Rezension

Rezension zu Das Mädchen im See von Sascha Hoops

Das Mädchen im See von Sascha Hoops
“Dunkelheit und Licht. Zwei Seiten einer Münze. Leben und Sterben, so dicht beieinander wie zwei Atemzüge. Das ist die Welt, in die Liesel zufällig gerät. Das uralte Bruchstück einer längst vergessenen Zivilisation. Schatten, die gebrochene Menschen jagen und ihre Seelen rauben. Doch das Mädchen ist anders. Eine Lebende im Reich der Todgeweihten… Berlin 1943. Der Krieg tobt, doch das zwölfjährige Mädchen Liesel bekommt davon zum Glück nur wenig mit. Nachdem sie Schulschluss hat und ihren Vater im Altmärkischen Kettenwerk besucht hat, macht sie sich auf den Heimweg und entschließt sich, eine Abkürzung zu nehmen. An einem See erblickt sie ein Kind, welches am Ufer spielt. Dies verschwindet plötzlich. Ohne zu überlegen wirft Liesel ihre Schultasche ab und springt hinterher. Doch das Kind ist ist gar nicht wirklich in den See gefallen. Ein dunkler Nebel hat es gepackt und zieht es in die Tiefe. Sie greift nach ihm, kann es aber nicht loslösen und wird mit in die Finsternis gerissen. Liesel erwacht an einem Strand aus Steinen. Die Luft ist giftig, undefinierbare Partikel, so groß wie Schneeflocken, schweben frei umher. Die Bäume am Ufer zum Waldrand sind knorrig und ohne Blätter, wie Knochen. Der Himmel düster, dunkel und grünlich. Eine weiße Sonne mit bläulicher Aura strahlt auf sie hinab. Liesel ist in einer düsteren Zwischenwelt gelandet. In einer Dimension, die von Seelenfressern beherrscht wird. Doch als Lebende hat sie die Fähigkeit die seltsamen Wesen durch ihre Berührung zu töten und ihre Seelen für sich zu beanspruchen.”
~ Klappentext

Meine Meinung


Ich finde die Erklärung des Autors zu dieser Geschichte unglaublich süß. Er träumte in einer Nacht von dieser Geschichte und wollte sie unbedingt in einem Buch festhalten. Ich kann es mir auch gut vorstellen, dass es ein Traum war, denn es ist an einigen Stellen genauso wirr und hat leichte Logikfehler. Aber so ist es bei Träumen. Wenn man allerdings nicht weiß, dass es ein Traum ist, muss sehr viel Fantasy aufgebracht werden. Und das mag ich sehr gerne.
Ich finde es super, dass es nicht dieses 08/15-Fantasy ist. Es ist diese Art von Fantasy, wie es ein Fantasy-Fan mag. Man muss sich auf diese Geschichte einlassen und man darf nicht nach Fehlern suchen, weil die Vorstellungskraft gebraucht wird.

Ich mag den Schreibstil des Autors gerne. Man merkt schon, dass er noch nicht ganz so viel Erfahrung hat, aber jeder ist ja mal klein angefangen. Völlig in Ordnung aus meiner Sicht.


“Liesel Hoops ist zwölf Jahre alt und das jüngste Kind einer großen Familie.”
~ Buchbeginn


Liesel ist ein supersüßer Charakter und wird ihren 12 Jahren gerecht. Interessant ist auch, dass der Autor seinen eigenen Nachnamen einbaut. Das habe ich bisher auch noch nie gelesen.
Ich hätte mir hier aber ein wenig mehr Tiefe bei allen Charakteren gewünscht. Alle werden nur oberflächlich angekratzt und ich habe viele Fragen.

Das Ende des Buches hat mich mehr als überrascht. Es ist so traurig, aber leider sehr kurzweilig. Ein bisschen mehr Erklärung wäre toll gewesen. Wir sind ja nun im Jahr 1943 und mitten im Krieg. Wenn diese Zeitebene sich ausgesucht wird, dann brauchen wir hier auch ein wenig mehr Hintergrund. Warum im Jahr 1943? Warum dieses Ende? Und warum reagiert Liesel so?
Wie schon geschrieben, sind da ein paar unlogische Fakten, wie z.B. die giftige Luft, die zwar erwähnt, aber dann irrelevant wird. Ich musste mir dann immer wieder in den Kopf rufen, dass es alles Fiktion ist.
Wie es sich in “Dark Fantasy” gehört, sind auch ein paar gruselige Elemente drin, die mir ganz gut gefallen haben.

Meinetwegen hätte der Autor gerne viel mehr ausholen können. Es gibt so vieles, wo ein “Warum?” ausgeschrieben werden könnte. Warum das alles überhaupt? Ich meine das nicht im negativen Sinne. Ich hätte nur sehr gerne noch viel mehr von Liesel, von den Schatten und von der ganzen Welt im See gelesen.

Alles in allem finde ich das Buch aber unglaublich süß und es hat mich wahnsinnig gut unterhalten.
Ich bin froh, dass ich das Buch lesen durfte und möchte es allen ans Herz legen.


Das Cover


Das Cover trifft leider überhaupt nicht mein Geschmack.

Das Mädchen im See von Sascha Hoops


Fazit


Ein Traum in einem Buch. Ich finde die Idee echt toll. Ein paar Kleinigkeiten gefallen mir nicht so gut, aber die Geschichte ist so süß, dass es alles wieder gut macht.

4/5 Sternchen
(ganz gut)

Notizen


Weitere Blogger-Meinungen zu dem Buch
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Zum Buch
Fantasy | Selfpublish | 144 Seiten | Taschenbuch
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Autor.
Vielen Dank an den Autor für das Rezensionsbuch. ♡


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