Rezension zu De:Sign – Der Chaosfaktor von Dominik A. Meier

“Welteningenieur Sam ist genervt. Anstatt maßgeschneiderte Welten zu erschaffen, muss er sich mit den Mühlen der Bürokratie herumschlagen. Sein Job ist eine Sackgasse, seine Kollegin Yvonne ein Biest und von seinem alten Ruhm ist auch nicht mehr viel übrig. Erst als ihn der Direktor in die neu gegründete Abteilung De:Sign versetzt, in der er die Fehler seiner Kollegen ausbügeln soll, tun sich neue Chancen auf. Gleichzeitig versuchen die drei ungleichen Schwestern Janette, Cora und Amy, in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten und Superschurkinnen zu werden. Als nun auch noch der Chaosfaktor und das geheimnisvolle Pflanzenwesen Bum-Bum ins Spiel kommen, stehen bald nur noch Inkompetenz und Selbstüberschätzung zwischen dem Universum und seiner völligen Vernichtung.”
~ Klappentext

Meine Meinung

Ich bin ein großer Fan des Autors. Ich habe schon einige Bücher von ihm gelesen und die auch wirklich richtig gerne gemocht. Mit diesem Buch hat er mich aber in eine Zwickmühle geschickt.

Ich mag den Schreibstil des Autors unheimlich gerne. Er ist schreibt sachlich, so wie die Dinge sind und ist dabei trotzdem total locker. Es lässt sich wirklich richtig gut lesen. Bei diesem Buch, welche eine Dystopie ist, haut er allerdings einen Humor rein, den ich zuerst noch ganz witzig fand. Die Sache mit dem Humor ist bei mir, dass es mir irgendwann “zu doof” wird. Ich finde es einfach nicht mehr witzig und es geht mir auf die Nerven. Und das passiert leider bei diesem Buch. Und wiederum nervt mich diese Tatsache total, weil ich ja den Autor eigentlich ganz gerne lese.

“Wer schreibt eigentlich so einen Scheiß?”
~ Buchbeginn

Ich finde den Plot mega. Dass es eine Firma gibt, die Welten erschafft. Jeder hat das Recht einen Vorschlag für seine Welt einzureichen und die Firma entscheidet. Als die ersten Seiten vergingen und dann ein Adolf H. seinen Weltenvorschlag einreicht, hatte ich erst noch überlegt das Buch beiseite zu legen. Das Thema ist krass. Über das Leid und Elend, das dahintersteckt, zu sprechen lasse ich an diese Stelle bleiben. Für mich ist das ein Thema das nichts in diesem Buch zu suchen hat. Vielleicht bin ich auch etwas kleinlich was das angeht, aber es ist mein Empfinden. Ich habe dennoch weiter gelesen, weil es mich einfach interessiert hat, was sonst noch so passiert.

In dem Buch gibt es viel Hin und Her. Zuerst gibt es zwei Erzählstränge, die dann irgendwann aufeinander treffen, sich aufteilen und dann erneut in zwei Erzählsträngen weiter gehen. Ich finde es cool, wenn die Charaktere bzw. die einzelnen Geschichten erst getrennt und dann zusammen agieren. Wenn sie sich dann wieder trennen, bringt es gleich noch mehr Spaß. Es hat irgendwie was von, dass man mehr erlebt und mehr sehen kann, wenn man den einzelnen Charakteren folgt.

“Es kommt nicht darauf an, wie du aussiehst, sondern darauf wer du bist. Und was mich angeht, bist du ein Mensch. Du bist du.”
~ S. 74

Sam ist der einzige Charakter, der mir in diesem Buch gefällt. Das muss ich ernsthaft zugeben. Ja, das ganze Buch ist wirklich verrückt, aber die anderen Charaktere gingen mir alle durchweg auf den Keks. Besonders Bum-Bum und Yvonne. Zwei völlig unterschiedliche Charaktere, die aber beide charakterlich Zwillinge sein könnten. Dem Autor muss ich hier aber zu Gute halten, dass er wirklich kreativ war, was die Charaktere anging. Mir sind die Charaktere aber zu oberflächlich. Das kenne ich so von dem Autor nicht.

Mir wird auch zu schnell durch die Geschichte gejagt. Es passiert so viel auf den wenigen Seiten, die das Buch hat. Ich habe manchmal das Gefühl, dass es mal ganz gut wäre, wenn die Charaktere mal inne halten können. Und mal verschnaufen dürfen. Dadurch, dass es so schnell geht bleibt die Tiefe auf der Strecke.

“Also jagen wir uns ein paar Cheeseburger und anschließend ein paar neue Körper?”
~ S. 233

Über das Ende des Buches möchte ich jetzt eigentlich nicht sprechen. Aber erwähnen muss ich einfach, dass es so plötzlich endet, dass ich wirklich verwundert war. Es war mir so als hätten die Charaktere noch was zu sagen, aber leider ist das Buch vorbei.

Der Autor hat definitiv schon bessere Bücher auf den Markt gebracht.

Das Cover

Das Cover ist genauso verrückt wieder Inhalt.

De:Sign - Der Chaosfaktor von Dominik A. Meier

Fazit

Für mich ist das Buch leider nicht rund. Es passen einfach ein paar Sachen gar nicht.
Rezension Sterne
3/5 Sternchen
(okay)
Ainias Heimkehr

WerbungZum Buch
“De:Sign – Der Chaosfaktor” von Dominik A. Meier
Dystopie (Humor)
Selfpublish | erschienen am 11.08.2019
362 Seiten | Taschenbuch | ISBN 9783746959726 | 14,99 EUR
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Autor.
Vielen Dank an den Autor für das Rezensionsbuch. ♡

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