Rezension

Rezension zu Enkeltrick von Astrid Plötner

Enkeltrick von Astrid Plötner
“Im westfälischen Unna wird bei einer polizeilichen Befragung ein Mann mit der Waffe von Hauptkommissar Max Teubner erschossen. Von Teubner fehlt nach der Tat jede Spur. Erste Recherchen ergeben, dass er das Mordopfer aus seinen Dienstjahren in Köln kannte. Damals brachte er zahlreiche Mitglieder der Enkeltrickmafia ins Gefängnis. Ist er jetzt in deren Fänge geraten? Für das Team um Hauptkommissarin Maike Graf beginnen dramatische Ermittlungen, die sie bis nach Köln führen. Von Teubner gibt es weiterhin kein Lebenszeichen …”
~ Klappentext

Meine Meinung


Ich weiß auch nicht, aber was deutsche Krimis angeht, bin ich immer sehr vorsichtig. Ich weiß auch nicht wieso. Und trotzdem habe ich mich an dieses Buch gewagt. Ich schaue unheimlich gerne über den Tellerrand und lasse mich von einem Genre überzeugen, dass ich sonst eher selten lese.

Die Autorin sagte mir, dass es sich gut ohne Vorkenntnisse lesen lässt, da wenn es ein 2. Band ist. Das kann ich bestätigen. Ich hatte nicht wirklich das Gefühl, dass ich etwas aus dem vorherigen Band verpasst habe.


“”ZUGRIFF!”, krächzte eine blecherne Stimme über Funk.”
~ Buchbeginn


Ich habe lange gebraucht, bis mich das Buch abgeholt hat. Es fängt sehr ruhig an und wird immer spannender. Ja, auch am Anfang passieren nicht schöne Dinge, aber die waren so schnell wieder vergessen. Leider. Viele Andeutungen und Unklarheiten, die aber im Laufe der Geschichte aufgeklärt wurden. Allerdings haben mich diese Dinge nicht so halten können, wie es sollte. Das Buch wurde von Seite zu Seite spannender und zum Schluss konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Der Schreibstil der Autorin hat mich leider auch nicht abholen können, da er – für mich – nicht leicht zu lesen war. Es ist schwer das Auszudrücken, was ich meine. Nicht flüssig, würde ich jetzt nicht sagen. Flüssig war es aber dennoch nicht. Leider. Ich habe mich wirklich schwer getan.
Mich kann man nicht schnell aus dem Lesefluss reißen, aber doppelte Sätze lassen mich irritiert zurück. Auch unnötige Ausschmückung von Gegenständen, Personen oder Orten. Es ist mir als Leser egal, wie groß die Fliesen im Badezimmer sind oder die Fuge dazwischen. Wie eine Person geschmickt ist oder ihre Haare trägt. Ein gewisses Maß ist vollkommen in Ordnung und auch wichtig, damit mein Kopfkino anspringt. Aber das war leider zu viel des Guten.


“Er lauschte in die Stille, bekam keine Antwort und höre auch keine weitere Personen atmen.”
~ S. 161


Die Geschichte um den Enkeltrick fand ich sehr gelungen. Es ist eine Sache, die aktuell ist und über die einfach viel zu wenig aufgeklärt wird. Es ist klasse, dass das in einen Krimi verbaut wurde und nicht diese typische Mord-Aufklärung, die man sonst erwartet. Obwohl sich der Klappentext sich sehr auf diesen Mord bezieht, ist er schon fast nebensächlich. Es trotzdem mal ganz erfrischend zu lesen.

Ich finde es immer sehr schlimm, wenn Tiere misshandelt werden. Ich verstehe nicht, warum man Tiere in einen Krimi einbauen muss. Für mich hätte das fast zu einem Buchabbruch geführt.


“Daphne hatte ihren Kopf an Teubners Schulter gelegt und war eingeschlafen. Ihre tiefen und gleichmäßigen Züge deuteten darauf hin.”
~ S. 388


Die Charaktere finde ich sehr gut. Sie haben eine Tiefe, wir mir sehr gut gefällt. Auch wenn mir hier von den Charakteren Teubner und Graf etwas Hintergrundwissen fehlt, den es hoffentlich im 1. Band gibt, haben mir die wirklich gut gefallen. Die Beiden vermitteln diesen typischen Polizisten-Charme, den man sich vorstellt. Aber auch die anderen Charaktere haben ihren Platz und ihre Aufgabe und das passt wirklich sehr gut.

Sehr genial ist es auch, dass die Geschichte in Unna spielt. Das ist ein Ort, den man sehr selten bis gar nicht in Büchern liest. Ich finde es großartig, wenn der Autor hier einen Ort nimmt, den er kennt. Den er mit Straßennamen richtig betiteln kann. Das war eine ganz neue Erfahrung für mich.

Mein Bauchgefühl sagt mir, dass es okay war das Buch zu lesen. Es hat mich jetzt nicht komplett begeistert, aber es war nett zu lesen. Und ja, ich werde jetzt öfters zu deutschen Krimis greifen.
Auf jeden Fall eine Leseempfehlung von mir. Auch wenn man Band 1 nicht kennt.


Das Cover


Das Cover ist typisch deutsches Wohnzimmer der älteren Generation. Kann man machen.

Enkeltrick von Astrid Plötner


Fazit


Die Geschichte in dem Buch ist großartig. Leider git es hier und da ein paar Kleinigkeiten, die meinen Lesefluss gestört haben. Hat mir trotzdem viel Spaß gemacht das Buch zu lesen.

3/5 Sternchen
(okay)

Die Buchreihe


Band 1 – Todesgruß
Band 2 – Enkeltrick


Notizen


Weitere Blogger-Meinungen zu dem Buch
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Zum Buch
Kriminalroman | Gmeiner Verlag | 474 Seiten | Taschenbuch
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Verlag.
Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsbuch. ♡


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