Rezension

Rezension zu Dark Lake von Sarah Bailey

Dark Lake von Sarah Bailey
“In einem Badesee bei einer australischen Kleinstadt wird die Leiche einer wunderschönen Frau gefunden. Der Tatort ist mit Rosenblättern geschmückt. Für Detective Gemma Woodstock und ihren Partner Felix McKinnon ein komplexer Fall. Denn die Tote, Rosalind Ryan, war Gemmas Klassenkameradin und immer von Geheimnissen umgeben. Alle behaupten, Rosalind geliebt und bewundert zu haben: der Direktor der Schule, an der sie unterrichtete; die Schüler, denen sie den Kopf verdrehte; ihr wohlhabender Vater und ihre drei Brüder. ”
~ Klappentext

Meine Meinung


Ich war so extrem gespannt auf dieses Buch. Der Klappentext klingt so genial und genau nach dem, was ich an Thriller mag.

Leider muss ich sagen, dass mich der Thriller enttäuscht hat. Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass ich in vielerlei Hinsicht bei Thriller schon abgestumpft bin und es schwer mich mit einem Thriller zu begeistern. Dass es noch funktioniert, haben schon viele Autoren bewiesen. Dieser Thriller hat mir viel zu wenig Spannung. Jedenfalls bis zum letzten Drittel, denn da nahm es endlich Tempo auf und wurde wirklich sehr spannend. Bis dahin war das Buch aber eher ein seichter Krimi, wo ermittelt wurde. Das ist so schade! Denn ich hatte zwischendurch schon überlegt abzubrechen. Ich wollte aber dennoch wissen, ob ich mit meiner Vermutung richtig lag, was dort passiert ist.
Ja, ich lag richtig. Ganz genau so, wie ich es mir dachte, ist es dann auch eingetreten. Die Autorin hat versucht andere Charaktere ins Rampenlicht zu rücken, aber das habe ich ihr überhaupt nicht abgekauft. Es fehlte einfach das gewisse Etwas, dass den Charakter zum Verdächtigen gemacht hätte.


“Wenn ich an jenen Sommer zurückdenke, macht sich etwas in meinem Kopf selbstständig.”
~ Buchbeginn


Schwer war für mich auch der Schreibstil der Autorin. Er las sich gedrungen und zwanghaft auf jugendlich gemacht. Ich habe absolut nichts dagegen, wenn der Schreibstil jugendlich ist. Wenn etwas als “krass” bezeichnet wird, zum Beispiel. Aber ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass die Autorin nicht loslassen kann. Dass sie verkrampft schreibt.

Das Setting in Australien ist mega. Das habe ich so selten bisher gelesen, dass ein Thriller in Australien spielt. Obwohl es in einer kleinen Stadt an einem großen See spielt, habe ich irgendwie eher ein See im Wald hier in Deutschland im Kopf. Mir fehlt absolut dieses typische Kopfkino, dass ich in Australien stehe. Einem besonderen Land, was so selten in Büchern vorkommt. Die Autorin kommt selbst aus Australien, was vielleicht zu selbstverständlich ist. Sie hat die Bilder im Kopf bzw. vor Augen. Sie schafft es aber leider nicht diese Bilder mir als Leser zu übermitteln.


“Seine anfängliche Verwunderung, wie eine Frau es nur schaffte, sich in der testosterongeschwängerten Umkleide zurechtzufinden, wich nach und nach einer gewissen Bewundern, wie ruhig und kompetent ich mich jedem scheußlichen Verkehrsunfall, unschönen Selbstmord oder Gewaltausbruch stellte.”
~ S. 39


Absolut genervt war ich aber von der Protagonistin. Das ganze Buch dreht sich hauptsächlich um die privaten Probleme der Protagonistin. Der Fall wird dadurch zur Nebensache, was ich unglaublich schade finde. Die Protagonistin Gemma macht sich das Leben unnötig schwer. Außerdem trinkt sie in jeder freien Minute Wein. Es ist verrückt, wie viele Liter Wein in diesem Buch getrunken werden. Soll das die Probleme vom Gemma unterstreichen? Am Anfang des Buches hat Gemma ein Erlebnis, das für jede Frau absolut traumatisch wäre. Aber nicht für Gemma. Sie tut es ab, als wäre es nichts. Dafür macht sie aus anderen Kleinigkeiten eine große Sache. Dann der plötzliche Wandel von ihr, als der Fall gelöst war.
Ich finde den ganzen Charakter unglaubwürdig. Es mag vielleicht hart klingen, dennoch passt es einfach nicht zusammen.

Den Titel des Buches kann ich leider auch nicht wirklich nachvollziehen. Der See hat mit der Geschichte recht wenig zu tun, außer dass dieser eben an der Kleinstadt liegt.


“Meine Kehle ist rau, als hätte ich gebrüllt. Ich umklammere mit einer Hand meinen Hals, versuche, den Blick auf die Straße gerichtet zu halten.”
~ S. 324


Es soll der erste Band einer Reihe sein. Ob ich weiterlesen werde, weiß ich noch nicht. Vielleicht ja, weil ich wissen möchte, wie Gemma nach ihrem Wandel ist. Und ob die Autorin aus den “Fehlern” ihres Debüts lernt. Ich hoffe sehr, dass sie sich nicht entmutigen lässt. Aus Gemma kann man, meiner Meinung nach, viel machen.
Eine Leseempfehlung möchte ich aber nicht aussprechen.


Das Cover


Das Cover ist aber auch schon ganz schick. Auch wenn es nicht wirklich zum Inhalt passt.

Dark Lake von Sarah Bailey


Fazit


Das Buch ist für mich leider unrund. Es fehlt die Spannung und die Geschichte war, für mich, vorhersehbar.

2/5 Sternchen
(naja)

Die Buchreihe


Band 1 – Dark Lake


Notizen


Weitere Blogger-Meinungen zu dem Buch
Pergamentfalter

Zum Buch
Thriller | C.Bertelsmann | 512 Seiten | Band 1 | Broschur
Quellenangabe: Klappentext und Buchcover stammen vom Verlag.


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