Rezension zu Genom von A. G. Riddle

Genom von A.G. Riddle

“Im Jahr 2003 wurde das erste menschliche Genom zerlegt und analysiert: Ein historischer Moment. Aber nur ein Wissenschaftler kennt die Wahrheit, die in unserer DNA verschlüsselt ist. Dieses Geheimnis kann alles ändern: Unsere Vergangenheit – und unsere Zukunft! Wer es besitzt, hat Macht über die gesamte Menschheit. Dr. Peyton Shaw, die das Vermächtnis des legendären Wissenschaftlers Paul Kraus erforscht, kommt einer globalen Verschwörung auf die Spur …”
~ Klappentext

Meine Meinung

Fast ein Jahr nach Band 1 erschien endlich der zweite Band. Kaum zu glauben, dass es schon ein Jahr her ist, dass ich Band 1 regelrecht verschlungen hatte.
Ja, okay, das Timing ist jetzt gerade wirklich schlecht. Ein Buch über eine Pandemie, wo dich gerade eine da ist. Aber hey, die Buchwelt geht ja trotzdem weiter. Dachte ich jedenfalls, als ich Band 2 in die Hände genommen hab.
Allerdings musste ich feststellen, dass Band 2 so gar nichts mit der Grundgeschichte von Band 1 zu tun hat. Es geht in eine komplett andere Richtung, was ich einfach mega finde. Also ganz umsonst einen Kopf gemacht, dass es vielleicht jetzt etwas komisch werden könnte, wenn ich diese Rezension tippe.
Die Pandemie aus Band 1, ja das Buch heißt auch tatsächlich so, ist zwar noch im Hintergrund Thema, aber absolut nicht vorrangig.

Hier schreibe ich auch direkt, dass es absolut unsinnig ist, dieses Buch zu lesen, wenn man Band 1 nicht gelesen hat. Erstens setzt es genau da an, wo Band 1 endet und zweitens versteht man den ganzen Sinn dieses Buches nicht, wenn man Band 1 nicht gelesen hat.

“Adelines Familie verließ Berlin mitten in der Nacht.”
~ Buchbeginn

Zur Geschichte kann ich deswegen nicht wirklich viel schreiben, ohne zu spoilern. Schreiben kann ich aber, dass mir die Wandlung der Geschichte sehr gefällt. Es ist verrückt, was sich der Autor hier überhaupt ausgedacht hat. Und vor allem wie er überhaupt da hingekommen ist. Es ist kein Wunder, dass die Bücher so dick sind, denn eigentlich holt er extrem weit aus und spinnt da eine verrückte Geschichte zusammen. Wobei ich sie, in der heutigen Zeit, gar nicht mehr so abwegig finde. Wer weiß!

Am Ende des Buches schreibt der Autor, dass die Geschichte eigentlich eine Trilogie werden sollte, aber er sich da doch gegen entscheiden hat. Die Geschichte ist mit Band 2 erzählt und da kommt jetzt nichts mehr. Und da muss ich ihm zustimmen. Das Buch schließt perfekt ab und alles, was jetzt noch kommen würde, würde extrem hoch gegriffen werden. Wobei das Ende wirklich schon etwas hoch gegriffen ist. Wo die Geschichte an sich noch realistisch sein könnte, ist das Ende dann doch sehr utopisch. Vielleicht musste der Autor sich hier selber etwas stoppen.

“Für Desmond sah die Welt völlig anders aus als noch vor einer Sekunde.”
~ S. 224

Den Autor habe ich bisher als ein sehr realistischer und sehr guter Autor kennen gelernt. Er schreibt unglaublich gut und fesselt mich jedes Mal wieder aufs Neue, wenn ich ein Buch von ihm in meinen Händen halte.
Allerdings muss ich sagen, dass es dieses Mal leider etwas gedauert hat, bis mich das Buch so richtig packen konnte. Irgendwie war es doch recht eintönig was da passiert ist und das aus allen Sichtweisen, die wir hatten. Es wird nämlich nicht nur aus einer Sicht erzählt, sondern auch verschiedenen Sichten. Allerdings kennen wir die Charaktere und deren Sichtweisen schon aus dem 1. Band. Genau kann ich hier leider auch nichts schreiben, da ich sonst zu viel schreiben würde.

Die Charaktere mag ich aber immer noch. Alle wie sie wieder da auftauchen und da ist es ganz egal, ob gut oder böse. Irgendwie haben sie doch alle ihr Päckchen zu tragen und tun Dinge aus voller Überzeugung. Ich mag es ja, wenn der Autor einem Charakter so viel mitgibt und den für seine Sache einstehen lässt. Das lässt die ganze Geschichte realistischer wirken. Auch wenn gerade das manchmal nicht so gut ist.

“Wenn ich dir etwas erzählen würde, das… alles ändert, woran du glaubst, würdest du mit dann immer noch vertrauen?”
~ S. 368

Dass die Dilogie Thriller sind, merkt man in Band 2 wesentlich mehr als in Band 1. Band 1 habe ich sehr gerne gelesen wegen der Pandemie und Band 2 wegen dem ganzen Hintergrund, warum diese Pandemie überhaupt passiert ist.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung mit dem Hinweis, dass man den ruhigen Anfang des Buches gerne durchhalten sollte.

Genom von A.G. Riddle

Fazit

Nach einer anfänglichen Länge hat sich das Buch zu einem echt spannenden Thriller entwickelt.
Rezension Sterne
4/5 Sternchen
(ganz gut)

Die Buchreihe

Band 1 – Pandemie
Band 2 – Genom

Genom

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“Genom” von A. G. Riddle
Originaltitel “Genome”
Thriller
Heyne Verlag | erschienen am 10.02.2020
544 Seiten | Band 2 | Taschenbuch | ISBN 9783453439399 | 10,99 EUR
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Verlag.
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsbuch. ♡

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3 Kommentare bei “Rezension zu Genom von A. G. Riddle

  • Hey Steffi,

    Jetzt habe ich auch endlich deine Meinung zu diesem 2. Band gelesen. Ich hatte Anfangs auch etwas Probleme reinzufinden. Ich hatte etwas Probleme beide Bücher anfangs in Einklang zu bringen.
    Die Idee von diesem 2. Band fand ich sehr spannend und interessant und bekommt mit der aktuellen Lage auch einen sehr interessanten Beigeschmack, allerdings fand ich den Weg dahin, teilweise ein bisschen zu weit hergeholt.
    Dass man unbedingt Teil 1 kennen sollte, da gebe ich dir recht, ob das gerade jetzt die richtige Lektüre ist, wer weiß. Das muss wohl jeder für sich selber entschieden, ob man damit umgehen kann oder nicht.

    LG, Moni

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