Rezension

Rezension zu Die gute Tochter von Karin Slaughter

Die gute Tochter von Karin Slaughter
“Lauf!”, fleht ihre große Schwester Samantha. Mit vorgehaltener Waffe treiben zwei maskierte Männer Charlotte und sie an den Waldrand. “Lauf weg!” Und Charlie läuft. An diesem Tag. Und danach ihr ganzes Leben. Sie ist getrieben von den Erinnerungen an jene grauenvolle Attacke in ihrer Kindheit. Die blutigen Knochen ihrer erschossenen Mutter. Die Todesangst ihrer Schwester. Das Keuchen ihres Verfolgers.
Als Töchter eines berüchtigten Anwalts waren sie stets die Verstoßenen, die Gehetzten. 28 Jahre später ist Charlie selbst erfolgreiche Anwältin. Als sie Zeugin einer weiteren brutalen Bluttat wird, holt ihre Geschichte sie ganz ungeahnt ein.”
~ Klappentext

Meine Meinung


Schon als Jugendliche mochte ich die Thriller von Karin Slaughter total gerne. Sie ist eine der Gründe, warum ich überhaupt Thriller lese. Denn sie sind nicht so schlimm bzw. so blutig. Und sie hat meistens eine tolle Geschichte drum herum, wo es nicht nur um den Mordfall geht. Bei ihr ist es immer ein Gesamtpaket, das man bekommt. Das macht sie leider auch recht speziell und nicht jeder mag Karin Slaughter gerne lesen. Ich glaube, sie zählt zu den Autorinnen, die man entweder mag oder nicht. Wie gesagt, ich mag sie und das auch schon ziemlich lange.

Und auch bei diesem Buch hat sie mich wieder auf der ersten Seite eingefangen und mich nicht wieder losgelassen.Ich liebe es, wie sie es immer wieder schafft, dass man einfach überhaupt keine Ahnung hat, wo die Geschichte hinläuft. Das finde ich so genial an ihren Thrillern. Im Prinzip läuft ein Thriller oft nach einem gleichen Schema ab, aber diese Autorin hält sich da überhaupt nicht dran.
Trotz allem braucht man bei Karin Slaughter gute Nerven. Sie lässt nichts aus und schreibt unheimlich gerne bildlich. Auch wenn es nicht unbedingt sehr blutig ist, schreckt sie vor nichts zurück.

Ich muss auch ehrlich sagen, dass ich mit dieser Wendung überhaupt nicht gerechnet habe. Ich würde hier gerne noch etwas näher eingehen, kann ich aber nicht ohne zu spoilern. Auf jeden Fall ist das was ich dachte, nicht eingetroffen und eigentlich war ich mit dem Kopf immer bei einer Sache, die eigentlich gar nicht relevant oder eher nebensächlich war. Ich finde es genial, wie die Autorin es schafft den Leser in die Irre zu führen und ihn mit den Gedanken abschweifen lässt. Ihn aber dann in den nächsten Seiten wieder in die andere Richtung zu stoßen.

Die Charaktere finde ich wieder super gelungen. Ich muss allerdings sagen, dass mir Charlie recht bald auf die Nerven ging. Vielleicht sollte es auch so sein, denn sie ist nun mal das verwöhnte Mädchen, das viel durchgemacht hat. Aber sie war mit ihrer bockigen Art nicht einfach zu lesen. So dass mir ihre Schwester in der Hinsicht schon fast leid tat.

Dieses Buch ist ein Einzelband und hat überhaupt nichts mit ihren Reihen zu tun. Er kann also gerne gelesen werden, wenn man möchte.

Für Thriller-Fans ist das Buch auf jeden Fall was.
Wer von den im Übrigen “die gute Tochter” ist, das darf man selber entscheiden, wenn man das Buch gelesen hat.


Das Cover


Ich mag dieses schlichte, nichts sagende Cover total.

Fazit


Ein wirklich guter Thriller der Autorin, die nach wie vor einer meiner Lieblingsautorinnen ist. Allerdings nervte mich ein Charakter etwas mit ihrer bockigen Art.

4/5 Sternchen
(ganz gut)

Notizen


Weitere Blogger-Meinungen zu dem Buch
Buchhaim | Nisnis Bücherliebe | Lesefreude

Weitere Rezensionen zu Bücher des Autors
Schwarze Wut” (Band 7) | “Blutige Fesseln” (Band 8)

Zum Buch
Thriller | HarperCollins | 608 Seiten | Hardcover
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Verlag.
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsbuch. ♡


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10 thoughts on “Rezension zu Die gute Tochter von Karin Slaughter”

  1. Das ist ja lustig, gestern Abend in der U-Bahn saßen gleich zwei Leute, die dieses Buch gelesen haben. Ja, ich gehöre zu denen, die immer auf Leute starren, die Bücher in den Händen halten. Ich muss immer rausfinden, was sie grad lesen. xD

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