Rezension

Rezension zu Die Letzten – Verlust von Oliver Pätzold

Die Letzten - Verlust von Oliver Pätzold
“Wie weit würdest du gehen, um zu überleben?“ Ein Jahr nach dem Ausbruch einer verheerenden Pandemie finden Robert, seine Kinder Hanna und Alexander sowie Sarah Zuflucht in einer Burggemeinschaft. Doch das Schicksal ist unbarmherzig: Wasser wird zur Mangelware und eine feindliche Gruppe belagert die Festung. Um dem drohenden Tod zu entgehen, müssen die Bewohner fliehen. Während sich Hanna, Alexander und Robert auf ihrer Flucht gemeinsam durch eine sterbende Welt kämpfen, muss Sarah auf sich allein gestellt ihre größten Ängste besiegen. Denn sie ist nicht die Einzige, die überleben will. Und sie alle werden von einem neuen, unsichtbaren Feind bedroht …”
~ Klappentext

Meine Meinung


Ich fand den ersten Band wirklich gut und war total gespannt, was der Autor sich noch einfallen lässt. Und ich finde, er hat sich einiges einfallen lassen, weil mir der zweite Band besser gefällt als der Erste.
Mir gefällt, dass die Geschichte in zwei Erzählstränge verläuft, da sich ein Charakter von der Gruppe entfernt. Dadurch kommt gleich ein wenig mehr Action in den Verlauf. Ich finde den Verlauf auch sehr gelungen und habe nicht damit gerechnet, dass es so weiter geht.

“…in der Hoffnung, dass so etwas niemals passieren wird”, schreibt der Autor. Ja, ich hoffe es auch sehr. Irgendwie mache ich mir schon Gedanken, was wäre wenn plötzlich eine Pandemie ausbricht. Wird es wirklich so ablaufen, wie in dem Buch? Der Menschheit wäre es ja zuzutrauen. Oder würde es doch wesentlich ruhiger und gesitteter ablaufen? Ich mag es bezweifeln.
Es ist erschreckend, wie grausam und böse die Menschen werden. Hier ein dickes Lob an den Autor, der wirklich sehr detailliert die Situationen beschreibt und trotzdem eine Realität schafft, die man ihm abkauft. Ich bin auch beim zweiten Band regelrecht begeistert darüber, wie sehr sich der Autor über die Kleinigkeiten Gedanken gemacht hat. Bei keiner einzigen Szene würde ich sagen, dass sie nicht glaubhaft wäre.
Ich hätte mir hier aber ein wenig mehr von dem nächsten unsichtbaren Freund gewünscht. Er wurde zwar ab und zu erwähnt, aber letztendlich ist er doch unwichtig für die Geschichte.


“Sarahs Finger zuckten nicht ein einziges Mal.”
~ Buchbeginn


Wie ich auch schon beim ersten Band der Dilogie angemerkt hatte, ist es wirklich teilweise sehr grausam und gewalttätig. Gerade eine Szene mit Sarah ist wirklich sehr krass. Ich möchte nicht spoilern in dem ich schreibe, was passiert, aber gerade Frauen brauchen hier starke Nerven. Es ist nicht ohne!
Sarah ist ein Charakter, an dem ich leider etwas auszusetzen habe. Sie erlebt viel grausames und ich kann wirklich verstehen, dass sie ist, wie sie ist. Aber sie ist mir an einigen Stellen zu “drüber” oder eher gesagt “zu viel”. Zu kalt, zu emotionslos, zu abgebrüht. Sie ist noch sehr jung und muss viel durchmachen, aber ein wenig Schwäche hätte dem Charakter keinen Abbruch getan.
Die anderen Charaktere haben sich sehr gut gemacht. Gerade Hanna hat sich sehr verändert und das mag ich sehr an ihr. Sie musste schnell erwachsen werden und das hat sie super gemeistert.

Das Setting hat mich beim ersten Band schon beeindruckt. Es spielt im Umland von München und geht Richtung Nürnberg. Ich mag es sehr, wie der Autor die Umgebung beschreibt. Die Charaktere sind recht viel unterwegs und da finde ich es großartig, wenn man im Kopf ein Bild bauen kann.

Der Schreibstil vom Autor lässt sich gut lesen, auch wenn die Sätze teilweise recht kurz und abgehackt sind. Ich finde man konnte es dennoch sehr gut lesen. Auch in diesem Band sind wieder reichlich Schimpfwörter vertreten. Die hatte ich schon im vorherigen Band bemängelt. Ich kann verstehen, dass die Leute irgendwann so reden, aber ich finde das Buch wäre ohne auch gut ausgekommen.

Ich würde das Buch nicht lesen, ohne vorher den anderen Band gelesen zu haben.
Eine Leseempfehlung von mir für beide Bücher. Aber auch nur an diejenigen, die damit umgehen können, dass einem Menschen sehr grausame Dinge passieren.


Das Cover


Ich mag das Cover sehr. Obwohl es den geheimnisvollen unsichtbaren Feind verrät.

Die Letzten - Verlust von Oliver Pätzold


Fazit


Trotz kleiner Kritikpunkte gefällt mir das Buch sehr gut. Es ist großartig, wie detailliert die Geschichte und die Charaktere dargestellt werden.

4/5 Sternchen
(ganz gut)

Die Buchreihe

Band 1 – Zerfall
Band 2 – Verlust



Notizen


Weitere Blogger-Meinungen zu dem Buch
Roland’s Bücher Blog | Buchherz | Charleen’s Traumbibliothek

Zum Buch
Thriller / Post-Apokalyptisch | Selfpublish | 384 Seiten | Band 2 | Taschenbuch
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Autor.
Vielen Dank an den Autor für das Rezensionsbuch. ♡


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2 thoughts on “Rezension zu Die Letzten – Verlust von Oliver Pätzold”

  1. Hey Steffi,
    waaaa, den ersten Band hab ich noch auf dem Ebookreader liegen und Mensch, das muss ich ja wohl doch mal in Angriff nehmen. Wenn der zweite Band dir auch so gefiel, kann ich beruhigt in die Serie einsteigen. Super lieben Dank für die tolle Rezension :-*
    Liebe Grüße
    Kerstin

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