Rezension

Rezension zu Die Enthüllung der Welt von Stefan Schmortte

Die Enthüllung der Welt von Stefan Schmortte
“Piet van Leeuwen ist der scharfsichtigste Mann des 17. Jahrhunderts, aber das Allerwichtigste in seinem Leben übersieht er. Kleinwüchsig zur Welt gekommen und von seiner Mutter verstoßen, ist ihm wie zum Ausgleich eine ganz besondere Gabe in die Wiege gelegt worden. Seine Augen sind ein Wunder. Selbst winzigste Details, für die seine Mitmenschen blind sind, erkennt er mit seinem besonderen Blick. Seine Andersartigkeit macht ihn schon früh zum Außenseiter. Und die Suche nach dem Allerkleinsten wird zu seinem Lebensthema.”
~ Klappentext
 

Meine Meinung


Bei historischen Romanen bin ich immer etwas vorsichtiger, da es nicht immer mein Geschmack trifft bzw. mir einfach zu langweilig wird. Allerdings hat mich der Klappentext von diesem Buch neugierig gemacht. Ich mag es die Lebensgeschichte von jemanden zu hören oder zu lesen. Deswegen war es für mich klar, dass ich dieses Buch einfach lesen musste.
Der Klappentext hat auch nicht zu viel versprochen. Tatsächlich verrät der Klappentext sogar zu wenig, wie ich finde. In dem Buch geht es um so viel mehr, als nur das Lebensthema von Piet. Es geht hauptsächlich um Piet. Um sein Leben, seine Liebe und seine Leidenschaft. Auch das mit dem “historisch” würde ich weg lassen. Es spielt zwar im 17. Jahrhundert, aber das ist auch schon alles, was mit “historisch” verbunden werden kann.

Wäre Piet nicht Fiktion, wäre es glatt eine Biografie. Piets Geschichte wird so detailiert geschrieben, dass ich erst nicht glauben wollte, dass es Piet nicht gab. So viele Details, die der Autor sich ausgedacht. Es ist so genial und es wirkt alles so echt. Der Autor hat sich Gedanken gemacht und gibt allen Charakteren eine unglaubliche Tiefe. Ich habe an einigen Stellen so mit Piet gelitten. Wie mit ihm umgegangen wurde, ist schon sehr heftig. Ich hätte den kleinen Mann am Liebsten in den Arm genommen und beschützt. Ich würde sagen, hier hat der Autor wirklich alles genial hinbekommen.
Natürlich gibt es auch hier den einen Charakter, der einen irgendwann so richtig auf den Keks ging.
Auch das Setting ist super durchdacht. Das Kopfkino ist angesprungen und man läuft neben Piet her, als wäre es ganz selbstverständlich.

Es wird aus verschiedenen Sichtweisen erzählt. Hauptsächlich natürlich aus der Sicht von Piet, aber es gibt noch weitere Charaktere, die wichtig sind und die ebenfalls ein paar Kapitel erhalten haben.
Der Autor schreibt sehr gut. Er hat einen besonderen Stil, der sich trotzdem leicht lesen lässt. Ich würde ihn mit Grisham vergleichen so vom Stil her. Es ist nicht der Geschmack von jedem. Aber es passt einfach generell super zu dem Buch und mir gefällt der Stil sehr.

Ein kleiner Kritikpunkt, den ich aber nicht in meine Bewertung fließen lasse. Es ist mir an manchen Stellen zu religös, teilweise sogar regelrecht fanatisch. Ist in meinen Augen etwas zu übertrieben und hätte mit etwas weniger den gleichen Effekt gehabt. Das ist aber nur eine Geschmackssache.

Wer nicht damit klar kommt, dass Kinder und Tiere misshandelt werden, der sollte das Buch auf keinen Fall lesen. Die wenigen Absätze mit den Tieren habe ich übersprungen, obwohl ich eigentlich abgehärtet bin.
Ich möchte dieses Buch wirklich empfehlen! Les es!

 

Das Cover


Was für ein wunderschönes Cover! Ich kann mich gar nicht satt sehen an den vielen Kleinigkeiten.

Fazit


Es ist wenig historisch, aber dafür mit viel Leidenschaft, die in viele Richtungen geht. Ein toller Autor, der sich eine geniale Geschichte niedergeschrieben hat.
 
5/5 Sternchen
(genial)
 

Notizen


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Zum Buch
(historischer) Roman | Lago Verlag | 600 Seiten | Hardcover
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Verlag.
Vielen Dank an den Autor für das Rezensionsbuch. ♡


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2 thoughts on “Rezension zu Die Enthüllung der Welt von Stefan Schmortte”

  1. Liebe Steffi,

    ok, schade, das Buch ist dann nichts für mich. Danke für die Warnung.
    Wobei ich mit dem tollen Cover auch erstmal anderes assoziiert habe. Ich dachte, es ginge mehr um Wissenschaft.
    Trotzdem hört es sich toll an. Auch dass es im 17. Jahrh. spielt uns nicht um Könige geht ist eigentlich was, was mich interessiert.
    Na, vielleicht schaue ich mal rein, wenn ich es in der Bücherei finde.

    Es freut mich, dass Dir das Buch so gefallen hat.

    Liebe Grüße
    Petrissa

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