Rezension

Rezension zu Fairwater von Oliver Plaschka

Fairwater von Oliver Plaschka
“Willkommen in Fairwater, dem Venedig Marylands, mit seinen dunklen Kanälen und steinernen Brücken: An diesen Ort voll seltsamer Gestalten verschlägt es die Washingtoner Reporterin Gloria, die an der Beerdigung ihres alten Freundes Marvin teilnehmen möchte. Marvin, so sagt man ihr, habe in einer Traumwelt voll fantastischer Wesen gelebt und sich schließlich umgebracht. Dass seine Leiche nicht gefunden wurde, weckt Glorias berufliche Neugierde. Immer tiefer dringt sie in die Geheimnisse von Fairwater ein und muss sich dabei Kräften stellen, an deren Existenz sie noch vor wenigen Tagen niemals geglaubt hätte.”
~ Klappentext
 

Meine Meinung


Puh, dieses Buch ist wirklich sehr speziell. Man muss sich auf dieses Buch einlassen können und es kann definitiv nicht “mal eben schnell” gelesen werden.
Ich mag verrückte Sachen! Ich mag verrückte Geschichten, aber sie müssen mich fesseln können. Das tat dieses Buch auch wirklich. In den ersten Kapiteln! Danach wurde es langweilig, schwerer zu lesen und es viel mir schwer mich auf das Buch zu konzentrieren.

Ich muss auch ehrlich gestehen, dass meine Konzentration ab Seite 300 so ca. nachließ und ich nur noch überflogen habe. Ich hatte keine Lust mehr mich mit dem Inhalt auseinander zu setzen. Irgendwie war die komplette Geschichte zu viel. Zu viele Details, zu viele Charaktere, zu viele unnötige Erklärungen. Alles in allem hat es mich nur noch mehr verwirrt.
Der Untertitel “Die Spiegel des Mr. Bartholomew” sagen so ziemlich alles aus, wenn man die ersten Kapitel kennt. Und sowas mag ich nicht. Ich lese immer noch weiter, in der Hoffnung, dass mich das Buch noch packt, mir noch eine Wendung zeigt, die mich überrascht. Leider blieb das hier aus.

“War Marvin oft hier? Er schrieb häufig von dir, bevor er seinen einzigen Bleistift verlegte und vergaß, sich einen neuen zu kaufen.”
~ S. 56

Die Charaktere waren alle wirklich durchdacht. Zu Beginn des Buches gibt eine kleine Auflistung, wer wer ist und im welchen Jahr er geboren ist. Was auch wiederum wichtig ist, denn mit den Hauptkapiteln wechseln die Charaktere und auch die Jahrgänge. Es hat alles mit dem Todesfall zu tun, aber in verschiedenen Perspektiven und verschiedenen Jahren. Die verschiedenen Charaktere haben verschiedene Eigenarten, die man auch rauslesen kann. Verschiedene Umgangsarten, was sicherlich auch mit den verschiedenen Jahrgängen zu tun hat. Das Problem an der Sache ist, dass diese durcheinander sind. Ich möchte in einem Fantasybuch nicht etwas nachschlagen müssen. Ich möchte mich von der Geschichte berieseln lassen, eintauchen und mitfiebern. Mitdenken ist auch super, aber es darf mich nicht verwirren.

Der Autor kann schreiben, das merkt man. Dadurch, dass er jedem Charakter und jedem Jahrgang seinen eigenen Charme und Schreibstil aufdrückt. Aber er konnte mich einfach nicht halten. Ich fand die ersten beiden Kapitel am Stärksten und dann wurde es immer schwächer. Was mich, wie schon geschrieben, einfach nicht halten konnte. Das Buch hat mich als Leserin immer weiter verloren und ich hatte immer weniger Lust, wieder zu dem Buch zu greifen.

Sehr genial finde ich aber die Aufmachung des Buches. Die Illustrationen, die verschiedenen Schriftarten. Es ist wirklich was fürs Auge. Aber das ist leider in so einem Buch nicht das Wichtigste.
Fakt am Rande: 2007 erschien das Buch bereits bei einem anderen Verlag und gewann 2008 den Deutschen Phantastik Preis. 2018 erschien es, in einer überarbeiteten Version, bei Droemer Knaur. Mich würde die erste Version sehr interessieren, da diese einen großen Preis gewonnen hat.

Es ist einfach nicht mein Buch.
Wer aber trotzdem Lust auf ein verrücktes Fantasyerlebnis hat, dem möchte ich das Buch empfehlen.

 

Das Cover


Hat was von einem klassischen Horrorbuch. Ich finde das Geschnörkelte ganz schön, aber der Rest nicht so. Vom Cover ausgehend würde ich das Buch nicht kaufen wollen, da es für mich einen falschen Eindruck übermittelt.

Fairwater von Oliver Plaschka


Fazit


Trotz der Verwirrung und der paar Kritikpunkte ist das Buch okay. Die Geschichte ist verrückt und hat verrückte Charaktere.

3/5 Sternchen
(okay)
 

Notizen


Weitere Blogger-Meinungen zu dem Buch
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Zum Buch
Fantasy | Droemer Knaur | 480 Seiten | Taschenbuch
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Verlag.
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsbuch. ♡

 

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6 thoughts on “Rezension zu Fairwater von Oliver Plaschka”

  1. Hallo Steffi,

    danke für deine ehrliche Rezension! Ich habe dieses Buch auf der Wunschliste, weil es mich sehr interessiert. Ich finde, du gibst einen sehr guten Einblick in das, was einen erwartet. :)
    Trotz deiner Kritikpunkte hat mich das Buch neugierig gemacht und werde es bestimmt irgendwann mal lesen.

    Liebe Grüße
    Nicole

  2. Liebe Steffi,

    oh, schade! Den beim Inhalt dachte ich erstmal: Haben will!
    Mein jetziges Buch ist auch so. Es ist zwar kein Roman, aber das macht es ja auch nicht besser. Ich überspringt auch immer wieder Passagen.

    Hihihi, ich habe mal wieder einen tag für Dich dabei. Diesmal einen echt schweren. Ich habe extra geschaut, ob Du ihn schon gemacht hast. Man muss dabei echt grübeln, aber vielleicht hast Du ja trotzdem Lust – oder gerade deswegen. https://hundertmorgen-wald.blogspot.de/2018/04/monopoly-book-tag.html#more

    Ich wünsche Dir einen wundevoll sonnigen Tag!
    Liebe Grüße
    Petrissa

    1. Hey Petrissa,
      es ist so schade, aber irgendwie will man ja auch nicht aufgeben. Vielleicht wird es ja noch besser…

      Ich schaue sehr gerne mal. <3 Danke schön fürs Taggen

      Dir auch einen tollen, sonnigen Tag!

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