Rezension zu Die Arena von Stephen King

Die Arena von Stephen King

“Urplötzlich stülpt sich eines Tages wie eine unsichtbare Kuppel ein undurchdringliches Kraftfeld über Chester’s Mill. Die Einwohner der neuenglischen Kleinstadt sind komplett von ihrer Umwelt abgeschnitten. Und auf einmal gilt kein herkömmliches Gesetz mehr …”
~ Klappentext

Meine Meinung

Ein Buch von Stephen King zu lesen, wollte ich schon lange. Und so genauso lange hatte ich “Die Arena” schon Zuhause liegen. 1.280 Seiten sind schon eine Ansage und meine bisherige Erfahrung mit dem Autor sind eher nicht so gut. Deswegen waren meine Erwartungen an dieses Buch eher gering. Ich hatte mir sogar vorgenommen das Buch abzubrechen, sollte es wirklich nicht mit uns klappen.

Ich habe das ganze Buch gelesen und das in einem relativ schnellen Tempo. Denn ich mag dieses Buch sehr und der Stephen King hat es geschafft meine Erfahrung mit ihm ins Positive zu rücken.
Ehrlich gestehen muss ich aber, dass ich einen Teil der dazugehörigen Serie geschaut habe. Das Ende der Serie hatte ich dann irgendwann nachgelesen, weil es mich doch brennend interessierte. Es war interessant zu lesen, ob es in dem Buch auch so ist und wie es geregelt ist.
Wer, was und warum überhaupt diese Kuppel, also der “Dome”, auf einmal da war werde ich nicht verraten. Das musst du selber nachlesen.

“Aus einer Höhe von zweitausend Fuß, wo Claudette Sanders gerade eine Flugstunde nahm, leuchtete die Kleinstadt Chester´s Mill im Morgenlicht, als wäre sie frisch hergestellt und eben erst dorthin verfrachtet worden.”
~ Buchbeginn

Ich bin absolut begeistert vom Schreibstil des Kings. Er nennt das Kind beim Namen und es ist im total egal, ob er vielleicht eine Minderheit beleidigen könnte. Oder ob er jemanden mit irgendwas triggern könnte. Davon mal abgesehen, dass man ihn dann sowieso nicht lesen sollte. Ich bin anfangs schon überrascht gewesen mit was für einer Leichtigkeit er Menschen und Tiere zerstückelt bzw. tötet oder ihnen etwas anderes böses antut. Es liest sich so, als wäre es für ihn etwas natürliches. Es passiert so schnell und er findet die richtigen Worte, so dass etwas abgrundtief böses neben passiert. Er schafft es mit wenig Worten ein Kopfkino auszulösen. Es ist einfach krass.

So auch in dieser Geschichte. Was passieren könnte, wenn eine Kleinstadt von der Welt abgeschnitten ist, kann sich jeder denken. Viele Menschen, verschiedene Charaktere und jeder will was anderes. Wenn dann noch fanatische Menschen dazwischen sind, ist es direkt noch schwieriger. Und in diese Kleinstadt hat er alles gesetzt. Alles, was man sich an Menschen nur ausdenken kann. Es ist irgendwie verrückt, dieser Grundgedanke. Ein Haufen verschiedener Menschen, die eingesperrt sind. Der Autor lehnt sich zurück und schaut was passiert.

“Könnten die Medien es sehen, würden sie sich vor Begeisterung kollektiv in die Hose machen.”
~ S. 235

Logischerweise sind in einer Kleinstadt viele Menschen, die dort leben. Entsprechend kommen auch viele Charaktere vor. Es kommen zwar immer wieder die Gleichen in den Vordergrund, aber am Anfang des Buches habe ich aufgegeben mir zu merken wer wer ist.
Es ist zwar eine Liste mit Namen und Funktionen der einzelnen Charaktere am Anfang des Buches, aber ich schaue so ungerne auf solch Listen. Die Karte von der Kleinstadt, die ebenfalls gedruckt ist, fand ich da deutlich spannender.

Sehr interessant war es, dass der Autor jedem wichtigen Charakter ein Gesicht gegeben hat. Ja, auch absolute Nebencharaktere hat er ein Gesicht gegeben. Auch hier hat er nur wenige Worte gebraucht, aber ich konnte jeden Charakter greifen und hatte direkt ein Bild im Auge, wie er sein könnte.

“Hier gilt die alte Sherlock-Holmes-Regel: Die Lösung ist das, was übrig bleibt, wenn man das Unmögliche eliminiert hat.”
~ S. 522

Das Genre Horror lese ich eigentlich gar nicht, weil es mir oft zu krank und zu “drüber” ist. Aber wie du schon merkst, ich bin absolut begeistert von diesem Buch. Ja, es sind Horror-Elemente da, was mir von Anfang an klar war. Aber sie passen einfach perfekt in diese Geschichte und geben dem Ganzen etwas logisches. Klingt merkwürdig, ist es aber nicht.
Ich bin immer noch kein Horror-Leser, aber dieses Buch hier war definitiv nicht mein letztes Buch Stephen King.

Das Cover

Ich mag das Cover vom Schutzumschlag unheimlich gerne. Aber auch ohne Schutzumschlag sieht es toll aus.

Rezension Die Arena von Stephen King

Fazit

Ich bin wirklich begeistert von dem Buch, von dem Autor und überhaupt.
Rezension Sterne
5/5 Sternchen
(genial)
Rezension Die Arena von Stephen King

WerbungZum Buch
“Die Arena” von Stephen King
Originaltitel “Under the Dome”
Thriller, Horror
Heyne Verlag | erschienen am 16. November 2009
1.290 Seiten | Hardcover | ISBN 9783453266285 | 12,99 EUR (Taschenbuch)
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Verlag.

Weitere Blogger-Meinungen zu dem Buch
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Signatur angeltearz liest

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20 Kommentare bei “Rezension zu Die Arena von Stephen King

  • Guten Morgen Steffi,

    mir gehts da ein bisschen wie dir, ich hab das Buch schon Ewigkeiten auf dem SuB, aber mich bisher noch nicht ran getraut. Einmal deshalb weil ich auch Horror nicht so wirklich mag und auch die vielen Seiten schrecken mich etwas ab.
    Aber deine Bewertung klingt ja echt positiv, weshalb ich darin bestärkt werde, es irgendwann doch einfach mal zu versuchen und zur Not eben mit dem Plan es einfach abzubrechen. Aber das wird noch ein bisschen dauern, bisher liegt es ganz gut im Regal :D.

    Liebe Grüße,
    Steffi vom Lesezauber

    • Hey Steffi,
      genau aus diesen Gründen, die du nennst, lag es auch so lange bei mir im Regal. :D
      Ich wünsche dir jetzt schon mal ganz viel Spaß beim Lesen, sollte es mal dazu kommen. ;)

  • Liebe Steffi!
    Eine tolle Besprechung zu einem King, auf den ich auch schon sehr gespannt bin. Das Kuppelthema ist mir soweit bekannt dank Serie und den Simpsons – aber das Buch bisher noch nicht. Ich kann mir lebhaft vorstellen, dass King mit den zwischenmenschlichen Abgründen hier spielen kann, wie kein zweiter.

    Liebe Grüße!
    Gabriela

    • Hey Gabriela,
      und danke schön. <3
      Ich glaube, es würde sich keiner trauen die Worte so zu nutzen, wie er es macht. Das ist wirklich schon sehr besonders, wie unbeeindruckt er das macht.

  • Hi Steffi,

    hach wie schön! *.* Das freut mich jetzt wirklich sehr, dass du mit ihm jetzt doch “warm geworden” bist!

    Ja, er schreibt einfach ohne Rücksicht auf Verluste, ich kenne das ja von ihm da ich in meiner Jugend viele Bücher von ihm gelesen habe. Damals hat sich auch niemand Gedanken darüber gemacht – das war einfach Horror und fertig … Wobei ich hier das Genre ja schon etwas weitläufiger betrachten würde. Der Horror liegt, wie so oft, hauptsächlich bei den Menschen selbst ^^

    Man muss sich bei ihm oft drauf einlassen können weil er wirklich allem und jedem gerecht werden will und dabei eben auch viele Details einbringt, die manchen zu viel und zu langatmig erscheinen, aber genau das macht seine Bücher auch so authentisch.

    Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn du noch mehr von ihm ausprobierst. Die Reihe um den Dunklen Turm kann ich dir auf jeden Fall empfehlen. Ist natürlich schwierig zu sagen ob dir das auch gefällt, aber wenn du grade Gefallen an ihm gefunden hast, probier es aus! Grade der erste Band ist ja recht kurz und sehr gut zum antesten ob es dir gefallen könnte. Aber irgendwie ist da jeder Band total anders – aber sehr sehr gut!

    Liebste Grüße, Aleshanee

    • Hey Aleshanee,

      “Der Horror liegt, wie so oft, hauptsächlich bei den Menschen selbst.” Genauso würde ich es auch beschreiben. Danke!
      Ich mag das eine Zitat von ihm total gerne. “Wir erfinden Horror, damit wir im wahren Leben besser klarkommen.” und da hat er wirklich recht.

      Ich fand es genau die richtige Menge an Details. Okay, ich kann ja jetzt nur von diesem Buch sprechen. Aber ja, ich kann mir vorstellen, dass es dem einen oder anderen zuviel wäre. Derjenige würde sich dann wohl auch an seiner Wortwahl stören.

      Die Reihe werde ich auf jeden Fall mal antesten bzw. den ersten Band. :)

  • Auch bei mir schlummert das Buch im SUB. Ich hatte es sogar schon ein paarmal in der Hans, um es in den Bücherschrank zu stellen. Mehr als 1200 Seiten bei einem Buch, das für mich eine ganze Liste von Zweifeln hinsichtlich Autor, Genre … hat, das ist schon eine große Hürde. Danke für die Rezension. Ich weiß so wieder, warum das Buch dort im SUB steht. Vielleicht wird es doch noch befreit.

    • Ich drücke dem Buch ganz fest die Daumen, dass du es noch liest. Es hat es wirklich verdient. :)
      Die Seiten rutschten auch nur so dahin, weil es so spannend war. Also nicht abschrecken lassen. :D

  • Huhu Steffi,

    du hast perfekt zusammengefasst, was ich an Stephen King so liebe! Charaktere erschaffen kann er einfach wie kein zweiter! :)
    Klar, es sind nicht alle seine Werke gleich gut und einige haben mich auch enttäuscht, aber er hat auch viele richtig geniale Bücher geschrieben.
    “Die Arena” habe ich als Hörbuch (ungekürzt) daheim und kam leider bisher noch nicht dazu, es am Stück zu hören, weil es einfach so lang ist. XD Nach deiner Rezension bin ich aber jetzt doch motiviert, es nochmal anzufangen.

    Schöne Grüße
    Alica

  • Hallo Steffi,

    von Stephen King habe ich bisher auch noch kein Buch gelesen, geschweige denn angefangen. Mich hat das Genre Horror bisher immer abgeschreckt. Allerdings hatte ich damals im Fernsehen die Serie mitbekommen, aber auch nicht angeschaut. Vielleicht versuch ich mich doch mal an einem King. Ob genau der, weiß ich nicht. Auch eine Freundin findet ihn total klasse und hat mir schon von seiner “Dunklen Turm”-Reihe vorgeschwärmt.

    Vielen Dank für die tolle Rezension. <3

    Liebe Grüße

    Tina von Tina's Leseecke

  • Hallo Steffi,
    Die Arena fand ich einfach sooooo toll und wie du schon sagst, man merkt beim Lesen gar nicht wie viele Seiten das Buch hat. Die lesen sich einfach so weg.
    Aber ich bin ja auch ein King Fan und bin vielleicht ein bisschen voreingenommen. ;)
    Das Ende fand ich ja total genial und dazu hätte ich eine Frage an dich (natürlich ohne zu spoilern). Die Serie habe ich abgebrochen, weil ich sie irgendwie nicht so gut umgesetzt fand, aber mich würde doch interessieren, ob das Ende in der Serie genauso ist wie im Buch. Du meinst du hast das ja nachgelesen und ich bin doch ein bisschen neugierig. :D
    Liebe Grüße
    Diana

    • Hey Diana,
      auch beim Lieblingsautor gibt es auch Bücher, die nicht so dolle sind. Ist jedenfalls meine Erfahrung. :)
      Das weiß ich leider nicht mehr so genau. Aber ich glaube ja, im Prinzip war es wohl diese Richtung, wenn ich mich richtig erinnere.

      • Da hast du natürlich recht, ich habe auch schon Bücher von ihm gelesen, die ich langweilig fand. Aber wenn dich jemand fragt, das habe ich nicht gesagt. ;)
        Vielleicht sollte ich mir doch zumindest mal das Ende der Serie ansehen. :D
        Schönes Wochenende dir!

  • Nach dem Lesen der Rezension habe ich richtig Lust darauf das Buch noch einmal zu lesen :D Ich hatte es vor etlichen Jahren auf Englisch gelesen und war restlos begeistert.
    Kings Schreibstil ist einfach phänomenal und im Gegensatz zu anderen beschreibt er Szenen und ergötzt sich dabei nicht an diesen. Oder eher: Selbst die ganz brutalen Szenen klingen nicht wie aus einem schlechten Fetischroman und leider ist das ja bei dem Genre Horror zu oft der Fall. Ich bewundere ihn einfach für seinen Ideenreichtum und lese gerne Bücher von ihm.

    LG

    • Du beschreibst ihn wirklich richtig gut. :) Horror kann wirklich ein schlechter Fetischroman sein. Leider viel zu oft! Aber der King kann das richtig gut.

  • Hallo Steffi,

    das Buch hab ich auch noch auf meinem SuB. Die Serie habe ich bis zu Staffel 2 geschaut, bin dann aber nicht mehr in die dritte rein gekommen. Vor ein paar Jahren habe ich dann das Hörbuch probiert, weil ich Staffel 1 so toll fand. Und ich kam überhaupt nicht damit klar^^

    Du weißt ja, wie komplex die Geschichte ist und wie viele Charaktere es gibt. Ich hatte dann die Serien Leute im Kopf und dann das Hörbuch dazu, wo ich wichtige Dinge auch nicht so einfach nochmal nachlesen konnte…hab es dann nach ein paar Stunden abgebrochen.
    Aber ich möchte unbedingt nochmal das Buch probieren, denn ich denke, wenn ich die Geschichte lese, komme ich bestimmt besser damit klar.

    Liebe Grüße
    Tanja

    • Hey Tanja,
      das klingt wirklich nicht so gut. Ich kann gut verstehen, dass du dann immer die Serie im Kopf hattest. Das ist echt doof.
      Ich drücke dir die Daumen, dass du mit dem Buch besser zurecht kommst. :)

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