Rezension

Rezension zu Höllenqual von Ed James

Höllenqual von Ed James

“Auf einer Landstraße in Oxfordshire wird eine ausgemergelte junge Frau gefunden. Sie ist nackt. Die Polizei geht von einer Drogensüchtigen aus, doch Detective Sergeant Aidan Corcoran ahnt, dass hier ein grausames Verbrechen geschehen ist. Und seine Vermutung wird bald zur Bestätigung: Das Opfer weist Fesselmale auf und wurde über Wochen festgehalten und ausgehungert. Um mehr über den Täter und seine Motive herauszufinden, wird die Kriminalpsychologin Dr. Marie Palmer zu den Ermittlungen hinzugezogen. Sie soll ergründen: Gibt es womöglich noch mehr Opfer, die in genau diesem Augenblick höllische Qualen erleiden müssen?”
~ Klappentext

Meine Meinung

Dieses Buch war für mich auch eine kleine Qual, denn zwischendurch habe ich echt überlegt, ob ich es abbreche. Aber hier hat es sich wieder gezeigt, dass man am Ball bleiben sollte. Dass man weiter lesen sollte. Denn nach und nach hat sich das Buch doch extrem spannend entwickelt und ich war so froh, dass ich es beendet habe.

Mich konnte das Buch am Anfang überhaupt nicht mitreißen. Die Ermittler sind durchweg platt geschrieben. Irgendwie konnte ich sie das ganze Buch lang nicht greifen. Ich denke, dass diese Charaktere vielleicht nur ein Beiwerk waren. So nach dem Motto “einer muss ja ermitteln”. Dann packen wir noch ein paar mehr Ermittler dazu und eine Psychologin und dann passt es. Ähm, nee. Die Ermittler haben, für mich, einen nicht unwichtigen Wert. Sie eröffnen das Buch und machen es lebendig. Ist schon schade, wenn das nicht genutzt wird.

“Rob Rutherford trat einen Schritt zurück und warf einen letzten Blick auf sein Werk.”
~ Buchbeginn

Hauptaugenmerk liegt hier wirklich auf die Höllenqualen, die die Opfer erleben. Bei den meisten Thrillern ist es so, dass Zwischenkapitel da sind, wo wir den Täter verfolgen können. Seine Gedanken lesen können und vielleicht auch einen Einblick in seine Psyche bekommen. Das ist hier so gar nicht. In den Zwischenkapiteln erzählen die Opfer, die alle lebendig gefunden werden, was mit ihnen geschehen ist. Was sie erlebt haben bei dem Täter. Mal eine ganz andere Sicht sozusagen. Ab da fing es an für mich spannend zu werden. Unter anderem eben auch, weil es mal eine ganz andere Sicht ist.

Und genau da fing ich auch an den Schreibstil des Autors zu mögen. Weil es nicht mehr dieses Platte hatte von den Ermittlern, sondern wirklich mal in die Tiefe ging. Und es ist nicht gespoilert, wenn ich das schreibe, aber in diesen Zwischenkapiteln hat er sich selber übertroffen. Es ist schwer zu schreiben, was ein Opfer empfindet. Es erlebt wirkliche Höllenqualen und diese authentisch an den Leser zu übermitteln, das ist nicht einfach. Und hier hatte mich der Autor und ich konnte über die platten Ermittler über weg sehen, denn diese spielten in den Fall nur eine untergeordnete Rolle.

Ich möchte dieses Buch wirklich empfehlen. Allerdings nur an Fans des Genres, denn in meinen Augen ist es ein Psychothriller.

Höllenqual von Ed James

Fazit

Ich bin froh, dass ich das Buch nicht abgebrochen habe. Ein wirklich guter und durchdachter Thriller.

Rezension Sterne
4/5 Sternchen

Höllenqual

WerbungEckdaten zum Buch
“Höllenqual” von Ed James
Originaltitel: Senseless
Thriller
blanvalet Verlag | erschienen am 05.10.2022
544 Seiten | Taschenbuch | ISBN 9783734109881 | 12,00 EUR
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Verlag.
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsbuch. ♡

Signatur Buchblog angeltearz liest

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