Es ist einfach eine kurze Geschichte, die in ein dickes Buch gepackt wurde.

Wie es ausgeht, hatte ich mir schon von Anfang an gedacht. Finde ich etwas schade, dass es mich dann doch nicht mehr überraschen konnte. Ich hatte so auf ein anderes Ende gehofft!

Vom Ende weiß ich auch nicht so, was ich davon halten soll. Einerseits ist es abgeschlossen, andererseits leicht offen gehalten. Ob das Absicht der Autorin ist, kann ich nicht sagen. Es gefällt mir jedenfalls nicht.Die Charaktere sind aber dafür unheimlich gut ausgearbeitet. Jeder hat doch irgendwie sein Päckchen zu tragen. Und manchmal wird man von der Vergangenheit eingeholt, ob man will oder nicht. Sympathische Charaktere würde ich jetzt nicht sagen, aber sie passen sehr gut zum Buch.

Gut gemacht fand ich, dass neben der Seitenzahl immer der Name des Charakters steht, der “gerade dran ist”. Da ich die einzelnen Charaktere nicht herauslesen konnte, konnte ich mich da dran orientieren.

Mich hat das Buch unbefriedigt zurück gelassen. Vielleicht habe ich mir auch einfach zu viel versprochen.
Es war ganz nett zu lesen. Wer Lust hat, auf einen Psychothriller, aber sich nicht traut, der kann gerne zu diesem Buch greifen. Psycho und Thriller ja, aber eher von der ruhigen, leichten Seite.


Das Cover


Schon ein Hingucker! Ich mag dieses kräftige Blau. Es ist auch nicht abzustreiten, dass es einfach passt.

Fazit


Es ist nicht einfach zu lesen. Dennoch fand ich es okay, da das Buch mich gefesselt hat.

3/5 Sternchen
(okay)


Notizen


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Girl on the Train – Du kennst sie nicht, aber sie kennt dich.

Zum Buch
Psychothriller | blanvalet | 480 Seiten | Broschur
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Verlag.
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsbuch. ♡


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