Rezension

Rezension zu Die Letzten – Zerfall von Oliver Pätzold

Die Letzten - Zerfall von Oliver Pätzold
“Eine verheerende Pandemie zerstört das Leben von Robert und seinen Kindern Hanna und Alexander. Nach wochenlanger Isolation in ihrer Wohnung werden sie gezwungen, durch ein entvölkertes Land zu ziehen, immer auf der Suche nach Lebensmitteln, Wasser und vor allem einer sicheren Zuflucht. Doch schon bald erkennen die drei, dass ihr Überleben in erster Linie nicht von einer tödlichen Seuche gefährdet wird, sondern von der Spezies, der sie selbst angehören: den Überlebenden.”
~ Klappentext

Meine Meinung


Am Ende des ersten Bandes schreibt der Autor “…in der Hoffnung, dass so etwas niemals passieren wird”.
Da möchte ich mich direkt anschließen! Denn ich weiß nicht, ob ich eine Pandemie überleben und dann wie diese Familie leben möchte. Es ist grausam und auch irgendwie absolut traurig. Und wenn es wirklich so wäre, wie es in diesem Buch beschrieben wird, dann möchte ich es erst recht nicht. Also hoffe ich sehr, dass so etwas niemals passieren wird.

Ansonsten muss ich sagen, dass mir die Geschichte gut gefällt. Ich bin erstaunt, in welche Tiefe der Autor geht. Man hat bei Lesen den Eindruck, dass er sich wirklich sehr in die Lage der Charaktere versetzt. Was könnte passieren und wie könnte es generell ablaufen. Was sieht man, wenn man in ein verlassenes Haus geht und wie reagieren die Charaktere darauf. Er achtet auf Kleinigkeiten. Gerade bei post-apokalyptischen Büchern ist es wirklich schwierig, den richtigen Weg zu finden.
Da der Autor das Buch direkt als Thriller betitelt, sollte man damit rechnen, dass es grausam wird. Grausame Menschen tun grausame Dinge. Das sollte jedem bewusst sein, der dieses Buch liest. 


“Schweiß tropfte von Roberts Stirn auf seine Nase und rann über die Lippen in seinen Mund.”
~ Buchbeginn


Der Schreibstil des Autors ist einfach gestrickt. Einfache Sätze, die teilweise aber leider recht abgehackt sind. Aber meinen Lesefluss hat es nicht beeinträchtigt, weswegen ich das nicht als negativ einordne. Schimpfworte werden auch sehr gerne genutzt. Ob das unbedingt sein muss, die Charaktere ständig fluchen zu lassen oder andere Menschen, böse Menschen, mit entsprechenden Wörtern zu betiteln, stelle ich in den Raum. Aber von meiner Seite aus, hätte das nicht unbedingt sein müssen, um zu zeigen, was die Charaktere von den anderen Menschen halten.
Trotzdem habe ich mich einfach mal versucht in diese Situation zu versetzen und ich würde wahrscheinlich irgendwann genauso reden. Da ist aber jeder anders.

Das Setting finde ich auch sehr gelungen. Es spielt um München herum, was ich schon mal sehr gut finde. Sonst werden oft nur die Großstädte genommen. Hier aber eher das Umland. Da die Charaktere auf der ständigen Flucht sind und wirklich viel Umgebung beschrieben werden muss, finde ich es großartig, wie der Autor es regelt. Ich hatte immer ein Bild vor Augen, wo die Charaktere gerade sind und was sie sehen.
Genauso eine Tiefe haben die Charakter generell. Jeder hat seine Eigenarten, die ich als sehr glaubwürdig empfinde. Es ist sehr interessant zu sehen zu lesen, wie die einzelnen Persönlichkeiten mit der Situation umgehen und auch im späteren Verlauf entwickeln.

Das Ende des Buches ist relativ offen, so dass ich total gespannt auf den zweiten Band bin. Ich freue mich schon drauf zu lesen, ob die Familie ein Happy End erhält und was generell noch passiert.

Dieses Buch ist nicht für jedermann gemacht. Man sollte damit umgehen können, dass es gewalttätig und grausam wird. Deswegen nur eine eingeschränkte Leseempfehlung von mir.


Das Cover


Ich mag das Cover richtig gerne. Es passt perfekt zur Geschichte.

Die Letzten - Zerfall von Oliver Pätzold


Fazit


Es ist grausam, es ist böse, aber es ist extrem gut geschrieben. Unglaublich detailliert. Minikritik habe ich, aber die ist kaum nennenswert.

4/5 Sternchen
(ganz gut)

Die Buchreihe

Band 1 – Zerfall
Band 2 – Verlust



Notizen


Weitere Blogger-Meinungen zu dem Buch
Buchherz | Roland’s Bücher Blog | Charleens Traumbibliothek

Zum Buch
Thriller / Post-Apokalyptisch | Selfpublish | 320 Seiten | Band 1 | Taschenbuch
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Autor.
Vielen Dank an den Autor für das Rezensionsbuch. ♡


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9 thoughts on “Rezension zu Die Letzten – Zerfall von Oliver Pätzold”

  1. Hey Steffi,

    wahrscheinlich ist es keine Geschichte für mich. Es klingt super spannend, aber wie du beschrieben hast, ist es auch grausam und an sowas muss ich mich tatsächlich heran tasten.

    Trotzdem, danke für die Rezension. Ich habe ein gutes Bild von dem Buch bekommen.

    Liebe Grüße Tina

    1. Hey Tina,
      es freut mich sehr, dass ich dir das Buch ein wenig näher bringen konnte. Es ist vollkommen in Ordnung, wenn das Buch nichts für dich ist. :)

  2. Hallo meine Süße,
    Interessante und tolle Rezi. Ich habe das Buch in einer LR bei LB gelesen und ich glaube mich zu erinnern, dass ich da mehr zu meckern hatte. Ich glaube es war, weil mir zu wenig passierte 🤔 Müsste ich echt mal gucken.
    Vielleicht sollte ich es nochmals lesen.
    Liebe Grüße aus Wien
    Conny aka Candle-Sis 😉

    1. Hey Liebes,
      ich hab echt lange überlegt, was noch passieren könnte… Weil eigentlich passiert ja nicht gerade wenig. Aber bitte sag jetzt nicht Zombies. Zombies sind so ein Endzeit-Klischee… :D

  3. Hallo Steffi,

    das klingt echt gut und ganz nach meinem Beuteschema. Mich stört, dass es eine Reihe sein soll, mir sind Einzelbände derzeit lieber.

    Schönes Wochenende & liebe Grüße,
    Nicole

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