Rezension zu Insomnia – Der Traum der Bestie von Dominik A. Meier

Insomnia - Der Traum der Bestie von Dominik A. Meier

“Der Untergang des Cubes hat alles verändert. Die ewige Ordnung des Schleiers ist in sich zusammengefallen und mit ihr ist auch die letzte Gewissheit aus dieser Welt verschwunden. Alva und Jules sehen sich schier unmöglichen Herausforderungen gegenüber. Nicht nur der klaffende Riss im Himmel, sondern auch das Ende der Bestienkämpfe bedrohen das Überleben des Schleiers und das aller Menschen in ihm. Doch bald schon gibt die sterbende Welt Geheimnisse preis, die sie niemals für möglich gehalten hätten.”
~ Klappentext

Meine Meinung

Ich bin ja der Meinung, dass es verdammt schwierig ist, einen zweiten Band gut hinzubekommen, wenn der erste Band so genial war. Die Messlatte des Lesers ist dann extrem hoch und der zweite Band kann dann einfach nur schlecht da stehen. Es ist die Kunst von dem Autor, aus dem zweiten Band ein Buch zu machen, das wenigstens in die Nähe des ersten Bandes kommt. Ich nenne es immer ganz nett den “Zweiten-Band-Fluch”.

Der Autor Dominik A. Meier hat mich mit dem ersten Band von “Insomnia” sehr begeistert. Die Idee hinter dem ganzen fand ich schon mega und dann hat er es wieder richtig genial umgesetzt. Ich bin es allerdings auch von ihm gewohnt, dass er im ersten Band Vollgas gibt und das dann im zweiten Band halten kann. Und auch hier konnte das Buch wieder locker mithalten. Allerdings hatte der zweite Band kleine Längen, die es etwas gezogen haben.

“Alva preschte mit halsbrecherischer Geschwindigkeit durch das Dickicht des Waldes.”
~ Buchbeginn

Es wurde stellenweise sehr viel Geredet. Ich bin absolut kein Fan davon, wenn sich die Charaktere in die Ecke setzen und dann erst mal über die nächsten Seiten eine Unterhaltung führen müssen. Wenn dann noch rumgejammert wird, wie schwer das Leben ist und wie gemein andere sind. Okay, das ist jetzt schlecht ausgedrückt. Jedenfalls wenn es zwei Bestienkämpferinnen, also harte Frauen, sind. Dann passen diese gejammerten Gespräche einfach nicht ins Bild.
Gerade Alva, die ich im ersten Band wirklich möchte, hat hier einen Knacks bekommen. Alva ist eigentlich eine Frau, die ihre Frau steht. Sie ist hart im Nehmen und steht dazu, was sie tut. Wenn auch etwas widerwillig. Im zweiten Band ist sie sehr weinerlich geworden. Ich weiß noch nicht, wo das hinführen soll, aber ich vertraue da dem Autor. Auch hat er Alva in eine andere Richtung gehen lassen, als ich dachte.

Der Autor ist sehr gut darin, Charaktere wieder auftauchen zu lassen, die vorher gestorben sind. Irgendwie schafft er es immer, die dann wieder reinzuschreiben. Eigentlich kann man sich in der Hinsicht gar nicht so sicher sein, was man da liest. Es kann eh wieder ganz anders kommen, als man denkt. So auch in dieser Geschichte. Der Ablauf an sich war etwas trocken, finde ich. Es passiert eigentlich echt wenig für so viele Seiten. Wenn ich das mal so an mir vorbei ziehen lasse. Und vor allem das Ende hat mich etwas stutzen lassen. Ich weiß nicht, was er damit bezwecken will, außer sich im Kreis zu drehen mit der Geschichte. Aber ich bin gespannt, wo es hingeht.

“”Ich fühle mich wie ein Packesel.”
“Du bist ein Packesel.”
“Ich bin eine Bestienkämpferin.””
~ S. 165

Ich mag den Schreibstil des Autors sehr. Mittlerweile ist es schon ein “Nach-Hause-Komm”-Gefühl, wenn ich ein Buch von ihm aufschlage. Wie er schreibt mag ich, also wie er in einer Leichtigkeit die Sätze dahinfließen lässt.

Ich rechne es ihm auch jedes Mal wieder hoch an, dass er sich und seine Bücher nicht in eine Schublade stecken lässt. Dieses Buch ist ein Mix aus Science Fiction, Fantasy, Horror und Cyperpunk. Und eigentlich auch noch mit einem Haus Thriller, denn der darf einfach nicht fehlen. Selten findet man mal ein wenig Romantik und wenn dann merkt man es, dass es ihm einfach nicht liegt. Und genau dieser Mix macht den Autor aus.

“Sie war die, die nicht sein sollte.”
~ S. 374

Ich bin so gespannt, wo die Reise in Band 3 hingehen wird und was mich da erwartet. Das Ende von Band 2 ist so offen… Offener geht es schon gar nicht mehr.
Band 2 sollte nicht gelesen werden, wenn man Band 1 nicht kennt. Denn Band 2 baut direkt auf Band 1 auf und man würde alles nicht verstehen. Aber ich gebe eine dicke Leseempfehlung für die beiden Bücher.

Insomnia - Der Traum der Bestie von Dominik A. Meier

Fazit

Ein guter 2. Band, der leicht im Schatten von Band 1 steht. Aber trotzdem extrem viel Spaß gemacht hat.

Rezension Sterne
5/5 Sternchen
(genial)

Die Buchreihe

Band 1 – Das Herz der Bestie
Band 2 – Der Traum der Bestie

Der Traum der Bestie

WerbungZum Buch
“Insomnia – Der Traum der Bestie” von Dominik A. Meier
Cyperpunk, Fantasy
Selfpublish | erschienen am 14.05.2020
513 Seiten | Band 2 | Taschenbuch | ISBN 9788639651564 | 16,99 EUR
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Autor.
Vielen Dank an den Autor für das Rezensionsbuch. ♡

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