Rezension zu Forderung von John Grisham

Rezension zu Forderung von John Grisham

1. Mai 2018 6 Von Steffi
“Sie wollten die Welt verändern, als sie ihr Jurastudium aufnahmen. Doch jetzt stehen Zola, Todd und Mark kurz vor dem Examen und müssen sich eingestehen, dass sie einem Betrug aufgesessen sind. Die private Hochschule, an der sie studieren, bietet eine derart mittelmäßige Ausbildung, dass die drei das Examen nicht schaffen werden. Doch ohne Abschluss wird es schwierig sein, einen gut bezahlten Job zu finden. Und ohne Job werden sie die Schulden, die sich für die Zahlung der horrenden Studiengebühren angehäuft haben, nicht begleichen können. Aber vielleicht gibt es einen Ausweg. Vielleicht gibt es eine Möglichkeit, nicht nur dem Schuldenberg zu entkommen, sondern auch die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Ein geniales Katz- und Mausspiel nimmt seinen Lauf.”
~ Klappentext

Meine Meinung


Ich mag die Bücher von John Grisham total gerne. Er hat einen Schreibstil an sich, den ich unheimlich gerne lese. Ja, er schreibt nicht einfach und nicht jeder Leser kommt damit klar. Aber ich mag es und bisher hat mich der Autor nicht enttäuscht. Auch in diesem Buch gefällt mir sein Schreibstil wirklich sehr gut. In der Hinsicht ist alles beim Alten und ich bin begeistert.

Allerdings nicht von der Geschichte. Ich habe schon lange kein so trockenes Buch mehr gelesen. Eigentlich ist der Plot nicht schlecht und man kann da wirklich viel draus machen, denke ich. Aber irgendwie fehlte mir was in dem Buch. Es wird in Krimi / Thriller eingeordnet, was ich nicht nachvollziehen kann. Thriller auf gar keinen Fall und Krimi… Nein, auch nicht wirklich. Denn Spannung habe ich so gar keine gehabt. Ja, es passieren Dinge – logischerweise – die nicht ganz mit rechten Dingen zugehen und eigentlich auch Spannung erzeugen sollten, aber bei mir wirkte es einfach nicht. Ich war schon froh, dass die Geschichte langsam mal zu Ende ging.
Der Autor schmeißt hier auch mit vielen Fakten um sich, so dass es man wirklich schwer mitkommt. Dann springt er mit den Charakteren von eins ins andere, obwohl der erste (für mein Empfinden) noch gar nicht richtig abgeschlossen ist. Ich weiß, dass man bei Grisham-Büchern viel mitdenken muss und auch aufpassen muss, dass man mitkommt. Aber hier war es mir einfach zu viel und zu schnell.

Auch die Charaktere waren mir zu platt. Es wird zwar ein wenig über diese erzählt. Vor allem von Zola und ihrer Familie erfährt man viel, aber von den Jungs eher weniger. Auch wird eine Nebengeschichte angedeutet, von der ich gerne mehr erfahren hätte. Aber die verläuft sich leider im Sande. Finde ich schade. Ein Roman lebt von seinen Charakteren. Charakteren, die man gerne verfolgt und deren Geschichte man miterleben möchte. Hier ist das irgendwie nur teilweise gewesen.

Ich habe den Eindruck, dass der Autor noch viel mehr hätte schreiben wollen. Es vielleicht auch getan hat, aber dann wieder raus gestrichen bzw. kürzt hat. Es fehlt mir an manchen Stellen etwas, aber deswegen kommt es mir wahrscheinlich auch schnell vor. Es ist ganz schwierig zu beschreiben.

Dennoch fand ich das Buch okay. Es ist eben ein Grisham, wenn in meinen Augen auch kein typisches.

Eine Leseempfehlung spreche ich nur für Fans aus, die den neuen Grisham unbedingt lesen möchten.


Das Cover


Ich liebe diese schlichten Cover so sehr. Auch die Farbkombination mit dem Petrol ist ganz mein Geschmack.

Forderung von John Grisham


Fazit


Es hätte so schön sein können, war aber nur okay. Ich mag die Schreibstil von Grisham nach wie vor gerne, aber diesmal war die Geschichte so trocken und die Charaktere recht platt.

3/5 Sternchen
(okay)

Notizen


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Das Original

Zum Buch
Roman | Heyne Verlag | 432 Seiten | Hardcover
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Verlag.
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsbuch. ♡


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