Rezension zu Erebos von Ursula Poznanski

Erebos von Ursula Poznanski

“In einer Londoner Schule wird ein Computerspiel herumgereicht – Erebos. Wer es startet, kommt nicht mehr davon los. Dabei sind die Regeln äußerst streng: Jeder hat nur eine Chance. Er darf mit niemandem darüber reden und muss immer allein spielen. Und wer gegen die Regeln verstößt oder seine Aufgaben nicht erfüllt, fliegt raus und kann Erebos auch nicht mehr starten.
Erebos lässt Fiktion und Wirklichkeit auf irritierende Weise verschwimmen: Die Aufgaben, die das Spiel stellt, müssen in der realen Welt ausgeführt werden.”
~ Klappentext

Meine Meinung

Vor einiger Zeit habe ich den zweiten bzw. Nachfolge-Band gelesen. Er hat mir so gut gefallen, dass ich unbedingt den Anfang oder eher gesagt den Ursprung lesen wollte. Mir kam es nicht so vor, dass ich Lücken füllen wollte, sondern es war reine Neugierde.
Dieses Buch ist jetzt schon 10 Jahre alt. Kaum zu glauben! Und irgendwie ist es schon interessant zu lesen, wie so ein Spiel ohne Smartphone funktioniert. Sich dahin zurück zu denken, wie man selber “damals” gespielt hat, ist schon krass.

Vor allem hat mich auch interessiert, wie die Autorin das mit dem Spiel und der Kontrolle durch Erebos funktioniert. Wo nicht durch das GPS im Smartphone alles nachverfolgt werden kann. Und ja, ich finde die Lösung mega. Auch wenn es nicht mehr der aktuellste Stand ist, logischer Weise. Dennoch sehr, sehr cool und auch heute noch passend und es würde auch heute noch so funktionieren.

“Schon zehn Minuten nach drei und noch keine Spur von Colin.”
~ erster Satz

Ich liebe das Thema auch einfach sehr. Ich spiele unheimlich gerne Games. Am Handy besonders gerne. Geocaching und Ingress sind schon sehr cool. Deswegen locken mich Bücher mit diesen Themen sehr. Vielleicht bin ich dadurch auch sehr kritisch. Logik ist für mich da sehr wichtig und es muss einfach passen. Das Buch ist einfach rund in allem.

Von der Autorin habe ich schon einige Bücher gelesen. Und ich mag sowohl ihre Thriller, als auch ihre Jugendbücher. “Erebos” ist eines ihrer ersten Bücher und man merkt damals schon, dass sie liebt was sie tut. Sie schrieb damals schon genial. Die Seiten sind einfach so dahingeflossen. Es macht einfach Spaß, ihren Worten zu folgen.

Die Charaktere und auch das Setting haben genau die richtige Tiefe für meine Geschmack. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Die Art, wie die Charaktere reagieren und auch interagieren ist sehr genial gemacht. Genauso wie der Protagonist habe ich immer überlegt, wer wer sein könnte. Irgendwie versucht man ja doch die Parallelen zwischen Realität und Game zu ziehen. Und ja, ich lag überall falsch.

“Er beugte sich zu ihr, schon ihr Haar beiseite und küsste den Raben in ihrem Nacken.”
~ letzter Satz

Ich finde es ist ein sehr gutes Beispiel dafür, dass virtuell jeder so sein kann, wie er will. Ob das gut oder schlecht ist, stelle ich jetzt in den Raum. Und es zeigt, was ein eigentlich harmloses Spiel eigentlich bewirken kann, wenn es entsprechend eingesetzt wird. Schon beängstigend.

Unterm Strich finde ich es überhaupt nicht schlimm die beiden Bücher als eigenständig zusehen. Mir haben beim Nachfolgerband keine wichtigen Infos gefehlt und ich habe auch nicht das Gefühl, dass ich jetzt Lücken geschlossen habe. Auch andersherum würde ich sagen, dass man sich nicht spoilern kann. Man weiß im Grunde worum es geht, nur der Ablauf ist etwas anders. Ist ja klar, bei einem 10-jähirgen Unterschied.
Es hat extrem viel Spaß gemacht das Buch zu lesen. Absolute Empfehlung.

Erebos von Ursula Poznanski

Fazit

Ein mega Buch mit einem richtig genialen Thema. Ich konnte es einfach nicht aus der Hand legen.

Rezension Sterne
5/5 Sternchen

Die Buchreihe

Band 1 – Erebos
Band 2 – Erebos 2

Augenschön

WerbungEckdaten zum Buch
“Erebos” von Ursula Poznanski
Jugendbuch
Loewe Verlag | erschienen am 01.11.2011
488 Seiten | Band 1 | Taschenbuch | ISBN 9783785573617 | 9,95 EUR
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen von dem Verlag.

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Signatur Buchblog angeltearz liest

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