Rezension

Rezension zu Die Optimierer von Theresa Hannig

Die Optimierer von Theresa Hannig
“Im Jahr 2052 hat sich die Bundesrepublik Europa vom Rest der Welt abgeschottet. Hochentwickelte Roboter sorgen für Wohlstand und Sicherheit in der sogenannten Optimalwohlökonomie. Hier werden alle Bürger von der Agentur für Lebensberatung rund um die Uhr überwacht, um für jeden Einzelnen den perfekten Platz in der Gesellschaft zu finden.
Samson Freitag ist Lebensberater im Staatsdienst und ein glühender Verfechter des Systems. Doch als er kurz vor seiner Beförderung beschuldigt wird, eine falsche Beratung erteilt zu haben, gerät er in einen Abwärtsstrudel, dem er nicht mehr entkommen kann. Das System legt alles daran, ihn zu optimieren … ob er will oder nicht.”
~ Klappentext

Meine Meinung


In welches Genre das Buch zu legen ist, kann man nicht so pauschal sagen. Meiner Meinung nach. Science Fiction trifft es auf jeden Fall, aber eine Dystopie ist es auch. Es spielt in der Zukunft, die eigentlich gar nicht mehr so weit weg ist. Und es geht um Roboter, um eine “optimale” Wohlökonomie. Ja, es hört sich kompliziert an. Ist es aber eigentlich überhaupt nicht. Was ist wenn man jedem Menschen sagt, wie er zu leben hat? Wenn jedem gesagt wird, wie das Leben für ihn ablaufen soll, nur damit es optimal ist. Ich finde, das ist eine gruselige Vorstellung. Ich könnte so nicht leben.


“Zu behaupten, das Recht auf Privatsphäre sei einem egal, weil man nichts zu verbergen hat, ist wie zu behaupten, das Recht auf freie Meinungsäußerung sei einem egal, weil man nicht zu sagen hat.”
~ Edward Snowden

Deswegen finde ich die Geschichte in diesem Buch einerseits wirklich gruselig, andererseits aber auch total spannend.Die Autorin schreibt sehr schön. Sie hat mich schnell auf den ersten Seiten eingefangen und mich nicht wieder losgelassen. Es gab eine Wendung in der Geschichte, die sie sehr gut hinbekommen hat, weil ich das überhaupt nicht mitbekommen habe. Ich war so in der Geschichte, dass ich mit dieser Wendung nicht gerechnet habe.Die Charaktere sind genial gemacht. Gerade Samson gefällt mir richtig gut. Der macht eine so extreme Wandlung durch, obwohl er seinen Charakter an sich nicht richtig ablegt. Er wurde mir mit seiner Art fast etwas zu dolle am Anfang des Buches, aber ich glaube dass es so sein sollte.
Auch die anderen Charaktere passen perfekt zusammen.

Wobei hier am Ende leider ein paar Fragen offen geblieben sind, die ich gerne beantwortet hätte. Fragen in zwischenmenschlichen Beziehungen, die irgendwie nicht weitergeführt wurden.Leider ist das Ende auch relativ offen. Das mag ich bei Einzelbänden nicht so gerne. Da habe ich schon lieber eine Geschichte, die logisch abschließt. Cliffhänger oder ungeklärte Fragen sollten den Büchern vorbehalten sein, die einen nächsten Band erhalten werden.Wer Lust auf einen guten Science Fiction-Dystopie-Mix hat, dem möchte ich auf jeden Fall diese Buch empfehlen.
Es hat den “Stefan-Lübbe-Preis” 2016 bekommen und das zu Recht.


Das Cover


Das Gelb ist ziemlich grell und dadurch fällt es auf jeden Fall auf. Ich finde es gut gemacht.

Fazit


Ein schöner Mix aus Science Fiction und Dystopie. Eine großartige Autorin, die mich in den ersten Seiten gefesselt hat.

4/5 Sternchen
(ganz gut)

Notizen


Weitere Blogger-Meinungen zu dem Buch
Bookwormdreamers

Zum Buch
Science Fiction / Dystopie | Bastei Lübbe | 303 Seiten | Taschenbuch
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Verlag.
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsbuch. ♡


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5 thoughts on “Rezension zu Die Optimierer von Theresa Hannig”

  1. Hallo Steffi,
    der Inhalt klingt sehr nach Marc Uwe Klings QualityLand.
    Es klingt interessant und ich lese sehr gerne SciFi aber dieses Jahr werde ich es definitiv nicht mehr lesen.
    Liebe Grüße,
    Kathrin

  2. Hallo Steffi,
    mir kam da auch spontan "Qualityland" in den Sinn, das ist mein nächstes Buch und spätestens dann weiß ich, ob ich "richtig" lag oder nicht :-)
    Liebe Grüße, Heike von "Irve liest"

  3. Huhu!

    Mit diesem Buch habe ich auch geliebäugelt, ich geb's zu. Nur konnte mich der Anfang nicht so wirklich überzeugen, weiterlesen zu wollen.

    Was das Ende betrifft: Vielleicht ist doch eine Fortsetzung angedacht, wenn sich dieses erste Buch gut verkauft? Soll ja schon öfter vorgekommen sein :D …

    Liebe Grüße
    Ascari

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