Rezension zu Der Schwarm von Frank Schätzing

Rezension zu Der Schwarm von Frank Schätzing

29. Dezember 2017 8 Von Steffi
“Vor Peru verschwindet ein Fischer. Spurlos. Norwegische Ölbohrexperten stoßen auf merkwürdige Organismen, die Hunderte Quadratkilometer Meeresboden in Besitz genommen haben. Währenddessen geht mit den Walen entlang der Küste British Columbias eine unheimliche Veränderung vor. Nichts von alledem scheint miteinander in Zusammenhang zu stehen. Doch Sigur Johanson, Biologe und Schöngeist, glaubt nicht an Zufälle. Auch der indianische Walforscher Leon Anawak gelangt zu beunruhigenden Schlüssen: Eine Katastrophe kündigt sich an. Die Suche nach dem Urheber konfrontiert die Forscher mit ihren schlimmsten Albträumen.
~ Klappentext
 

Meine Meinung


Ich habe mich lange nicht an das Buch getraut, obwohl es mir empfohlen und sogar regelrecht in den Himmel gelobt wurde. Die fast 1000 Seiten haben mich abgeschreckt. Auch wenn es so gut ist, wie behauptet, es bleiben ja so viele Seiten. Aber letztendlich habe ich mich dann doch noch an das Buch getraut.
Und leider kann ich mich dem Lob so gar nicht anschließen.

Ich hatte arge Probleme mit dem Schreibstil des Autors. Er hat es nicht geschafft mich mit seinen Worten in den Bann zu ziehen. Das ist für mich schon die halbe Miete. Wenn das nicht klappt, dann ist es echt schlecht. In der Regel komme ich mit der Zeit ins Buch rein bzw. gewöhne mich an den Schreibstil. Das war leider nicht der Fall. Bis zur letzten Seite musste ich sehr kämpfen.

Das Buch ist unglaublich wissenschaftlich. Was ich eigentlich super finde! Gerade die Meeresbiologie finde ich unheimlich spannend. Wenn es dann gut verpackt ist, dann wäre es ein absolutes Highlight für mich gewesen. Eigentlich steht auf der Rückseite des Buches, dass es ein Thriller sein soll. Also extrem viel Spannung mit Meeresbiologie. Vielleicht war hier meine Erwartung einfach zu hoch.
Die wissenschaftlichen Aspekte sind häufig in Gesprächen zwischen den Charakteren. Ich kann mit seitenlangen Gerede nichts anfangen. Nichts ist für mich langweiliger, als ein Buch wo die Charaktere ständig irgendwelche Besprechnungen haben oder seitenweise über irgendwelche Theorien diskutieren. Nicht nur, dass mich der Schreibstil nicht gepackt hat, mich haben auch die ewigen Gespräche gelangweilt.
Zwischendurch kamen dann doch auch ein paar richtig spannenden Szenen, aber die waren mir zu wenig. Wenn ich einen Thriller lese, dann sollte was passieren und nicht geredet werden.

Die Charaktere gefielen mir aber durchweg sehr gut. Jeder war anders und hatte seine Geschichte, die ihn zu dem gemacht hat, der er ist. Ich habe es selten gelesen, dass die Charaktere einen solchen Tiefgang haben. Jeder kam so rüber, wie er sein sollte. Egal ob böse oder gut. Das war wirklich sehr gut gemacht!

Was soll ich zu der Geschichte an sich sagen!? Ohne zu spoilern wird es schwierig, aber sie war verwirrend. Dadurch, dass bis zum Ende nicht so wirklich klar war, was sie da überhaupt vor sich haben, hat es mich zu sehr verwirrt. Was es letztendlich war und wieso das alles so passiert ist, wie es passiert ist, hätte gerne anders gelöst werden können. Mir hat das absolut gar nicht gefallen. Ich hätte mir hier eine andere Lösung gewünscht.

Trotz allem war abbrechen für mich keine Option. Ich hatte immer wieder die Hoffnung, dass es mich jetzt packen könnte. Zur Hälfte kam dann auch mal ein Umschwung, der mich hat hoffen lassen, aber leider ebnete das dann auch wieder ab.

Es tut mir leid, aber ich möchte keine Leseempfehlung aussprechen.

 

Das Cover


Ich finde das Auge richtig genial. Wenn es denn ein Auge sein soll.

 

Fazit


Zu lang, zu viel Gerade und zu wenig Spannung. Das Buch hat mich überhaupt nicht gepackt.

2/5 Sternchen
(nicht so)
 

Notizen


Weitere Blogger-Meinungen zu dem Buch
pialalama. | Büchermonster

Zum Buch
Thriller | S. Fischer Verlag | 992 Seiten | Taschenbuch
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Verlag.

 

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