Rezension zu Flammenbrut von Simon Beckett

Rezension zu Flammenbrut von Simon Beckett

25. Juli 2018 8 Von Steffi
“Mein Feuer wird dich verbrennen.
Die junge Geschäftsfrau Kate Powell steht mit beiden Beinen erfolgreich im Leben. Allein ihr sehnlichster Wunsch blieb bisher unerfüllt: ein Kind. Ein anonymer Spender kommt für Kate nicht in Frage. Also gibt sie eine Annonce auf, um einen geeigneten Vater zu finden. Alex Turner scheint der perfekte Kandidat …”
~ Klappentext

Meine Meinung


Ich finde es ganz cool, dass der Autor eine kleine Erklärung zu Anfang des Buches schreibt. Wie es zu dem Buch kam und warum er genau diese Geschichte aufgreift. Ich mag es ganz gerne, wenn ein Autor sich ein wenig erklärt. Nicht, dass er das muss, das möchte ich nicht damit sagen. Aber Hintergründe zu einem Buch finde ich sehr spannend.

Dieser Thriller ist eines seiner ersten Werke, die nichts mit der bekannten Hunter-Reihe zu tun haben. Als müsste er sich beweisen, dass er auch Einzelbände schreiben kann. Und ja, das kann er!
Ich mag seinen Schreibstil sehr. Er strahlt eine Ruhe aus, die für Thriller eher untypisch ist. Er baut im richtigen Moment Spannung auf und lässt dann die Bombe platzen, um gleich die nächste Spannung aufzubauen.

“Manche Augenblicke brennen sich uns unauslöschlich ein.”
~ Buchbeginn

Bei diesem Buch hat er mich allerdings ein wenig warten lassen. Ich war kurzzeitig auf den ersten 100 Seiten geneigt abzubrechen. Denn es beginnt, sehr sehr ruhig und ich konnte mir einfach nicht erklären, was das Feuer mit dem Ganzen zu tun hat. Aber Beckett wäre nicht Beckett, wenn da nicht bald mal was passieren sollte.
Also habe ich weiter gelesen und das war auch gut so. Auf einmal überschlugen sich die Ereignisse und die Protagonistin kam gar nicht mehr zur Ruhe. Das extrem ruhige Buch, das eher die Lebensgeschichte der Protagonistin erzählt wurde zum absoluten Psychothriller und das so abrupt, dass ich erstaunt war wie schnell das gehen kann.

Die Charaktere fand ich mega. Gerade die beste Freundin von Kate ist sehr gut ausgearbeitet. Sie ging mir so auf den Keks, weil sie so eine biestige Frau ist. Aber auch die anderen Charaktere stehen ihr in nichts nach. Durch den ruhigen Anfang hatte ich das Gefühl alle richtig kennen zu lernen.
Auch wie er mit ihnen spielt. Soll man jetzt Mitleid haben? Soll man den Charakter mögen oder hassen? Er lässt da den Leser absoluten Freiraum. Absolut genial gemacht.

Die Geschichte an sich gefällt mir sehr gut. Ich kann alles was Kate macht und wie sie denkt nachvollziehen. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob das jeder kann.
Ich bin aber überzeugt, dass jeder Leser hier seine Meinung zu hat und einen Charakter finden, hinter dem er stehen kann. Ich stehe hinter Kate, voll und ganz. Und ja, das Ende hat mich unglaublich gefreut.

Für Thriller-Fans eine absolute Empfehlung. Und nicht abschrecken lassen, dass es so ruhig beginnt. Es ändert sich!


Das Cover


Ich mag diese schlichten Cover unheimlich gerne. Auch wenn weiße Cover 08/15 sind. Aber ich mag es! Die rote Schrift auf dem weißen Untergrund passt einfach perfekt.

Flammenbrut von Simon Beckett


Fazit


Es fing schon fast zu ruhig an und wurde dann zu einem extrem spannenden Psychothriller. Das ganze Thema war schon sehr gut ausgewählt und auch ausgearbeitet. Es hat mir sehr gut gefallen!

4/5 Sternchen
(ganz gut)

Notizen


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Zum Buch
Thriller | Rowohlt | 400 Seiten | Taschenbuch
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Verlag.


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