Rezension zu DOORS – Wächter von Markus Heitz

DOORS - Wächter von Markus Heitz

“Den Überfall auf seinen alten Ausbilder kann Anton nicht verhindern, der betagte Schreiner landet im Koma. Seine Familie bittet Anton, die Tür fertigzustellen, an welcher der Meister unermüdlich arbeitete. Die uralten Aufzeichnungen dazu verwirren Anton. Es ist von Steinsplittern die Rede, die verwendet werden sollen, und wo sie zu finden sind. Kann die Tür wirklich derlei Wunder vollbringen, wie es in den antiken Zeilen beschrieben steht?
Plötzlich hackt sich eine Person namens Nótt in sein Leben und stellt alles auf den Kopf. Auch die Angreifer von damals haben Anton längst ins Visier genommen und jagen ihn, die Unterlagen – und die Tür. Was hat es damit auf sich? Wer sind die Gegner? Anton bleibt keine Wahl: Er muss die Tür fertigstellen, um zu verstehen und zu überleben…”
~ Klappentext

Meine Meinung

“Wächter” ist das zweite Buch aus der zweiten “Doors”-Staffel, das ich gelesen habe. Aber wieso eigentlich “Staffel”? Es gibt eine Grundidee, die der Autor in drei verschiedenen Varianten erzählt. Schon ziemlich genial. In der 1. Staffel ging es um einen Raum mit verschiedenen Türen, die in verschiedenen Welten gingen. Die Charaktere haben immer ein Ziel vor Augen. Hier in der 2. Staffel ist es nicht so. Ich hatte am Anfang der Staffel etwas Angst, dass es vielleicht in diese Richtung erneut gehen könnte. Dem war aber nicht so.

Ja, es geht wieder um die Türen, aber dieses Mal mit mehr Hintergrund. Wie werden sie erbaut und was kann man so mit ihnen machen.
Sehr genial finde ich dieses Mal, dass eine Hackerin mit von der Partie ist. Hacker, Computer, Internet und so weiter ist total mein Thema. Und auch wenn im Klappentext nicht viel davon steht, kommt sie in diesem Buch oft vor. Ich mag das gerne.

“Der Vorteil an der Frankfurter Freßgass war, dass sie niemand über Menschen in einem Café wunderte, die zwei Smartphones, einen Tabletcomputer und einen Laptop auf den Tischchen deponierten.”
~ Buchbeginn

Die Hauptgeschichte dreht sich hier um Anton. Einen ziemlich langweiligen Charakter, wie ich finde. Irgendwie konnte mich die Geschichte dieses Mal nicht wirklich abholen. Ein Schreiner, die Türen und dann der Titel “Wächter”… Es ist nicht schwer zu erraten, warum es überhaupt in diesem Buch geht bzw. wo es hingeht. Leider ist der Weg dorthin nicht sehr spannend. Ich habe mich schon leicht gelangweilt und mich gefreut mal von anderen Charakteren zu lesen.

Als dann besagtes “Wunder” passiert, puh. Das habe ich dem Autor überhaupt nicht abgekauft. Okay, einen Teil schon, aber als dann die Charaktere in eine andere Welt gelangten. Das passt alles nicht und mir fehlt da absolut das Building. Dieses Mal ist es eine Fantasywelt, die ich mir überhaupt nicht vorstellen kann. Und wenn der Autor es nicht schafft, mir diese Welt in den Kopf zu zaubern… Das kenne ich so von dem Autor nicht. Hier ist einfach zu wenig.

“Wenn der Wächter nicht wacht, wacht der Dieb.”
~ S. 137 – Deutsches Sprichwort

Dafür hat der Autor wieder viel zu viel bei dem Töten der Charaktere verbracht. Er lässt gerne Charaktere sterben. Oft ist es so, dass nur noch wenige Charaktere am Ende übrig bleiben. Er lässt sie auch gerne blutig sterben. Habe ich überhaupt nichts gegen. Ich kenne schon einige Bücher von Markus Heitz und weiß, was passiert. Allerdings ist er mir in dieser Staffel zu drüber, was das angeht. Das hatte ich auch schon bei “Energija” geschrieben, dass er zu detailliert und mit zu viel Druck daran geht. Es sind teilweise mehrere Absätze, wie ein Charakter stirbt und er lässt so viel Blut spritzen und wenn es gespritzt ist, kommt noch mal extra was raus. Es ist absolut übertrieben.
Gerade wie ein bestimmter Charakter stirbt ist wirklich zu viel und zu krass. Das hätte, meiner Meinung nach, nicht so sein müssen.

Das Konzept von diesen Staffeln ist schon sehr genial. Es gibt eine Einleitung, die in allen drei Büchern gleich ist. Diese ist 21 Seiten lang. Wenn es das erste Buch aus der Staffel ist, das man lesen möchte, liest man diese Seiten mit. Wenn es schon das zweite Buch ist, dann fängt man eben direkt bei Seite 22 an. Ich lese natürlich alle drei Bücher aus der Staffel und kann dann direkt bei Seite 22 anfangen zu lesen. Die Einleitung kann man schon am Buchschnitt sehen, denn dies ersten Seiten sind dunkler als die “normalen” Seiten.

“”Es kann eine Falle sein”, gab sie zu bedenken. “Für dich. Um dich anzulocken und -“”
~ S. 257

Es ist nicht nötig, dass man die Bücher bzw. ein Buch aus der 1. Staffel kennt. Es wird zwar kurz erwähnt und wer die erste Staffel kennt, kann auch was damit anfangen, sonst nicht.
Für mich ist dieses Buch ein wenig unrund und nicht unbedingt mein Lieblingsbuch dieser Staffel.

Das Cover

Das Schlüsselloch ist ja irgendwie das Markenzeichen der “Doors”-Bücher und es passt auch einfach perfekt.

DOORS - Wächter von Markus Heitz

Fazit

Die Geschichte war mir zu langweilig, die Charaktere starben zu krass und das Building einer Fantasywelt war zu wenig. Es war okay. Ich bin von dem Autor besseres gewohnt.

Rezension Sterne
3/5 Sternchen
(okay)

Die Buchreihe

Die Bücher der 1. Staffel

DOORS – Der Beginn
DOORS ? – Kolonie
Doors ! – Blutfeld
Doors X – Dämmerung

“Drei Bücher, drei alternative Geschichten – welche Wahl wirst du treffen?”
~ Zitat von der Verlagsseite

Die Bücher der 2. Staffel

DOORS – Drei Sekunden
Doors – Energija
Doors – Wächter
Doors – Vorsehung

DOORS - Wächter von Markus Heitz

WerbungZum Buch
“DOORS – Wächter” von Markus Heitz
Mystery, Thriller
Verlag Droemer Knaur | erschienen am 01.08.2019
288 Seiten | 2. Staffel | Taschenbuch | ISBN 9783426524633 | 9,99 EUR
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Verlag.
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsbuch. ♡

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