Rezension zu Die Formel von Dan Wells

Rezension zu Die Formel von Dan Wells

20. Juni 2018 0 Von Steffi
“Als der Wissenschaftler Lyle Fontanelle im Auftrag der Kosmetikfirma NewYew die neue Hautcreme ReBirth entwickelt, ahnt er nicht, was für eine Katastrophe er damit auslöst. Erst als Testpersonen merkwürdige Symptome aufweisen, erkennt er, dass etwas gehörig schiefgelaufen ist: Denn statt Hautzellen nachhaltig zu regenerieren, überschreibt ReBirth die DNA der Nutzer – und macht sie zu Klonen anderer Personen. Geblendet von Gier, bringt NewYew das Produkt dennoch auf den Markt und kann die verheerenden weltweiten Konsequenzen nicht mehr aufhalten. Denn jeder will ReBirth für seine Zwecke nutzen. Nicht zuletzt könnte die Creme als gefährliche Waffe missbraucht werden …”
~ Klappentext

Meine Meinung


Dan Wells ist ein wirklich genialer Autor. Er kann in verschiedene Richtungen schreiben und es gelingt einfach. Sei es Dystopie / Jugendbücher mit den “Partials”, Fantasy / Thriller von John Cleaver und so weiter. Mit “Die Formel” wagt er sich wieder in die Richtung Thriller, aber mit einem großen Hauch von Science-Fiction.
Ich mag es wie er schreibt. Er hat einen Schreibstil an sich, der nicht weit verbreitet ist. Ich vergleiche ihn da immer ganz gerne mit Grisham. Ich finde, deren Stile ähneln sich sehr.


“Noch 267 Tage bis zum Weltuntergang…”

Die Geschichte in dem Buch hat mich direkt angesprochen. Ich mag solch wissenschaftlichen Themen sowieso sehr gerne. Eine Hautcreme, die der Auslöser für das Ende der Welt ist. Schon krass! Und irgendwie ist da auch ein Hauch Wahres dran. Ich gehe schwer davon aus, dass es möglich ist. Zwar nicht in der Geschwindigkeit, wie im Buch dargestellt. Aber Klonen ist nichts mehr Neues und auch da ist die Wissenschaft besser und schneller zu werden. Zu welchem Preis, dass hat sich Herr Wells schon gut ausgedacht. Denn so schnell kann so etwas aus dem Ruder laufen. Es ist beängstigend. Wenn es erst mal so weit ist und keiner mehr weiß, wie man es aufhalten kann.
Das Ende des Buches fand ich mehr als gewöhnungsbedürftig und habe es so nicht erwartet. Ich finde es passt auch nicht wirklich dazu, aber selbstverständlich hat es seine Daseinsberechtigung.

Das Setting fand ich teilweise nicht sehr gut gewählt, da es voraussehbar war, was dort passieren wird. Diese Art von “Endzeit durch einen Virus” ist altbekannt. Ich hätte mir hier etwas Neues gewünscht. Etwas, was mehr am Thema geblieben wäre. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass der Grundkern zum Ende des Buches immer weiter in die Ferne gerückt ist. Auch hat er ein paar Andeutungen gemacht, sie aber nicht weiter ausgeführt. So schade!


“Verkauf ein Heilmittel und du zerstörst dir selbst den Markt. Verkauf ein Mittel zur Behandlung, und du hast einen Kunden auf Lebenszeit.”
~ S. 11

Die Charaktere haben mir richtig gut gefallen. Wobei sie alle sehr oberflächlich waren und mir die nötige Tiefe gefehlt hat. Wer war für was zuständig? Wer hat was dazu beigetragen und vor allem warum. Es wird zwar immer wieder erwähnt, wer der Vorstand der Kosmetikfirma ist und wer die Vermarktung veranlasst hat. Im Klappentext wird zwar erwähnt, dass Lyle die Creme entwickelt hat, aber das kam mir eher nicht so vor. Oder er tat ahnungslos und ich habe es nicht verstanden.

Alles in allem war es aber ein Buch, dass mich unterhalten hat und das ist die Hauptsache.
Wer Dan Wells gerne liest und wer diese Thematik mag, dem möchte ich dieses Buch empfehlen.


Das Cover


Ich mag das Cover so gerne. Es sagt alles aus, was im Inhalt vorkommt. Außerdem mag ich dieses Blau, eigentlich die ganze Farbgebung, sehr gerne.

Die Formel von Dan Wells


Fazit


Die Geschichte ist sehr gut, hat aber leichte Kritikpunkte. Aber ich mag den Schreibstil des Autors unheimlich gerne. Alles in allem fand ich das Buch wirklich gut.

4/5 Sternchen
(ganz gut)

Notizen


Weitere Blogger-Meinungen zu dem Buch
Buchwelten | Mandys Bücherecke | Lieblingsleseplatz

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Du bist noch nicht tot” (Band 4) | “Aufbruch – Partials” (Band 1) | “Bluescreen

Zum Buch
Thriller / Science Fiction | Piper Verlag | 528 Seiten | Taschenbuch
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Verlag.
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsbuch. ♡

 

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