Rezension zu Das E.P.S.Y.L.O.N. Protokoll von Thomas L. Hunter

Das E.P.S.Y.L.O.N. Protokoll von Thomas L. Hunter

“Irgendwann im 28. Jahrhundert … In einer von Maschinen verwalteten Welt beginnt sich langsam der Widerstand zu formieren. Der Mensch will sich nicht weiter den Maschinen, den Biodroiden unterordnen und sucht einen Weg, sich von dem Joch zu befreien.
Ein junger Mann kennt die Lösung.
Während er sich auf die Suche macht, kommt die künstliche Intelligenz dem Komplott auf die Spur und versucht mit allen ihr zu Verfügung stehenden Mitteln dieses zu Unterbinden.
Sie nutzen ihre Technik, um ihm auf die Spur kommen.
Da die Künstliche Intelligenz Menschen nicht verletzen kann und darf, versucht sie, auf andere Weise, ihn aufzuhalten.
Sie spüren ihn schließlich auf … und schrecken selbst vor unzulässigen Mitteln nicht zurück, um ihn zu stoppen.
Doch das menschliche Gehirn ist nicht so leicht zu täusche…”
~ Klappentext

Meine Meinung

Das Buch zu rezensieren finde ich unheimlich schwierig, weil ich es für mich einfach nicht richtig einordnen kann. Ich weiß nicht, ob es mir gefällt oder nicht. Es ist so ein Mittelding, was schwer zu erklären wird.

Das Thema bzw. der Klappentext hat mich extrem angesprochen. Alles was mit der künstlichen Intelligenz zu tun hat, finde ich unglaublich interessant. Was mich aber auch sehr kritisch mit dem Thema umgehen lässt. Ich finde es sehr wichtig, dass hier sehr gut von Seiten des Autors recherchiert sein muss. Die künstliche Intelligenz ist ein sehr komplexes Thema. Ich bin immer weider gespannt darauf, wie ein Autor es umsetzt und wie gut er eben recherchiert hat.
Ich finde es immer unglaublich schade und verschwendetes Potential, wenn dieses Thema nicht richtig überbracht wird. Leider habe ich hier in diesem Buch den Eindruck gewonnen, dass es nur “Mittel zum Zweck” war.

“Wir gewährten ihnen die Intelligenz, um sich weiterzuentwickeln, und gaben uns der trügerischen Hoffnung hin, sie zu kontrollieren.”
~ Buchbeginn

Was mich aber im Nachgang immer wieder etwas aufstoßen lässt ist, dass der Grundplot dem vorherigen Buch des Autors “Dana” extrem ähnelt. Okay, ich bin nun in der Position, dass ich das Buch kenne. Es wäre mir logischerweise nicht aufgefallen, wenn ich das Buch nicht kennen würde. Da ich es aber kenne… Und dass ich immer wieder an das vorherige Buch erinnert werde, nervt mich irgendwie gewaltig. Ich kann gar nicht richtig verstehen, warum es mich so stört. Eigentlich sind es verschiedene Bücher, aber es gibt so viele Parallelen, die mich stocken lasse. Und da ist eben diese Grundidee, dass ein Prota etwas sucht und sich auf eine Reise begibt. Dann das findet und naja, was dann halt so passiert. Ohne zu spoilern kann ich es nicht verraten.

Leider kann ich den Protagonisten auch nicht richtig greifen. Er ist Professor an einer Uni und verlobt, wirkt aber die ganze Zeit wie ein Jugendlicher. Ich weiß auch nicht, aber ich habe die ganze Zeit während ich das Buch gelesen habe eine Horde Kids vor Augen. Auch die Art und Weise wie sie miteinander reden und umgehen, erinnert mich mehr an Kids als an junge Erwachsene.

“Er ist der “Hüter des Wissens”! Oder wie ihr sagen würdet, der Bibliothekar.”
~ S. 59

Wie ich schon geschrieben habe, ist es nicht das erste Buch, das ich von diesem Autor lese. Ich weiß schon, dass er nicht ganz einfach schreibt. Seinen Worten zu folgen kann manchmal schwierig sein. Sein Schreibstil erinnert mich sehr an Kinderbüchern, was ja auch perfekt zur “Dana”-Trilogie gepasst hat. In diesem Buch hier wirft er allerdings ab und zu ein Fremdwort ein. Es passt einfach so gar nicht zusammen. Ich habe an einigen Stellen auch das Gefühl, dass es recht krampfhaft wirkt.

Das Setting ist dafür extrem interessant und komplex. Aber leider zu wenig. Niemand kommt mal eben so auf den Mond ich denke auch nicht, dass es in der fernen Zukunft so einfach funktionieren wird. Auch wenn das Buch in der Zukunft spielt, muss es mich als Leser abholen könen. Es muss für mich realistisch erscheinen können. Leider sind hier viel zu viele Dinge einfach zu selbstverständlich. Ich möchte jetzt nicht schreiben, dass es unausgearbeitet ist.

“Frei über sich selbst und ihre Gedanken selbst zu entscheiden… und das ist gut so!”
~ S. 277

Wenn ich das Ende von diesem Buch richtig interpretiere, scheint es der erste Band einer Reihe zu sein. Dann könnte man vielleicht das eine oder andere verzeihen und vielleicht kann dann der Autor in Band 2 etwas in die Tiefe gehen.
Für mich persönlich ist dieses Buch einfach zu unrund. Und aktuell verspüre ich leider keine große Lust einen weiteren Band lesen zu wollen. Unglaublich schade. Vielleicht waren meine Erwartungen auch einfach viel zu hoch.

Das E.P.S.Y.L.O.N. Protokoll von Thomas L. Hunter

Fazit

Sehr schwierig. Ich würde es wirklich gerne mögen, aber vielleicht bin ich einfach zu kritisch und hatte zu hohe Ansprüche.

Rezension Sterne
2/5 Sternchen
(naja)
Das E.P.S.Y.L.O.N. Protokoll

WerbungZum Buch
“Das E.P.S.Y.L.O.N. Protokoll” von Thomas L. Hunter
Dystopie, Science Fiction
Hunter Verlag | erschienen am 07.02.2020
284 Seiten | Taschenbuch | ISBN 9783947086818 | 12,99 EUR
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Autor.
Vielen Dank an den Autor für das Rezensionsbuch. ♡

Weitere Rezensionen zu Bücher des Autors
Dana und das Geheimnis des magischen Kristalls

Weitere Blogger-Meinungen zu dem Buch
Hast du das Buch rezensiert und möchtest verlinkt werden? Dann melde dich bei mir.

Signatur Buchblog angeltearz liest

Diesen Beitrag teilen und liken
Loading Likes...
Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.



Bitte beachte: Beim Abschicken deines Kommentares akzeptierst du, dass deine Daten auf angeltearz-liest.de gespeichert und verarbeitet werden. Detaillierte Informationen findest du in meiner Datenschutzerklärung.