Rezension zu Die Götter von Asgard von Liza Grimm

Rezension zu Die Götter von Asgard von Liza Grimm

17. März 2018 6 Von Steffi
„Was sagt man zu jemandem, der behauptet, einen vor dem Zorn der Götter schützen zu wollen? Natürlich glaubt die Studentin Ray kein Wort von dem Gerede der mysteriösen Kára über eine Prophezeiung und das mögliche Ende Asgards. Stattdessen ergreift sie die Flucht. Und läuft dabei Tyr in die Arme, der sie auf Anhieb fasziniert. Ray ahnt nicht, dass Tyr als Odins Gesandter um jeden Preis verhindern soll, dass die Prophezeiung eintrifft. Als sich auch noch Loki, Gott der Listen und Heimtücke, in die Geschehnisse einmischt, muss Ray auf einer abenteuerliche Reise ins Reich der Götter und Riesen herausfinden, ob sie wirklich eine Heldin sein kann.”
~ Klappentext
 

Meine Meinung


Ich finde dieses Gefühl ganz schrecklich. Dieses Gefühl, wenn man mit extrem hohen Erwartungen an ein Buch geht und das diesen Erwartungen so überhaupt nicht entspricht. Ich versuche mir schon anzugewöhnen, dass ich diese Erwartungen nicht habe. Aber es wird einem manchmal nicht so leicht gemacht und dann sind die Erwartungen dann doch so hoch, wie es nicht sein sollte.

Ehrlich gesagt weiß ich auch gar nicht, wie ich anfangen soll. Das Buch soll “für alle Fans von Marvels »Thor« oder den »Avengers«” sein. Ich mag die Filme alle total gerne und eigentlich wäre das auch ein Garant für ein geniales Buch. Tja, leider nicht. Um die Protagonistin Ray sind Götter und noch mehr Wesen aus Asgard. Eigentlich keine anderen Charaktere. Das Buch spiel generell nur in Asgard, aber irgendwie kam das Feeling überhaupt nicht rüber.
Durch die Filme hat man ein gewisses Bild vor Augen von dem Setting, dass sich auch gar nicht hat abschütteln lassen. Und leider habe ich das Gefühl, dass sich das Buch auch darauf stützt. Es werden zwar ein paar Bemerkungen über die Umgebung gemacht, aber es fehlt mir einfach dieses Besondere, dass die Welt der Götter ausmacht. Etwas, was mich in deren Welt gezogen hätte.


“Ich brauche diesen Sarkasmus. Sonst drehe ich durch. Riese Schlangen. Achtbeinige Pferde.”
~ S. 112


Auch die Charaktere sind alle recht einfach gehalten. Ich hätte mir hier etwas gewünscht, was ich noch nicht wusste. Etwas besonders, was die Autorin einbindet. Ray ist ein unsympathischer Charakter, der auch im Laufe des Buches nicht sympatischer wird. Ich habe den Eindruck, sie nimmt ihr Schicksal einfach so hin ohne jegliche Leidenschaft. Über die Götter erfährt man auch nichts neues und ich habe hier den Eindruck, dass man die Filme bzw. die Grundgeschichte der Avengers kennen sollte, um was mit den Charakteren anfangen zu können. Es hätte hier gerne etwas mehr Tiefe haben können. Irgendwie habe ich, gerade Ray, nicht kennen lernen können.

Leider hat mich der Schreibstil der Autorin auch nicht abgeholt. Vielleicht lag es an Ray oder auch an der Spannung, die meistens fehlte. Man merkt, dass die Autorin weiß was sie tut, daran liegt es nicht. Aber leider hat es mich nicht fesseln können.

Unter dem Strich finde ich die Bewertung echt schwierig. Ich finde, es steckt so viel Potential in dieser Geschichte. Potential, das einfach nicht genutzt wurde. So schade! Ich hätte mir einfach von allem mehr gewünscht. Mehr Mythologie. Mehr Tiefe in dem einzigen, menschlichen Charakter. Und mehr aus dem mystischen Land und dessen Bewohner.
Trotzdem hat mich das Buch kurzweilig unterhalten und in der Mitte des Buches wurde es sogar ein wenig spannend.

Eine Leseempfehlung spreche ich nur an die Fans von den Avengers aus.


Das Cover


Irgendwie kann ich mich an dem Cover nicht satt sehen. Ich liebe die Farben und die ganze Kombination. Es ist einfach wunderschön.


Fazit


Irgendwie habe ich von dem Buch viel mehr erwartet und bin deswegen schon enttäuscht. Eine unsympathische Protagonistin, die etwas mehr Tiefe hätte haben können, trägt dazu viel bei. Aber mir gefällt der Plot gut und den Schreibstil der Autorin auch.

2,5 bis 3/5 Sternchen
(nicht so bis okay)

Notizen


Weitere Blogger-Meinungen zu dem Buch
Ink of Books | Bluesiren

Zum Buch
Fantasy | Droemer Knaur | 304 Seiten | Broschur
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Verlag.
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsbuch.♡


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