“Was bleibt von dir, wenn du keinen eigenen Willen mehr besitzt?
Nachdem Lennox bei einem Autounfall nicht nur seinen rechten Arm, sondern auch seine Schwester verliert, flüchtet er sich in die digitale Welt, um seine Sorgen zu vergessen. Sein neuer, technisch nachgerüsteter Arm hilft ihm dabei, sich überall reinzuhacken und jede Menge Unsinn anzustellen. Doch einem Gerücht kann Lennox nicht entfliehen: In seiner Stadt verschwinden immer mehr Menschen spurlos. Als Lennox ungewollt entdeckt, wie an einer der Vermissten Experimente durchgeführt werden, sieht er sich mit einer schrecklichen Wahrheit konfrontiert: Wie viele Menschen haben noch ihren freien Willen? Und wer steckt dahinter? Nur Lennox‘ außergewöhnliche Hacker-Skills können die Stadt retten. Aber wem kann er trauen, wenn alles vernetzt ist?”
~ Klappentext
Meine Rezension
Ich muss ehrlich gestehen, dass nicht ganz so viel in dem Buch passiert. Was ich in dem Moment auch nicht so schlimm fand. Die Geschichte um Chips in Menschen, die diese willig machen sollen, ist nicht neu. Aber sie wird immer wieder neu erzählt und das finde ich so spannend. Allerdings wurde in diesem Buch nichts Neues erzählt. Aber wie schon gesagt, finde ich es mega und es war für mich gerade passend. Ich glaube, das liegt aber auch einfach daran, wie man sich gerade fühlt. Wäre ich mit einer anderen Grundeinstellung an das Buch gegangen, hätte es mich bestimmt etwas genervt.
“In meiner Kindheit fand ich es nie schlimm, Angst zu haben.”
~ Buchbeginn
Hier und da hätte es trotzdem etwas ausgereifter bzw. etwas tiefer sein können. Ich habe noch ein paar Fragen offen, die mir der Autor in dem Buch nicht beantwortet. Sowas finde ich immer schade. Es ist ein Einzelband und dann sollten schon alle Geschichten und Eckpunkte beantwortet werden. Ich hätte gerne mehr über die Firma Exilium erfahren. Viel, viel mehr. Ich finde hier hat es sich der Autor zu einfach gemacht und ist bei dem bösen Schema-F geblieben. So schade! Auch hätte mich interessiert, wie es bei den Charakteren weiter gegangen ist. Was ist mit Nia? Ihren Hintergrund hätte mich sehr interessiert. Ohne zu spoilern kann ich an dieser Stelle leider nichts schreiben.
Absolut gefeiert habe ich den Schreibstil des Autors. Ich musste so oft grinsen, weil mich der flapsige Schreibstil total abgeholt hat. Es ist auch einfach mein Humor. Deswegen habe mich sofort wohl gefühlt. Lieber Autor, bitte behalten diesen Schreibstil bei. Mir ist er absolut sympathisch und ich möchte mehr davon lesen.
Meine Rezension klingt bisher recht negativ, aber das ist so gar nicht gemeint. Unterm Strich hat mich das Buch wirklich sehr gut unterhalten und ich habe es wirklich gerne gelesen. Deswegen gibt es für diese Dystopie eine Leseempfehlung von mir.
Fazit

4/5 Sternchen

“Exilium” von Colin Hadler
Jugendbuch
Thienemann-Esslinger Verlag, Planet! | erschienen am 24.02.2023
336 Seiten | eBook | ISBN 9783522507219 | 11,99 EUR
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Verlag.
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsbuch. ♡
Danke für deine Rezension und die Bewertung: ich empfehle deinen Beitrag unseren Leserinnen und Lesern gerne weiter.
Beste Grüße,
Eddy
Danke, Eddy :)