Rezension zu Die Banner von Haven von Carrie Vaughn

Die Banner von Haven von Carrie Vaughn

“Haven, eine Stadt an der Küste: Nach einer Reihe von apokalyptischen Stürmen ist hier eine neue Zivilisation entstanden. Die Menschen, nun in kleinen Gemeinschaften organisiert, erhalten symbolische Banner, mit denen sie sich das Privileg für Nachwuchs verdienen können. Enid ist eine junge Ermittlerin, die Zuwiderhandlungen gegen die herrschenden Regeln aufdeckt. Eines Tages soll sie in einem rätselhaften Todesfall ermitteln und muss sich bald selbst fragen, für was sie in dieser neuen Welt wirklich stehen will.”
~ Klappentext

Meine Meinung

Ich bin ein großer Fan davon, wenn hinter einem Buch eine Aussage steht, die wichtig ist und immer wieder erwähnt werden sollte. Wenn diese Aussage dann auch noch in einer tollen Geschichte verpackt ist, dann hat man mich eigentlich direkt eingefangen und begeistert. In diesem Buch ist eine Kernaussage sehr prägnant: Zusammenhalt. Gerade in der heutigen Zeit ist Zusammenhalt leider ein Fremdwort geworden, was mich immer wieder erschüttert. Deswegen finde ich es großartig, dass dieses Thema in diesem Buch aufgegriffen wird.

Dieses Buch ist eine Dystopie, die meiner Meinung auch ein historisches Buch sein könnte. Denn die Geschichte spielt nach dem Ende der Welt, die wir kennen, ist aber so ausgelegt wie eine Welt, die vor unserer hätte sein können. Kleine Dörfer, die durch den Handel von Gütern leben bzw. überleben. Nur eben mit kleinen Zusätzen, die an etwas Neues erinnern. Wie z.B. die Geschichte rund um die Banner.
Es hat hier allerdings ein wenig gedauert, bis ich den Teil mit den Bannern verstanden habe. Ich hätte mir hier ein detailreichere Erklärung gewünscht. Da die Banner eine sehr große Rolle in der ganzen Geschichte spielen, ist es schwierig, wenn man hier etwas im Dunkeln stehen gelassen wird. Aber letztendlich war es alles logisch und das ist die Hauptsache.

Ich mag den Schreibstil der Autorin richtig gerne. Sie hat etwas ruhiges an sich, das das Lesen sehr angenehm gemacht hat. Obwohl es spannend war, da ein kleiner Krimi in die Dystopie eingearbeitet wurde, war doch eine gewisse Grundruhe vorhanden. Es hat mir richtig, richtig gut gefallen.

“Dass alle alles besser wussten, ihre Pläne verfolgten und keine Rücksichgt aufeinander nahmen, das hatte die alte Welt zu Fall gebracht. Das hat die Menschen davon abgehalten, den Zusammenbruch rechtzeitig zu verhindern”
~ S. 174

Aber ich liebe das Setting. Verlassene Städte, die die Natur sich zurück holt. Naturbelassene kleine Orte, die wenige Menschen leben. Leben wie es ursprünglich mal war und mit dem zufrieden sind, was sie haben.

Und die Charaktere finde ich mega gelungen. Die Kapitel sind immer Wechsel zwischen dem heute, wo Enid ermittelt und dem vorher, wo wir Enid besser kennenlernen. Ich finde es klasse, dass man hauptsächlich Enid kennenlernt. Klar, die anderen Charaktere lernt man dadurch auch besser kennen, aber ich diese diese Art und Weise super. Das verleiht den Charakteren eine Tiefe, die ich selten in diesem Genre lese. Ich mag Enid irgendwie total gerne. Sie macht eine unglaubliche Wandlung durch von früher zu heute. Ich komme allerdings nicht dahinter, wieso sie sich so stark verändert hat, aber ich kann es mir denken. Dennoch tut es meiner Freude über die Tiefe keinen Abbruch.

Da mit jedem Kapitel die Zeit wechselt, sollte man schauen, dass man immer ein ganzes Kapitel liest. Ich fand es schwierig wieder ins Kapitel zu finden, als ich zwischendurch aufhören musste zu lesen. Da die Kapitel aber nicht so lang sind, ist es völlig in Ordnung.

Soweit ich weiß, ist das Buch ein Einzelband, aber ich finde es hat viel Luft für mehr Bände. Ja, es schließt ab und es bleiben keine Fragen offen. Dennoch ist einiges an Potential da, wo man anknüpfen könnte.
Ich bin total gespannt, ob da noch mehr kommt. Ich hoffe es sehr und werde die Augen offen halten.

Eine klare Leseempfehlung von mir!

“Rätselhafte Kästen mit Schlitzen und Kabeln und erloschenen kleinen Lichtern. Bildschirme, auf denen kein Bild zu sehen war. Rätselhaft und ein wenig traurig.”
~ S. 168

Das Cover

Von nur roten Bannern, war nicht die Rede im Buch. Aber das Cover passt dennoch zum Inhalt und das ist doch die Hauptsache. Ich finde die Schriftart vom Titel wunderschön.

Die Banner von Haven von Carrie Vaughn

Fazit

Ein Buch, das ein wichtiges Thema behandelt und super in einer Dystopie verpackt ist. Mir gefällt der ruhige Schreibstil der Autorin sehr gerne. Charaktere und Setting haben mich begeistert.
Rezension Sterne
4/5 Sternchen
(ganz gut)
Die Banner von Haven von Carrie Vaughn

WerbungZum Buch
“Die Banner von Haven” von Carrie Vaughn
Originaltitel “Bannerless”
Dystopie
Arctis Verlag | erschienen am 09.02.2018
304 Seiten | Broschur | ISBN 9783038800088 | 18,00 EUR
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Verlag.
Vielen Dank an den Verlag und an den NAB für das Rezensionsbuch.♡

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Signatur Buchblog angeltearz liest

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